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Nachbarschaftsfest in Rödelheim: Vom Blog in die Weingarage

Eine runde Sache für die Nachbarschaft: Andreas Nöthen und Wolfgang Zimmermann haben die dritte „Weingarage“ ausgerichtet. Die Werbung für das kleine Nachbarschaftsfest mit Live-Musik macht Nöthen selbst – auf dem Rödelheim-Blog.
Andreas Nöten, Wolfgang Zimmermann, Sonja Smalian und Michael Brüggemann (v.l.)  in der Rödelheimer Weingarage. Foto: Holger Menzel Andreas Nöten, Wolfgang Zimmermann, Sonja Smalian und Michael Brüggemann (v.l.) in der Rödelheimer Weingarage.
Rödelheim. 

Ein kleiner Garagenvorplatz an der Ecke Biedenkopfer Weg und Breitlacherstraße in Rödelheim. Bei sommerlich-heißen Temperaturen um die 30 Grad sitzen rund 20 Menschen an Bierzeltgarnituren im Schatten der Bäume oder entspannen in Strandliegestühlen. Sie genießen ihren Riesling und Gewürztraminer, zum Glück angenehm heruntergekühlt in den drei Kühlschränken, aufgereiht in Andreas Nöthens Garage.

Zum dritten Mal haben die „Weingaragisten“ Nöthen und Wolfgang Zimmermann die „Weingarage“ ausgerichtet – nach der Erstauflage im November letzten Jahres, dem zweiten Fest im noch kühlen März das dritte jetzt bei hochsommerlichen Temperaturen. „Das geht zu jeder Jahreszeit“, erklärt Zimmermann, der als gebürtiger Pfälzer zuständig ist für die saisonal passende Weinauswahl. „Im November hatten wir halt eher Rotweine und dazu Stockbrot am Feuerkorb.“

 

Tipps rund um Rödelheim

 

Über das Engagement von Zimmermann und Nöthen und die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre mit den Nachbarn in Kontakt zu kommen, freuen sich die Anwohner. Hanitra Gunkel (37) aus der Margaretenstraße, deren Kinder, zwei und fünf Jahre alt, gerade im Planschbecken spielen, ist seit Anfang an dabei. „Erfahren hatten wir damals, da waren wir noch neu hier im Viertel, von der „Weingarage“ auf dem Rödelheim-Blog.“

Auf diesem Blog, im Internet unter www.roedelheimer.de, schreibt der gelernte Journalist Nöthen in eigener Sache über Turniere im Sportverein, Tipps bei Sommerhitze vom Gesundheitsamt und lässt seine Leser seine Meinung zu aktuellen Themen in Rödelheim wissen. Entstanden ist das Projekt, ein „Sprachrohr“ für den Stadtteil aufzubauen, als Andreas Nöthen mit seiner Familie 2010 innerhalb Rödelheims umzog, als seine eigene Form der Eingewöhnung. Seither ist die Internetseite organisch mitgewachsen.

„Am Anfang habe ich da meine subjektiven Eindrücke vom Leben hier beschrieben“, sagt Nöthen. „Mittlerweile finden sich da aber auch allgemeine Infos zu Ärzten, Restaurants und so weiter.“ Und geholfen wird sich über das Netz auch, sogar für die Weingarage: Am Donnerstag fehlten noch ein paar Sektkühler, im Internet fragte Nöthen kurzerhand nach Hilfe und bekam prompt die benötigten Gefäße ausgeliehen.

Fleißige Unterstützung in bildlicher Hinsicht bekommt Nöthen von Hans-Joachim Haase (84), der alteingesessene Postviertelbewohner schießt regelmäßig „hibbdebahn“ und „dribbdebahn“ Fotos für den Blog. Selbstverständlich schaute Haase auch bei der dritten „Weingarage“ vorbei. „So fühlt man sich doch wohl in der Nachbarschaft, wir brauchen im Postviertel auch mehr davon“, lobt Haase Nöthens Konzept.

 

Für einen guten Zweck

 

Den Erlös der Weingarage, den Nöthen und Zimmermann mit der Verkostung von Pfalzweinen, Spundekäs-Dip und Saumagen im Brötchen machen, behalten die beiden nicht selbst. Lange war Nöthen auf der Suche nach einem passenden Zweck, für den das Geld gespendet werden sollte. „Mit dem Quartiersmanagement, das uns auch die Liegestühle zur Verfügung gestellt hatte, habe ich darüber gesprochen. Letztlich haben wir uns für das tolle Projekt Flüchtlingsfamilienhilfe Oberursel entschieden.“

Wann es das nächste Mal Zeit für die „Weingarage“ ist, wird es Nöthen selbstverständlich wieder auf seinem Blog www.roedelheimer.de veröffentlichen.

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