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Kultur: Wird das "Caricatura" zum Geburtstag endlich unabhängig?

Das Caricatura Museum will nicht länger ein Anhängsel des Historischen Museums sein. CDU, SPD und Grüne scheinen der Idee eines unabhängigen Museums für Komische Kunst nicht abgeneigt. Zumindest wollen sie die Kosten ermitteln lassen.
Noch gehört das Caricatura am Weckmarkt zum Historischen Museum. Doch es wäre gerne unabhängig. . . Foto: Martin Weis Noch gehört das Caricatura am Weckmarkt zum Historischen Museum. Doch es wäre gerne unabhängig. . .
Frankfurt. 

Die jüngsten Besucherzahlen sprechen fürs Caricatura: Im vergangenen Jahr kamen beinahe 60 000 Besucher in das Museum für Komische Kunst. Die aktuelle Schau „Otto – Die Ausstellung“ lockte seit ihrer Eröffnung im April bereits deutlich mehr als 15 000 Besucher.

Eigene Mittel anwerben

Angesichts dieser Zahlen brauche das Caricatura, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, den Raum und die Möglichkeit, sich zusätzlich zur städtischen Förderung weitere Ressourcen zu erschließen, erklärt dazu die Römerkoalition aus CDU, SPD und Grünen in einem gemeinsamen Antrag. Sie will deshalb prüfen lassen, welche finanziellen Folgen eine Eigenständigkeit des Caricatura für die Stadt mit sich brächte und mit welchen Einsparungen beim Historischen Museum zu rechnen wäre. Und, solange das Caricatura noch zum Historischen Museum gehört, solle es im städtischen Haushalt als Unterabteilung des Historischen Museums geführt werden, damit Erträge und Kosten klar erkennbar seien, regt die Koalition an. „Eine Eigenständigkeit würde die Sichtbarkeit des Caricatura Museums für externe Förderer erhöhen und somit mehr Möglichkeiten eröffnen, neben der Dauerausstellung mit Arbeiten von Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, Hans Traxler, F. K. Waechter, F. W. Bernstein und all den anderen Galionsfiguren der Neuen Frankfurter Schule, auch aktuelle Künstlerinnen und Künstler auszustellen,“ begründen CDU, SPD und Grüne ihren Antrag.

Satire braucht ihren Platz

In einer Zeit, in der die Krise der Printmedien weiter vorangehe und der damit einhergehende Sparzwang nicht zuletzt die ohnehin schlecht bezahlten Zeichner treffe, brauche Satire einen Platz, der ihrer Bedeutung angemessen sei. „Der Wunsch des Caricatura Museums nach mehr Eigenständigkeit ist nachvollziehbar, weshalb die Umsetzbarkeit eines solchen Vorhabens geprüft werden sollte. (stef)

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