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Schulkünstlerprojekt an der Ernst-Reuter-Schule II: Von Glücksfällen, Märchen und Göttern

Von Fünftklässler der Ernst-Reuter-Schule II näherten sich gemeinsam mit der Schulkünstlerin und Tänzerin Hannah Dewor dem Thema „Glück“. Die erarbeitete Inszenierung „Glücksfälle“ feierte gestern ihre Premiere.
Schüler der Ernst-Reuter-Schule II erarbeiteten zusammen mit Schulkünstlerin Hannah Dewor eine Inszenierung zum Thema „Glück“. Foto: L.Hamerski Schüler der Ernst-Reuter-Schule II erarbeiteten zusammen mit Schulkünstlerin Hannah Dewor eine Inszenierung zum Thema „Glück“.
Nordweststadt. 

„Die Schüler sind schon ganz aufgeregt“, weiß Hannah Dewor (30). Zusammen mit den Lehrerinnen Isabell Stepanjan und Gundula van den Berg stimmt die ausgebildete Tänzerin die Fünftklässler der Ernst-Reuter-Schule (ERS) II auf ihren großen Auftritt auf der Bühne des Schultheaterstudios ein, das gleichzeitig auch als Aula der Integrierten Gesamtschule genutzt wird.

Glücks-Tagebuch geführt

„Es gibt eine Tradition, nämlich dass man sich vor der Premiere viel Glück wünscht“, erzählt Dewor. „Man kann hierfür auf Holz klopfen, sich ,Toi-toi-toi‘ wünschen oder Nervennahrung zu sich nehmen“, sagt sie und verteilt eine kleine Nascherei an die Mädchen und Jungen, die schon bald darauf ihren Platz hinter der Bühne einnehmen und dort auf ihren Auftritt warten.

Als Schulkünstlerin hat Dewor mit den Kindern in den Disziplinen Tanz, Performance und Theater zum Thema „Glück“ gearbeitet. Nun stehen die Schüler der Klassen 5e/f und g/h vor ihrem großen Auftritt und bringen das Ergebnis dieser thematischen Auseinandersetzung auf die Bühne. Die Inszenierung steht unter dem Titel „Glücksfälle“. Entstanden sind verschiedene Episoden, in denen „Glück“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven heraus betrachtet wird. Außerdem haben die Kinder ein Glückstagebuch geführt, ließen sich von Literatur, Ratgebern und Werbung zu diesem Thema inspirieren und haben Menschen aus ihrer Umgebung danach befragt, was „Glück“ für sie bedeutet. Aus diesen Eindrücken erarbeiteten sie die Episoden des Stücks.

In der Inszenierung der Schüler der Klassen 5e/f reisen römische Götter des Krieges und des Streits auf die Erde, um herauszufinden, was die Menschen glücklich macht. Mädchen und Jungen der Klassen 5g/h erzählen in mehreren Stationen die Geschichte der Märchenfigur „Hans im Glück“ nach.

Hannah Dewor, die in Köln und Amsterdam Tanz studierte und zusätzlich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ihren Master in zeitgenössischer Tanzpädagogik ablegte, arbeitete für dieses Projekt zum ersten Mal als Schulkünstlerin. Seit Mitte September vergangenen Jahres entwickelte sie zusammen mit den Kindern die verschiedenen Choreografien.

„Ich habe mit ihnen in zwei Gruppen gearbeitet. Zwar hatten alle das gleiche Thema, trotzdem sollten am Ende ganz unterschiedliche Ergebnisse dabei herauskommen“, erzählt sie. „Die Kinder waren meiner Arbeit gegenüber sehr offen, haben sehr schnell ausprobiert, eigene Choreografien entwickelt und viel mit Improvisation gearbeitet.“

Die Kinder, insgesamt 27 Mädchen und Jungen, haben an ihrer Schule für zwei Jahre den ästhetischen Schwerpunkt „Theater“ gewählt. Es ist bereits das vierte Schulkünstlerprojekt, das an der Gesamtschule realisiert wurde. „Wir hatten hier schon zweimal einen Schulkünstler mit Schwerpunkt Bildende Kunst und einmal aus dem Gebiet Musik“, sagt Gerhard Schneider, Schulleiter der ERS II.

Projekt stärkt Kinder

„Die musisch-ästhetischen Erfahrungen, die Tanz, Bewegung, Musik und Kreativität ermöglichen, sind für die Schüler unglaublich wichtig“, betont er weiter. Es mache Kinder stark, und sie profitierten hierdurch auch in anderen Fächern. Möglich gemacht wurde das Projekt an der ERS II durch die Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

„Wir als Schule haben gleich in mehrerer Hinsicht Glück, denn viele andere Schulen haben überhaupt keinen ästhetischen Schwerpunkt, keine so tolle Bühne und zudem keine so hervorragende und bekannte Schulkünstlerin wie Hannah Dewor, die mit den Schülern zusammengearbeitet hat“, freut er sich.

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