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Förderprojekt Deutschsommer: Wie Flüchtlingskinder durch Theater die Sprache lernen

Nach einem erfolgreichen Pilotdurchgang im vergangenen Jahr, trainierten in diesem Sommer auch wieder Kinder mit Fluchterfahrung ihre Sprachkenntnisse beim Deutschsommer in der Stadt. Sie erarbeiteten ein Theaterstück, dass sie nun in der Textorschule aufführten.
Deutschsommer-Kinder zeigen beim Theaterfest in der Textorschule, was sie gelernt haben. Foto: Michael Faust Deutschsommer-Kinder zeigen beim Theaterfest in der Textorschule, was sie gelernt haben.
Sachsenhausen. 

In zwei Kleingruppen fanden für die 30 Schüler in der Textorschule in Frankfurt-Sachsenhausen drei Wochen lang täglich jeweils zwei Stunden Deutschunterricht und zwei Stunden sprachintensives Theaterspiel statt. Neben Lesen und Schreiben, Wortschatz und Grammatik, standen für die Sprachanfänger an den Nachmittagen Ausflüge in Frankfurter Kultureinrichtungen, Workshops und soziales Lernen auf dem Programm.

Theaterfest in der Turnhalle

Zusammen mit den Theaterpädagogen haben die Kinder in dieser Zeit ein Theaterstück auf Grundlage der Deutschsommer-Lektüre „Rosie und Moussa“ einstudiert, das sie im Rahmen eines großen Theaterfests vergangene Woche in der Turnhalle der Textorschule vor rund 120 Gästen präsentierten.

Im Anschluss an das Theaterfest zogen Bildungsdezernentin Sylvia Weber und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Roland Kaehlbrandt, gemeinsam Bilanz und informierten über die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts.

Große Fortschritte

„Ziel des Deutschsommers ist es, das Sprachverhalten und -verständnis der Kinder zu verbessern. Es ist sehr erfreulich, dass nach dem Deutschsommer insbesondere beim Satzbau aber auch beim Wortschatz große Lernfortschritte nachgewiesen werden können“, sagte Roland Kaehlbrandt. Erhoben werden diese Daten anhand eines Sprachtests, den die Kinder sowohl zu Beginn, als auch nach Ablauf der dreiwöchigen Sprachförderferien absolvieren Demnach erreichten in der Kategorie Satzbau 50 Prozent der Kinder vor dem Deutschsommer null bis neun von maximal 30 Punkten. Nach dem Deutschsommer erzielten 75 Prozent der Kinder 20 bis 30 Punkte und befanden sich damit im stärksten Drittel.

Auch ihren Wortschatz konnten die Kinder während des Deutschsommers deutlich erweitern: Nach den drei Wochen erreichten 86 Prozent der Kinder das stärkste Drittel. „Die Kinder finden Freude an der deutschen Sprache und verbessern sich im Rahmen der dreiwöchigen intensiven Sprachförderung zusehends“, sagte Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). „Dies ist ein optimaler Grundstein für die weitere Schullaufbahn der Kinder und insbesondere für das Ankommen der Familien in Frankfurt. Diese Ergebnisse bestärken uns darin, den ‚Deutschsommer in der Stadt‘ auch in den kommenden Jahren zu unterstützen.“

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