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Zwei Wochen Zeit: Wahl-Plakate: Ab in die Recycling-Tonne

Nachdem auch die Stichwahl vorüber ist, haben die Frankfurter acht Wochen lang täglich die Konterfeis der OB-Kandidaten im Straßenraum vor Augen gehabt. In den nächsten zwei Wochen müssen alle Parteien ihre Wahlplakate entfernen.
Sattsam bekannt sind die Wahlplakate, die so wie hier in der Innenstadt die Konterfeis von Bernadette Weyland (CDU) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zeigen. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Sattsam bekannt sind die Wahlplakate, die so wie hier in der Innenstadt die Konterfeis von Bernadette Weyland (CDU) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zeigen.
Frankfurt. 

Die Wahl ist vorbei. Doch noch immer lächeln Peter Feldmann (SPD) und Bernadette Weyland (CDU) von Plakaten herab, fordert Volker Stein (unabhängig) „der Stadt ihre Ordnung“ zurückzugeben. Das soll jetzt auch passieren – in Bezug auf die Wahlplakate jedenfalls, die in den kommenden Wochen abgehängt werden müssen. Seit dem 14. Januar hängen sie nun schon, viele Menschen haben den Anblick satt. Innerhalb von zwei Wochen müssen laut Vorschrift alle Plakate weg sein.

Zügig entfernen

Viele Werbeplakate der Grünen und der Linken haben die Parteien bereits entfernt, die CDU will bis Ende der Woche alle abgehängt haben, sagt Parteisprecher Michael Ströter. „Manchmal wird ein Plakat vergessen, das ist auch normal. Aber wir sehen zu, dass wir alle zügig entfernen. Wir machen das ja nicht zum ersten Mal.“ Viele SPD-Ortsvereine werden wohl das Wochenende zum Abhängen nutzen, erklärt SPD-Sprecher Sebastian Maier. Immerhin hatte die SPD 15 000 Kunststoffplakate gehängt und 750 Holzständer aufgestellt, zur Stichwahl kamen weitere 2200 neu gedruckte Plakate hinzu. Die Holzständer und die Pappplakate werden in der Parteizentrale in der Fischerfeldstraße eingemottet, bei der nächsten Wahl überklebt und wiederverwendet.

Die wetterfesten „Hohlkammerplakate“, die aus wasserabweisendem Kunststoff gefertigt sind, können entweder in die private „Grüne Tonne“ gesteckt oder zum Recyclingcontainer gebracht werden, den die SPD in ihrer Geschäftsstelle aufstellt. Jeder Ortsverein mache das auf seine Art, sagt die Harheimer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Kristina Luxen. „Wir bringen die Plakate nach Kalbach, andere Kollegen fahren zum Recyclinghof der FES in Höchst.“

Volker Stein und sein Team sind schon seit Wochen mit Abhängen beschäftigt. „Stellenweise haben wir vielleicht ein Plakat übersehen, das entfernen wir alles noch,“ verspricht er. Stein befürchtet, dass Plakate von Unbekannten mutwillig abgehängt und wieder angebracht werden, um ihm zu schaden. „Ich bin für jeden Tipp dankbar, wo jemand eines sieht“. Und die Linke hat schon gleich nach dem Wahltag angefangen, ihre insgesamt 4200 Plakate zu entfernen. „Die sind alle weg – bis auf die Vergessenen“, sagt Kreisgeschäftsführer Steffen Merte.

Immer wieder Ärger

Wahlwerbung darf auf keinen Fall die Sicht auf den Verkehr, auf Ampeln und Verkehrszeichen behindern. Zu Kreuzungen sind mindestens fünf Meter Abstand zu wahren. An Ampeln oder Verkehrszeichen, auf Verkehrsinseln, an Bäumen, an Überwegen und Zebrastreifen ist Wahlwerbung untersagt. Zuwiderhandlungen können gemeldet werden und sollten vom Amt für Straßenbau und Erschließung geahndet werden. Ob es Verstöße gab, konnte das Amt gestern auf Anfrage nicht beantworten.

Die Wahlplakatierung sorgt immer wieder für Ärger, nicht nur wegen der Sichtbehinderungen. Viele Bürger fühlen sich durch die Dauerpräsenz der Politiker und ihrer Slogans genervt. So argumentierte auch die Partei „Die Fraktion“ in einem Antrag im November. Das freie Plakatieren solle abgeschafft und stattdessen stadteigene Flächen zur Verfügung gestellt werden. Der Antrag wurde abgelehnt.

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