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Rödelheims neuer Kinderbeauftragter: „Warum kein internationales Kinderfest?“

Von Als Kinderbeauftragter braucht man Ideen und einen langen Atem. Den hat sich Rolf Rieckmann in vielen Jahren als Elternbeirat antrainiert. Auch wenn seine eigenen Kinder inzwischen fast erwachsen sind, will er sich in der neuen Rolle noch intensiver den Wünschen der Kinder widmen.
Auch um Spielplätze will sich Rolf Rieckmann künftig kümmern. Sonja Lenhard und Sohn Joel freut’s. Foto: Heike Lyding Auch um Spielplätze will sich Rolf Rieckmann künftig kümmern. Sonja Lenhard und Sohn Joel freut’s.
Rödelheim. 

Wie viel Zeit seines Lebens Rolf Rieckmann inzwischen für ehrenamtliche Aufgaben investiert hat, daran kann sich der Familienvater eigentlich schon gar nicht mehr erinnern. Darum ist es kaum verwunderlich, dass er nun, obwohl seine eigenen Töchter schon lange aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind, die Rolle des Kinderbeauftragten mit Freuden angenommen hat.

Sein ehrenamtlicher Werdegang begann in den 1990er-Jahren als seine älteste Tochter in Rödelheim in den Kindergarten kam. Schon früh ließ er sich zum Elternbeirat wählen, organisierte etliche Elternaktionen, Informationsveranstaltungen und Feste mit. Von dort ging es dann über den Gesamtelternbeirat für Kitas und den Elternbeirat bei der Michael-Ende-Schule in den Stadtelternbeirat und seinen Ausschuss für Haupt- und Realschulen.

 

Heimspiel beim Schulfest

 

Darum ist es auch kaum verwunderlich, dass er sich ausgerechnet die Michael-Ende-Schule ausgesucht hat, um seinen ersten offiziellen Auftritt als neuer Kinderbeauftragter in Rödelheim zu absolvieren. „Wenn die Michael-Ende-Schule, auf der auch meine Töchter waren, am Samstag ab 12 Uhr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, will ich mich mit einem eigenen Stand präsentieren und nicht nur eigene Ideen vorstellen, sondern auch vor allem die Kinder mit Wünschen und Anregungen zu Wort kommen lassen“. Obwohl seine 22- und 16-jährigen Töchter nicht mehr an der Schule sind, fühlt es sich für ihn an wie ein Heimspiel.

Insgesamt ist Rödelheim für den 58-Jährigen aus Buxtehude, der 1989 auf beruflichen Gründen nach Frankfurt kam, inzwischen zur zweiten Heimat geworden. „Und die hat eine Menge Potenzial“, weiß er: „Mit den Parks im Stadtteil, den aktiven Kirchengemeinden und Vereinen, einer internationalen Gesellschaft im Stadtteil und vielen etablierten Festen haben wir die besten Voraussetzungen“. Sein großer Traum wäre es, ein internationales Kinderfest auf die Beine zu stellen. „Warum sollte das in Rödelheim nicht funktionieren?“

Die Unterstützung des Kinderbüros ist ihm dabei sicher. Die Organisation unterstützt die zahlreichen Kinderbeauftragten in der Stadt seit vielen Jahren, stellt Werbematerialien und Geschenke für Kinderveranstaltungen zur Verfügung und steht mit Rat und Tat zur Seite. „Auch wenn ich noch nicht zu hundert Prozent weiß, was mich in meiner neuen Rolle so alles erwartet, ich fühle mich durch die Unterstützung von Kinderbüro und Ortsbeirat bestens vorbereitet.“

Auch dort wird er in nächster Zeit einmal vorbeischauen und sich mit einigen Ideen einbringen, die das Leben der Kinder im Stadtteil Rödelheim langfristig verbessern sollen. Ideen dafür hat er viele: „Von einer regelmäßigen Kinderanhörung im Ortsbeirat über eine engere Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement bis hin zur Optimierung mancher Spielplätze gibt es in Rödelheim viele Dinge, die in die Tat umgesetzt werden können. Und wenn einem als Kinderbeauftragter schon Mitspracherecht eingeräumt wird, will ich das auch gerne ausnutzen.“

 

Große Herausforderung

 

Sehr am Herzen liegt ihm auch die Integration von sozial schwachen Familien. „Es kann nicht sein, dass in einer internationalen und vielschichtigen Stadt wie Frankfurt Familien aus dem Netz fallen.“ Gerade in solchen Familien käme es vor, dass sich häufig Eltern weniger für ihre Kinder interessieren als der Familie gut tut. Dagegen Mittel und Wege zu finden, die Eltern und Kindern gleichzeitig Spaß machen, wird seine große Herausforderung. Denn ein Leben ohne Ehrenamt, das kann sich der Rödelheimer nach all den Jahren nun wirklich nicht mehr vorstellen.

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