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Welt-Frühgeborenen-Tag: Wie sich ein Verein seit 25 Jahren für Frühgeborene einsetzt

Von Frühchen haben einen holprigen Start ins Leben. Der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ macht sich seit 25 Jahren stark für die kleinen Patienten und ihre besonderen Bedürfnisse.
Der Thriller-Autor Sebastian Fitzek ist seit 2012 Botschafter für den Bundesverband „Das frühgeborene Kind“. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Der Thriller-Autor Sebastian Fitzek ist seit 2012 Botschafter für den Bundesverband „Das frühgeborene Kind“.
Frankfurt. 

Seit 2012 ist der Thriller-Autor Sebastian Fitzek Botschafter des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“. Sein jüngster Sohn kam zu früh auf die Welt, der Schriftsteller kennt die Ängste und Herausforderungen, die damit für Eltern zusammenhängen und weiß, wie wichtig die medizinische Versorgung der Frühgeborenen vom ersten Augenblick an ist. Wann immer er kann, setzt er sich dafür ein, das Bewusstsein für das Thema in der Öffentlichkeit zu stärken.

Heute zum Welt-Frühgeborenen-Tag ist er gemeinsam mit der Verbandsvorsitzenden Barbara Mitschdörfer in Passau in der Kinderklinik Dritter Orden und hält dort eine Benefiz-Lesung. Der 1992 gegründete Verein, der seinen Sitz in der Darmstädter Landstraße 213 in Sachsenhausen hat, engagiert sich seit 25 Jahren für Frühgeborene, deren Start ins Leben so holprig verläuft. Und er steht den Eltern beratend zur Seite, die mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert werden. Außerdem initiiert der als Verein ausgestaltete Bundesverband eigene Projekte, in denen Frühgeborene und ihre Familien im Mittelpunkt stehen. Zudem vertritt er die Interessen der jungen Patienten gegenüber Politik und Krankenkassen.

80 Initiativen

Mit seinem deutschlandweiten Netzwerk an derzeit 80 Selbsthilfe-Initiativen und Beratungsstellen für Frühchenfamilien, ist er eine zentrale Kontakt- und Vermittlungsstelle für Angehörige, die Hilfe und Informationen benötigen.

In seinen Räumen in Sachsenhausen möchte der Bundesverband demnächst eine Gesprächsgruppe anbieten, in der betroffene Eltern ins Gespräch kommen und sich austauschen können. „In Frankfurt gibt es schon eine Gesprächsgruppe im Familiengesundheitszentrum in der Günthersburgallee 14 H, die von einer Kinderkrankenschwester geleitet wird“, sagt Mitschdörfer.

Die Vorsitzende des Bundesverbandes ist selbst Mutter eines ehemaligen Frühchens. Dass ihr Sohn, der heute 26 Jahre alt ist, einst weit vor dem eigentlich errechneten Geburtstermin auf die Welt kam, sei für sie damals unerwartet gewesen. „Auf diese Situation ist niemand vorbereitet“, erzählt sie.

Gute Entwicklung

„Das Schlimmste damals für mich war, dass mein Kind in eine andere Klinik gebracht wurde.“ Eine Woche lang habe sie ihren Sohn nicht sehen können. Dies sei für sie Anlass gewesen, den Bundesverband mit zu begründen und sich dafür einzusetzen, dass sich die Situation verbessert und werdende Mütter, bei denen sich eine Frühgeburt ankündigt, sofort in die darauf spezialisierten Kliniken gebracht würden. „Seit den Anfängen unserer Arbeit hat sich vieles zum Positiven verändert“, beschreibt Mitschdörfer die Situation.

Doch es gebe auch weiterhin noch viel zu tun. Das neueste Projekt des Bundesverbandes heißt „Neo(t)räume“. Es lenkt den Blick auf die optimale intensivmedizinische Versorgung von zu früh oder krank geborenen Kindern. Früher sei der Aufenthalt von Eltern auf der Frühgeborenenstation nur zu bestimmten Besuchszeiten möglich gewesen. Das habe sich geändert, die Eltern würden mehr mit in die Betreuung und Pflege ihrer Kinder einbezogen. Dafür müsse es genügend Raum für Behandlung, Aufenthalt und Rückzug geben. Das Projekt stellt Raumkonzepte und deren Ausstattung in den Fokus.

Verein und Projekte

Informationen zu den Projekten gibt es unter www.fruehgeborene.de.

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