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Neue Attraktion für Kinder: Wasserspielplatz an der Lochmühlstraße

Von Das Grünflächenamt baut in Nieder-Erlenbach ein Wasserspiel für Kinder – nicht wie ursprünglich gefordert am Erlenbach, sondern auf dem Spielplatz in der Lochmühlstraße. Trotz EHEC-Fehlalarms spielt Hygiene dabei eine große Rolle.
Auf diesem Spielplatz an der Lochmühlstraße will die Stadt Wasserspiele einrichten. Foto: Leonhard Hamerski Auf diesem Spielplatz an der Lochmühlstraße will die Stadt Wasserspiele einrichten.
Nieder-Erlenbach. 

Im Sommer 2011 war die Aufregung groß: Der EHEC-Erreger, ein Darmbakterium, wurde angeblich im Erlenbach gefunden. Der Ortsbeirat 13 verabschiedete daraufhin die Forderung an den Magistrat, am Erlenbach einen Wasserspielplatz mit Frischwasserleitung zu installieren. Im Bach spielende Kinder sollten sich der Hygiene wegen die Hände waschen können. Dann folgte die Entwarnung, der EHEC-Aufreger sei nur ein Fehlalarm gewesen – der Wunsch des Ortsbeirats hatte es aber bereits auf die Planungsliste der Stadt geschafft.

Am Dienstagabend nun, vier Jahre später, stellte das Grünflächenamt dem Ortsbeirat die konkreten Umsetzungspläne für das Wasserspiel vor. Dieses wird demnach nicht am Erlenbach, sondern auf dem Spielplatz in der Lochmühlstraße errichtet. „Das Wasserspiel hätte am Erlenbach keinen Spielwert gehabt, aber hohen Aufwand für das Legen einer Frischwasserleitung bedeutet“, erklärte Holger Alt, Bezirksleiter Nord im Grünflächenamt. Ähnliches gelte für den Spielplatz an den Bergen, den man zunächst als Ausweichstandort ins Auge gefasst hatte: Da das Wasserspiel barrierefrei und somit auch für Kinder im Rollstuhl erreichbar sein soll, hätten einige Umbauten den Preis in die Höhe getrieben, so Alt.

Gute Lösung

Der Spielplatz in der Lochmühlstraße sei daher eine gute Lösung, auch wenn die jetzige Planung „nichts mehr mit der Ursprungsidee“ zu tun habe: „Dass sich jetzt aus einer Waschgelegenheit eine Spielattraktion entwickelt hat, die Belebung bringt, ist ein Weg, der sich sehen lassen kann“.

Laut Holger Alt und seiner Kollegin Annette Ehret wird der Bau des Wasserspiels inklusive Planung und Errichtung eines Frischwasserzugangs 50 000 Euro kosten. Als Attraktionen für spielende Kinder sieht das Grünflächenamt eine handbetriebene Pumpe, einen Wasserlauf mit Labyrinth-Tisch und Wasserrad sowie einen Matschbereich vor. „Die Kinder sollen was schaffen, nicht einfach auf einen Knopf drücken, um Wasser zu fördern“, erklärte Holger Alt. Dies erhöhe den Spielwert.

Damit stets die Hygiene gewahrt wird, sorgt ein batteriebetriebenes und mit einer Zeitschaltuhr versehenes Ventil für regelmäßigen Wasserdurchlauf in der Pumpe. Wenn nämlich das Wasser für eine Weile innerhalb der unbenutzten Pumpe stehe, könnten gesundheitsgefährdende Erreger wie Legionellen aufkeimen, so Alt. Dasselbe Prinzip gelte auch in einer länger nicht benutzten Dusche, „obwohl das deutsche Trinkwasser das beste ist“. Die Zeitschaltuhr stelle zudem sicher, dass die Pumpe nur bis 18 oder 19 Uhr benutzbar wäre, so dass die Abendruhe der Anwohner geschützt werde.

Ein weiterer Grund, warum man sich für den Spielplatz Lochmühlstraße entschied, besteht in einem runden Sandkasten, den laut Annette Ehret „offenbar viele Jugendlichen mit einem Aschenbecher verwechseln“ – und der unter dem Wasserspiel verschwinden soll. Die Kinderbeauftragte des Ortsbeirats, Ingrid Reitzammer, beschrieb diesen Sandkasten als „Schandfleck“, der mit Zigarettenkippen und Müll übersäht sei: „Dort spielt nie ein Kind. Mit dem Wasserspiel wertet man den ganzen Spielplatz auf“, sagte sie. Alle Anwohner, mit denen sie gesprochen habe, hätten sich über die Pläne gefreut, weil sie den Aschenbecher-Sandkasten als „Drecksstelle“ betrachteten.

Start im Mai 2016

Yannick Schwander, CDU-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat, sprach daher von einer „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten, weil das Areal aufgewertet und alle hygienischen Standards eingehalten würden. „Die Stadt hätte auch sagen können, dass es gar kein EHEC im Erlenbach gab und sie deswegen kein Wasserspiel bauen wird“, so Schwander.

Weil der Ortsbeirat dem Plan des Grünflächenamts zustimmte, werden die Umbaumaßnahmen zeitlich so gestaltet, dass das Wasserspiel im Mai 2016 benutzbar sein soll.

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