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Häfen am Main: Wie entwickelt sich eigentlich der Schifffahrtsverkehr in Frankfurt?

Die Schifffahrt und damit die Häfen bleiben in Zukunft ein wichtiges Verkehrsmittel für den Gütertransport. Auch wenn sich einiges ändern könnte.Die Hafenanlieger sollten aber auf die Unterstützung der Stadt zählen können.
Containerladungen werden für die Häfen immer wichtiger. Dafür soll sogar der Main vertieft werden. Containerladungen werden für die Häfen immer wichtiger. Dafür soll sogar der Main vertieft werden.
Frankfurt. 

Für die Mitglieder der Gemeinschaft Frankfurter Hafenanlieger (GFH) hat das Thema Verkehr immer eine besonders große Bedeutung, da sie nicht zuletzt davon leben, dass ihre Lastwagen möglichst zügig zu den Kunden und wieder zurückkommen können. Umso mehr stört es sie, wenn der Verkehrsfluss rund um den Osthafen etwa durch Bauarbeiten behindert ist.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) erinnerte gestern beim Hafengespräch daran, dass schon Friedrich Stolze darauf verwiesen hatte, dass „Frankfurt in der Mitte liegt und jeder durch muss“. An dieser Tatsache habe sich seit Stoltze auch nichts geändert, was für die Geschäfte gut sei, aber auch gelegentlich zu Schwierigkeiten führe. Als Beispiel nannte er die seit mehr als 30 Jahren andauernde Diskussion über den Riederwaldtunnel.

Neuer Nahverkehrsplan

Oesterling kündigte an, dass der gesamte Nahverkehrsplan Frankfurts angesichts der rasanten Bevölkerungsentwicklung überarbeitet werden müsse. Er unterstrich, dass die beiden Frankfurter Häfen, der Osthafen und der Gutleuthafen, dabei in ihrer Existenz nicht bedroht seien. Dies sei schon im Koalitionsvertrag festgelegt worden.

Ein wichtiger Punkt für die Hafenanlieger sei die Verlängerung der Ferdinand-Happ-Straße, betonte GFH-Vorsitzender Christian Eichmeier. Oesterling konnte allerdings noch nichts Konkretes sagen: „Es muss noch geklärt werden, ob eine Überquerung auf einem Niveau mit einer Schranke möglich ist oder ob wir eine Brücke bauen müssen.“

Mit großem Interesse wurde auch nach der beabsichtigten Probesperrung des Mainufers gefragt. „Es ist doch schon heute 30 Tage im Jahr für Veranstaltungen wie das Mainuferfest gesperrt“, wies der Verkehrsdezernent auf die aktuelle Situation hin. Im Übrigen stünde dieser Testlauf „erst im Jahr 2018, vielleicht auch erst 2019“ an, beruhigte er. Für die Reederei Nauheimer werde laut Oesterling bei einer Sperrung auf jeden Fall dafür gesorgt, dass die An- und Ablieferungen ebenso wie die Zufahrten für die Omnibusse erhalten blieben.

Main vertiefen

Einen Blick in die Zukunft richtete Christian Langhagen-Rohrbach, Referatsleiter Mobilität, Logistik und Binnenschifffahrt im Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr. Der Warenverkehr habe sich geändert, da die früheren Frachtgüter, die mit den Flussschiffen transportiert wurden, wie Kohle, Erdöl oder Erdgas, heute nicht mehr auf dem Wasser kämen. „Container haben zwar ein geringeres Gewicht, mit ihnen werden dafür aber wertvollere Güter transportiert“, erläuterte er. Für die drei wichtigen Häfen Hessens, den Frankfurter Osthafen, den Hafen Höchst und den Hafen Gernsheim, kündigte er an, dass immer größere Schiffe auch für die Flüsse konzipiert würden. Deshalb werde geplant den Rhein, aber später auch den Main an den vorhandenen Engstellen zu vertiefen, damit diese neuen Schiffe auch zehn Prozent mehr Ladung aufnehmen könnten.

Mit Henning Franke von der FLB Lieferbeton GmbH & Co KG haben die Frankfurter Hafenanlieger auch einen neuen Vorstand gewählt, der zukünftig gemeinsam mit den wiedergewählten Vorständen Lars Purkarthofer (UPS Deutschland) und dem Vorsitzenden Christian Eichmeier (Contargo Rhein-Main) die Interessen der Unternehmen gegenüber Politik und Öffentlichkeit vertreten wird.

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