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Bildung in Frankfurt: Volkshochschule im Ostend: Mehr Kurse für Analphabeten

In Deutschland sind etwa 7,5 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter Analphabeten. Für Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet mit Lese- und Schreibschwierigkeiten bietet die Volkshochschule jetzt mehr als Kurse an.
Ein Blick in ein Lernbuch zeigt: Es ist eine gewaltige Aufgabe, vor der Analphabeten am Anfang stehen. Foto: Maja Hitij (dpa) Ein Blick in ein Lernbuch zeigt: Es ist eine gewaltige Aufgabe, vor der Analphabeten am Anfang stehen.
Frankfurt. 

Sie stecken in einem Teufelskreis: Menschen, die gar nicht oder nur unzureichend schreiben und lesen können, brauchen dringend Hilfe. Doch meistens scheuen sie den Gang zu entsprechenden Behörden und Betreuungseinrichtungen – oft, weil sie sich ihres Problems schämen. Glück haben jene, die sich einem verständnisvollen Umfeld anvertrauen können und unterstützt werden.

Um die Hürden abzubauen und die Informationen über Nachlernmöglichkeiten zu verbreiten, gibt es an der Volkshochschule (VHS) seit diesem März eines von fünf hessischen Grundbildungszentren. Diese werden für vier Jahre je zur Hälfte vom Land Hessen und vom Europäischen Sozialfond gefördert.

Das Zentrum organisiert nicht nur Kurse, sondern will weitergehende Hilfsangebote damit verknüpfen und darüber auch Bekannte und Verwandte informieren. Schließlich liegt ein Schwerpunkt darauf, die betroffenen Menschen über ihr soziales Umfeld anzusprechen. So sollen künftig auch diejenigen erreicht werden, die bisher ihren Weg nicht von alleine in das Kursangebot finden.

Im aktuellen Programm der VHS finden sich Kurse wie „Lesen und Schreiben von Anfang an“, „Schreiben im Alltag“, „Lesen und Schreiben in der Bibliothek“, „Fit für Schule und Beruf“ sowie „Lesen und Schreiben lernen mit dem Computer“.

„Alphabetisierung ist eine Voraussetzung für umfassende gesellschaftliche, politische, kulturelle und wirtschaftliche Teilhabe“, betont Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

Betroffene können sich bei der Volkshochschule im Ostend jeden Mittwoch – ausgenommen Schulferien – von 14 bis 17 Uhr in der Sonnemannstraße 13, Raum 067, kostenlos beraten lassen.

Weitere Informationen sind erhältlich bei Ingrid Rygulla, sie hat die Telefonnummer (0 69) 21 23 43 80 und die Mail-Adresse ingrid.rygul-
la.vhs@stadt-frankfurt.de. Oder bei Dana Jochim, Telefon (0 69) 21 24 06 11, Mail: dana.jochim.vhs@stadt-frank-
furt.de.

(pia,red)
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