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Nach Brand: Waldorf-Sprösslinge kommen in Ginnheimer Kita unter

Von Zwei Woche nach dem Feuer in der Kita der Waldorfschule versuchen Erzieher und Kinder wieder in die Normalität zurückzukehren. Das fällt noch schwer. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten, so ist eine Lösung für die Betreuung der U 3-Kinder in Sicht.
Verkohltes Holz, verbrannte Vorhänge und ein herabgestürztes Dach – nach dem Feuer kann die Waldorf-Kita nicht mehr benutzt werden, die Kinder müssen anderweitig betreut werden. Foto: Rainer Rüffer Verkohltes Holz, verbrannte Vorhänge und ein herabgestürztes Dach – nach dem Feuer kann die Waldorf-Kita nicht mehr benutzt werden, die Kinder müssen anderweitig betreut werden.
Dornbusch. 

Der Schock über das Feuer, dass die erst vier Jahre alte Kindertagesstätte der Waldorfschule vor zwei Wochen zerstörte, sitzt bei Geschäftsführer Christoph Klotz nach wie vor tief. Nicht nur, weil er zwangsläufig jeden Tag einen Blick auf die Reste des einst so schönen Gebäudes werfen muss. „Betroffen machen mich vor allem die Reaktionen unserer Kinder. Manchen wollen wissen, ob ihr Teddy tot ist, was mit der Kuscheldecke oder den Lieblingsgummistiefeln passiert ist. Es geht hier nicht um den materiellen, sondern um den emotionalen Wert“, sagt Klotz.

80 Kinder, aufgeteilt auf drei Ü 3- und zwei U 3-Gruppen, besuchen die Kita der Waldorfschule. Betreut wurden sie gemeinsam in dem Gebäude, dass zwischen 3 Uhr und 3.15 Uhr am 23. Oktober niederbrannte. In der ersten Woche griff ein Notprogramm – „die zu betreuenden Kinder wurden unter den Eltern aufgeteilt“, erklärt Klotz. Die Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahre seien seit vergangener Woche im Schulgebäude „untergeschlüpft“. Für die U 3-Gruppen sei dies allerdings nicht möglich. „Die Brandschutzauflagen sind ganz andere, das fängt schon bei den Fluchtwegen an. Ein zweijähriges Kind kann nicht so schnell fliehen wie ein Fünfjähriger“, erklärt der Geschäftsführer die Schwierigkeiten.

Doch nun gibt es eine Lösung: Ab kommender Woche werden die Kleinen in der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Raimundstraße betreut. „Das ist fantastisch. Die Unterstützung wurde uns sofort zugesagt, uns wird dort ein Gruppenraum zur Verfügung gestellt“, freut sich Klotz. Und hofft, dass sich die Lage dadurch ein wenig entspannen wird, auch wenn der Verlust damit nicht wettgemacht werden kann. „Es ist alles weg. Dinge, die über 30 Jahre alt und angefertigt waren, Stücke, zu denen die Kinder eine Beziehung hatten. Es ist einfach nur traurig“, fasst Klotz seine Gefühle in Worte.

Kein Benzin

Nach dem Brand des Waldorfkindergartens im Dornbusch hat die Kriminalpolizei keinen Brandbeschleuniger wie Benzin nachweisen können. Das sagte eine Behördensprecherin auf Nachfrage.

clearing

Auch in der komenden Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) wird die Kita ein Thema sein, Geschäftsführer Klotz wird auch dort sein. „Es werden sicher einige Fragen aufkommen“, ist er sicher. Schließlich stehen gleich vier Anträge auf der Tagesordnung. „Wir werden alles tun, was wir können, um die Waldorfschule zu unterstützen“, hatte Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) bereits am Tag nach dem Brand versprochen.

Der Ortsbeirat 9 tagt

Die Sitzung am heutigen Donnerstag, 8. November, beginnt um 19.30 Uhr, im Begegnungszentrum Ginnheim, Ginnheimer Landstraße 172–174.

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