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Carl-von-Weinberg-Schule: Vom Kantholz zum Kunstwerk

Von Zum Abschluss des Schulkünstler-Projekts an der Carl-von-Weinberg-Schule präsentieren die 17 Teilnehmer stolz ihre Werke im Hof. Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 initiierte das Projekt dort bereits zum 13. Mal.
Die Carl-von-Weinberg-Schüler haben zusammen mit Künstlerin Kristin Lohmann Skulpturen gestaltet. Sie sollen in der Schule einen angemessenen Platz finden. Die Carl-von-Weinberg-Schüler haben zusammen mit Künstlerin Kristin Lohmann Skulpturen gestaltet. Sie sollen in der Schule einen angemessenen Platz finden.
Goldstein. 

Mit einem kurzen Ruck ziehen Schüler der Carl-von-Weinberg-Schule die weißen Tücher von den Holzstelen, die im Hof der Integrierten Gesamtschule aufgebaut sind. Zum Vorschein kommen kleine Holzskulpturen – menschliche Figuren –, die die Jugendlichen zusammen mit der Bildhauerin Kristin Lohmann aus zehn mal zehn Zentimeter und 1,80 Meter großen Kanthölzern aus Lindenholz herausgeschnitzt und mit Textelementen kombiniert haben.

 

Spuren hinterlassen

 

Die Kunstwerke sind die Ergebnisse des diesjährigen Schulkünstlerprojekts, das von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 derzeit an zehn Schulen in Frankfurt initiiert wird. Es läuft stets über den Zeitraum eines Schuljahres. „Die Idee des Projekts ist, Kunst und Schule zusammenzubringen und neue Begegnungen außerhalb des Lehrplans zu schaffen“, sagt Ottilie Wenzler, Geschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Die Ergebnisse, die am Ende eines solchen Schuljahres entstünden, seien jedesmal wieder überraschend. „Ihr habt viel von euch mit eingebracht und hinterlasst mit eurem Kunstwerk Spuren an der Schule“, lobt sie die Teilnehmer.

Die Carl-von-Weinberg-Schule macht bereits zum 13. Mal beim Schulkünstlerprojekt mit. Viele verschiedene Kunstwerke, die im Schulgebäude und auf dem Gelände einen Platz gefunden haben, zeugen hiervon. Wo die Holzskulpturen samt Stelen aufgestellt werden, wird noch entschieden. „Es soll auf jeden Fall ein Platz sein, an dem die Werke von den Schülern gesehen werden können“, sagt Schulleiterin Inge Gembach-Röntgen.

Die Holzbildhauerei ist keine einfache Disziplin in der Bildenden Kunst und erfordert handwerkliche Fähigkeiten. „Mir war es daher wichtig mit älteren Schülern zusammenzuarbeiten“, erzählt Lohmann, die zum zweiten Mal als Schulkünstlerin an der Carl-von-Weinberg-Schule tätig ist.

15 der Teilnehmer sind daher auch Oberstufenschüler. Sie haben ein großes Interesse an der Kunst und auch den Leistungskurs Kunst gewählt. „Zwei weitere Teilnehmerinnen, Anna aus der sechsten und Hannah aus der zehnten Klasse, habe ich mit dazu genommen, weil sie ein großes Interesse an der Holzbildhauerei haben“, sagt Lohmann.

 

In Blöcken gearbeitet

 

Normalerweise treffen sich die Teilnehmer des Projekts mit dem Schulkünstler wöchentlich, dieses Mal jedoch war es anders. „Das hatte vor allem zwei Gründe. Einerseits haben Oberstufenschüler viel Unterricht am Nachmittag, andererseits dauert es in der Holzbildhauerei lange bis etwas zu erkennen ist.“ Deswegen wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt und haben in Blöcken über jeweils eine gesamte Schulwoche im November und Januar gearbeitet.

„Zunächst wurden Skizzen gemacht und ein Modell aus Ton angefertigt“, sagt Lohmann. Statt etwas hinzuzufügen, mussten sie, genauso wie beim Bearbeiten des Holzes, hierbei etwas vom Material wegnehmen. „Hat man zu viel weggenommen, so konnte man beim Ton wenigstens wieder etwas anfügen, beim Holz ging das nicht“, sagt Nathalie (19). „Das Schnitzen war auch körperlich sehr anstrengend“, so die Schülerin. „Ich finde es sehr beeindruckend, was am Ende herausgekommen ist“, betont Leonie (18). „Die Schüler waren so diszipliniert und engagiert bei der Sache“, lobt Lohmann.

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