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Lichtkunst: Vorgeschmack auf die Luminale

Ein Fest für die Augen: Als Vorbote des Lichtkunstfestivals Luminale erstrahlt ab heute das Innere der Sankt Katharinenkirche in neuem Licht. Die Installation der österreichischen Künstlerin Victoria Coeln ist bis zum 31. März zu sehen.
Als spannte sich ein Netz übers Schiff:  Ab heute ist in der Katharinenkirche die Lichtkunst Victoria Coelns zu sehen. Foto: Michael Faust Als spannte sich ein Netz übers Schiff: Ab heute ist in der Katharinenkirche die Lichtkunst Victoria Coelns zu sehen.
Frankfurt. 

Wie scharfe Schnitte übersäht das Licht die Wände der Katharinenkirche. Nach einem kurzen Moment der Stille ertönt leise und sanft die Rieger-Orgel. Als Vorgeschmack auf die Luminale, die im März wieder zahlreiche Orte und Gebäude in Frankfurt und Offenbach erstrahlen lässt, ist ab heute ein Lichtkunstprojekt in der Kirche St. Katharinen an der Hauptwache zu sehen. Die Wiener Künstlerin Victoria Coeln hat dazu eine Installation geschaffen, die die gesamte Passionszeit, also bis zum 31. März, in der evangelischen Stadtkirche an der Hauptwache gezeigt wird. Gestern gab es bereits eine Vorpremiere des Projektes.

Spannende Begegnung

„Lichtkunst trifft auf Musik“, fasst Pfarrer Dr. Olaf Lewerenz das Projekt zusammen. „hier fließen Licht und Musik, Leid und Leidenschaft, Wort und Stille zu einem Gesamtkunstwerk zusammen.“ Das bestätigt auch die Künstlerin: „Die Lichtkunst und die Musik können zwar auch für sich stehen. Doch spannend wird es, wenn beides zusammentrifft.“

Seit einigen Tagen ist Coeln nun schon dabei, die Innenstadtkirche in ein sogenanntes „Chromotopia“ zu transformieren: Mit Hilfe analoger Projektoren und metallisch beschichteter, runder Borofloatgläser, die sie mit Messern, Schleifsteinen und Ätzflüssigkeiten bearbeitet, gestaltet sie handgeformtes Licht.

„Raum ist speziell“

Von der Arbeit in der Katharinenkirche ist die Wienerin begeistert: „Der Raum selbst ist wirklich sehr speziell“, sagt die 55-jährige Österreicherin. „Er ist sehr offen und lässt auch mir Platz für eine neue Erkenntnis.“ Das Ziel ihrer Installation sei es, den Raum einerseits größer zu machen und andererseits näher zu bringen. „Und einen neuen Blick auf das Gewohnte zu geben. Denn etwas, was man ständig sieht, verschwindet irgendwann aus dem Blick“, erklärt die Künstlerin.

Die von Victoria Coeln zuvor bearbeiteten Gläser werden von insgesamt zehn Projektoren bestrahlt, das Licht bedeckt die gesamte Decke und die Wände des Kircheninneren. „Die Installation verändert sich durch äußere Einflüsse wie wechselndes Tageslicht“, sagt Pfarrer Lewerenz. „Am Abend sieht das Werk anders aus als bei Tageslicht.“ Wann der Künstlerin selbst ihr Kunstwerk besser gefällt, kann sie nicht sagen: „Gefallen ist kein Maßstab, wenn ich meine eigene Kunst betrachte“, sagt sie.

Frankfurt erstrahlt zur Luminale 2018

Zur Luminale 2018 wird Frankfurt strahlen – mit kreativer Energie, in vielen Farben und Formen. Das Lichtkunstfestival steigt vom 18. bis 23. März.

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Während der Passionszeit, also noch bis 31. März, ist „Katharinen+Passion“ montags, dienstags, donnerstags und samstags von 12 bis 18 Uhr sowie mittwochs und freitags von 12 bis 20 Uhr für Besucher geöffnet. Während der Luminale wird die Lichtkunst bis in den späten Abend zu sehen sein: von Montag, 19., bis Freitag, 23. März, von 12 bis 23 Uhr, sowie am Sonntag, 18. März, von 18 bis 23 Uhr. Täglich um 19, 20.30 und 22 Uhr werden zudem „Die sieben Worte Christi am Kreuz“ von Charles Tournemire gespielt; an der Riegerorgel wechseln sich Prof. Martin Lücker und Jorin Sandau ab. Die Passionsandacht findet am Mittwoch, 21. März, ab 18 Uhr statt.

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