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Ab Samstag dürfen die Parteien plakatieren: Wahlkampfauftakt: Freut Euch des Klebens!

Von In Frankfurt dürfen die Parteien ab Samstag, 12. August, erstmals Plakate für die Bundestagswahl kleben. Die Vorbereitungen für den Wahlkampf sind abgeschlossen, die meisten Termine mit der Polit-Prominenz stehen fest. Im Gegensatz zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.
Plakate der Freien Wähler hängen nicht an Laternenmasten, sondern an Kandidaten: Karlheinz Grabmann, der sich Wahlkreis Frankfurt II um ein Direktmandat bewirbt, hat in dieser Woche auf dem Bornheimer Wochenmarkt schon einmal mit dem Wahlkampf begonnen. Foto: Heike Lyding Plakate der Freien Wähler hängen nicht an Laternenmasten, sondern an Kandidaten: Karlheinz Grabmann, der sich Wahlkreis Frankfurt II um ein Direktmandat bewirbt, hat in dieser Woche auf dem Bornheimer Wochenmarkt schon einmal mit dem Wahlkampf begonnen.
Frankfurt. 

In der CDU-Zentrale sind die Plakate bereits eingetroffen: Natürlich wird Kanzlerin Angela Merkel von morgen an, wenn es erlaubt ist, plakatiert, aber auch die Direktkandidaten in den Frankfurter Bundestagswahlkreisen, Wolfgang Zimmer und Bettina Wiesmann. Die Frankfurter CDU wird sich nach Angaben ihres Kreisgeschäftsführers Michael Stöter die Bundestagswahl 50 000 Euro kosten lassen. Insgesamt werde aber deutlich mehr ausgegeben. Dieses Plus trägt die Bundespartei.

Ähnlich ist es bei der Frankfurter SPD. Auch hier stehen 50 000 Euro zur Verfügung, die Summe darüberhinaus übernimmt die Berliner Parteizentrale. Bundesweit pumpt die SPD nach Angaben ihres Kreisgeschäftsführers Andreas Heusinger von Waldegge 23 Millionen Euro in den Wahlkampf. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht am Freitag, 25. August, ab 14.30 Uhr auf dem Römerberg. Zu diesem Höhepunkt erwarten die Genossen 3000 bis 4000 Besucher.

Zeitgleich spricht Merkel in Fulda. Die Mainmetropole steht nicht auf Merkels Wahlkampf-Tournee-Plan. Dafür kommt Parteikollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Dienstag, 15. August, um 19.30 Uhr in den Kunstverein Familie Montez.

Auch die Frankfurter Grünen haben 50 000 Euro „Wahlkampfmunition“. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht bei einem Pressetermin am 5. September ein nachhaltiges Gewerbegebiet in Frankfurt. Die grüne Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckhardt, kommt am 25. August zum Rotlintstraßenfest im Nordend. Und der männliche Spitzenkandidat Cem Özdemir ist zu Gast bei der IAA, die vom 14. bis 24. September stattfindet. Die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter präsentiert sich am Donnerstag, 24. August, mit einem XXL-Infostand an der Bockenheimer Warte. Die Grünen plakatieren ihre beiden Frankfurter Direktkandidaten für den Bundestag, Jessica Purkhardt und Omid Nouripour. „Die beiden werden auch Haustürwahlkampf machen“, sagt Kreissprecher Sebastian Bergerhoff.

Freie Wähler verzichten in der gesamten Stadt auf ...

Bei der Bundestagswahl 2013 erzielten die Freien Wähler in Frankfurt 0,6 Prozent der Stimmen. Dieses Mal soll das Ergebnis besser ausfallen – aber nicht mit Hilfe einer flächendeckenden

clearing

Die Frankfurter FDP hat nach Angaben ihres stellvertretenden Kreisvorsitzenden Michael Bros inklusive Spenden 65 000 Euro zur Verfügung, erhält aber keine finanzielle Unterstützung von der Bundespartei. Bei der Abschlusskundgebung am Montag, 18. September, an der Hauptwache wird FDP-Parteichef Christian Lindner sprechen. Mit dabei sind auch die hessische Spitzenkandidatin Nicola Beer, gleichzeitig Direktkandidatin in Frankfurt 182, sowie ihre Kollegin vom zweiten Frankfurter Wahlkreis, Katharina Schreiner.

Die Linke wird großzügig von der Berliner Parteizentrale beliefert. Der Frankfurter Kreisverband selbst gibt rund 20 000 Euro aus. „Das ist der kleinere Teil“, sagt Parteichef Axel Gerntke. „Mit dem Bundesgeld haben wir 50 000 bis 60 000 Euro.“ Die Linke stützt sich auf Straßenwahlkampf und Haustürbesuche. Am 8. September um 15 Uhr tritt aber an der Hauptwache die gesamte Parteispitze mit Sarah Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Katja Kipping und Bernd Riexinger auf.

Großkundgebungen im Freien sind für die AfD wegen der Proteste ihrer politischen Gegner tabu. Sie setzen daher auf Indoor-Veranstaltungen. Heute ab 19 Uhr spricht Albrecht Glaser, vormals Frankfurter Kämmerer. Der Kreisverband hat ein Budget von knapp 20 000 Euro. „Das meiste geht bei uns für Security drauf“, sagt der Frankfurter AfD-Sprecher Markus Fuchs. Auch am Freitag finden Taschenkontrollen statt, um gefährliche Substanzen oder Lärminstrumente von Störern aus dem Verkehr zu ziehen. „Das letzte Mal hat einer eine Stinkbombe mitgebracht“, erinnert sich Fuchs. „Die konnten wir aber rechtzeitig entschärfen.“

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