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Stadtteil Preungesheim: Willkommen im Bürgertreff

Von Seit einem Jahr plant der „Bürgertreff“ Aktionen für die Karl-Kirchner-Siedlung und Preungesheim. Als nächstes sind eine Stadtteilrallye und ein Blumenmarkt geplant.
Sie laden ihre Nachbarn zum Mitmachen im Preungesheimer Bürgertreff ein: Wera Eiselt (von links), Hermann Trautmann, Jana Hinz, Rudolf Kuger, Helmut Schmitt, Diana Fischer samt Tochter Rebecca, Alejandro und Peter Mathea. Foto: Holger Menzel Sie laden ihre Nachbarn zum Mitmachen im Preungesheimer Bürgertreff ein: Wera Eiselt (von links), Hermann Trautmann, Jana Hinz, Rudolf Kuger, Helmut Schmitt, Diana Fischer samt Tochter Rebecca, Alejandro und Peter Mathea.
Preungesheim. 

Wie genau sie sich zusammenfanden, weiß keiner mehr so genau. Helmut Schmidt, früherer Leiter des Wochenmarkts, und Herrmann Trautmann waren „als erste hier, oder?“, fragt Quartiersmanagerin Angela Freiberg in die Runde. Ganz sicher ist sie nicht, auch wenn der Preungesheimer „Bürgertreff“ bei ihr in der Wegscheidestraße 32 a, im Stadtteilkiosk des Programms „Aktive Nachbarschaft“, daheim ist. „Bei der Eröffnung habe ich Angela gefragt: Ich würde gerne das und das machen – darf ich?“, erinnert sich Sozialbezirksvorsteherin Wera Eiselt.

Nach einem Jahr zieht die Gruppe, die sich ganz zwanglos montags ab 16 Uhr trifft und ehrenamtlich neue Aktionen plant, nun Bilanz. Sie fingen klein an, mit einer Müllsammel-Aktion im Sommer 2014. Das erste große Fest feierten sie an Halloween. „Schon im Sommer haben Schüler zahlreiche Stationen für den Parcours gebaut. Die Carlo-Mierendorff-Schule (CMS) macht mit, die Kita 66 bot Kinderschminken an, im Jugendclub organisierten Eltern ein Buffet und eine Grusel-Disco – der Parcours wurde immer größer“, sagt Helmut Schmitt.

Ungezwungen geht es zu in der losen Gruppe. „Ich wollte nur etwas wissen und wurde gleich eingespannt“, sagt Jana Hinze. Ob Nikolaus in der Karl-Kirchner-Siedlung oder Fastnacht in der Cafeteria der CMS – Anlässe für Aktionen im Stadtteil findet die Bürgertreff-Truppe immer. „Zurzeit planen wir einen Blumenmarkt“, sagt Trautmann und zeigt seinen Entwurf für die Plakate. „Grau raus, Farbe rein“ ist das Motto am Freitag, 12. Juni, von 10 bis 14 Uhr.

 

Handzettel verteilen

 

Dann wollen sie auch einen Wettbewerb veranstalten und den schönsten Blumenschmuck am Balkon prämieren. Der neunjährige Alejandro, das jüngste Mitglied des Bürgertreffs, freut sich schon darauf, die Handzettel in die Briefkästen zu werfen.

In Arbeit ist außerdem das Quiz „Lerne Deinen Stadtteil kennen“, das noch im Frühjahr mit zehn Fragen für Kinder und Erwachsene starten soll. „Um die zu lösen, muss man den Stadtteil erkunden“, sagt Diana Fischer, die das Internet-Portal www.frankfurter-bogen.net betreibt. Und wenn der BMX-Parcours am Alfred-Marchand-Haus der Awo fertig ist, wollen sie einmal pro Woche für die Jugendliche eine Fahrradwerkstatt anbieten, so Schmitt.

„Inzwischen wissen die Leute, dass wir uns engagieren, und sprechen uns an“, sagt Diana Fischer. Einige wollen selbst im Nachbarschaftsbüro etwas anbieten, wie jene junge Frau die Englisch-Kurse abhalten will. Oder sie wollen sich für die Flüchtlinge in der benachbarten Container-Unterkunft einsetzen, erzählt Rudolf Kuger, der auch Ansprechpartner jener Gruppe ist, die sich für die Flüchtlinge einsetzt.

 

Die gute Seele

 

Der Bürgertreff plant und organisiert nicht nur Aktionen im Stadtteil: Die kleine Gruppe ist längst die „gute Seele“ des Nachbarschaftsbüros. „Sie haben ein paar Möbel gekauft, um meine provisorischen Konstruktionen zu ersetzen“, sagt Freiberg und zeigt auf die gestapelten Wasserkisten, die ihr noch als Regal dienen. Und Hermann Trautmann will endlich die Jalousien richtig anbringen.

Weil sie auch das wöchentliche Programm im Stadtteilkiosk kennen, seien die Bürgertreff-Mitglieder auch gute Multiplikatoren für die Arbeit des Nachbarschaftsbüros, sagt Fischer. Sie betreut auch die Facebook-Seite „Schaufenster Preungesheim“ des Nachbarschaftsbüros, auf der sie ständig über neue Aktionen informiert.

Nicht immer wird bei ihren Treffen etwas geplant, sagt Eiselt. „Manchmal unterhalten wir uns einfach, spinnen neue Ideen was man so machen könnte.“ Als feste Gruppe verstehen sie sich nicht, jeder ist mit seinen Ideen für ein besseres Miteinander willkommen.

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