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Wie das Clementine zu seinem Namen kam

Emily und Adonay schauen sich genau an, wie das Röntgen im Krankenhaus funktioniert. 	Foto: Klasse 4c der Minna-Specht-Schule Emily und Adonay schauen sich genau an, wie das Röntgen im Krankenhaus funktioniert. Foto: Klasse 4c der Minna-Specht-Schule
Frankfurt. 

Das Mädchen Clementine verstarb bereits mit 20 Jahren an einer schweren Krankheit. Zum Andenken an ihre Tochter gab ihre Mutter, Louise Freifrau von Rothschild, 1875 dem Kinderkrankenhaus ihren Namen. Sowohl dieses als auch das zweite Kinderhospital in Frankfurt wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das heutige Clementine Kinderhospital in der Nähe des Frankfurter Zoos wurde mit Hilfe von zwei Stiftungen wieder aufgebaut.

Heute gibt es dort fünf Behandlungsräume in der zentralen Notfallambulanz und vier Stationen mit insgesamt 79 Betten. In den Zweibettzimmern der kranken Kinder gibt es Dusche, Toilette, Nachtschrank, Steckdosen für Geräte, Sauerstoff – und Druckluftanschluss, Klingel, um die Schwester zu rufen, Tische und Stühle.

Kommt ein neuer Patient in die Klinik müssen zunächst Herzschlag, Fieber und Blutdruck überprüft werden. Schwester Conni zeigt, wie das funktioniert: Bei Wehabit wird die Blutdruckmanschette, auch Schwimmflügel genannt, angelegt, bei Muhammad wird der Puls mit dem „Krokodil“ gemessen und bei Ilias, Daniela, Mohamed und Emily ein Ultraschallbild erstellt. Die lustigen Namen ließen sich die Pflegerinnen und Pfleger einfallen, damit die kleinen Patienten keine Angst davor haben.

Die Kinder werden vom kleinsten Säugling bis zum 18. Lebensjahr im Kinderkrankenhaus aufgenommen. Kleine Patienten aus allen Ländern werden hier behandelt. Sie kommen oft mit schweren Infektionen, aber auch seelischen Störungen, körperlichen oder geistigen Behinderungen oder zur Reha. Operiert werden Kinder hier nicht.

Eltern können rund um die Uhr bei ihren kranken Kindern sein. Sind sie jedoch einmal verhindert, kümmern sich liebevoll ehrenamtliche Helfer von AKIK (Aktionskomitee Kind im Krankenhaus e.V.) um sie. Außerdem kommen zweimal pro Woche die beiden Clowns Dr. Fidibus und Dr. Rundkragen, um die Kinder aufzuheitern.

Damit die kleinen Patienten bestens versorgt werden können, braucht es Spezialisten: Dr. med. Susanne Aumeier ist eine von Ihnen. Sie arbeitet bereits seit zehn Jahren als Ärztin im Clementine Kinderhospital. Bereits als Kind war es ihr Traum, diesen Beruf auszuüben. Zunächst machte sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und arbeitete eine Zeit lang in diesem Beruf. Anschließend studierte Aumeier sechs Jahre Humanmedizin (Menschenmedizin). Danach folgte eine sechsjährige Ausbildung zur Kinderärztin im Krankenhaus. Zum Abschluss ihrer Weiterbildung spezialisierte sie sich vier Jahre lang als Kinderherzärztin. „Mir macht meine Arbeit viel Spaß“, sagt Aumeier. Zurzeit arbeitet sie fünf Stunden täglich in der Tagesklinik bei den chronisch kranken Kindern. Anschließend fährt sie zu ihren eigenen Kindern, um mit ihnen den restlichen Tag zu verbringen.

Muhammad Abu Shaqra, Chantal Andemicael, Luca-Mario Centorbi, Ceyda Cihaner Ceyda, Emily Hirsch, Daria Hussaini, Leon Kromer, Ilias Nia, Wehabit Ogbamichael, Fabian Paul Luca, Daniela Ragipowa, Phil Richter, Khalid Roble, Sabina Shir, Alsevin Sil, Adonay Tekle, Yalcin Selin, Mohamed Yossif von der der Klasse 4c der Minna-Specht-Schule, Schwanheim

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