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Fotoausstellung: Wo der Elefant die Arbeit erledigt

Von Fast alle Länder der Welt hat Karl-Heinz Diehl bereits bereist. Unter anderem war er drei Mal in Indien unterwegs. Die faszinierenden Bilder, die dabei entstanden, zeigt er nun in Harheim.
Tierischer Gegenverkehr: Noch immer werden in Indien Elefanten zum Lastentransport eingesetzt. Tierischer Gegenverkehr: Noch immer werden in Indien Elefanten zum Lastentransport eingesetzt.
Harheim / Berkersheim. 

Nirgendwo auf der Welt, sagt Karl-Heinz Diehl, seien die Gegensätze so groß wie in Indien. Moderne Hochhäuser und Reichtum auf der einen Seite, Armut auf der anderen. „Drei Mal waren ich und meine Lebensgefährtin bereits in Indien unterwegs. Beim letzten Besuch sind wir die meiste Zeit mit dem Auto gereist“, erinnert sich Diehl. Das Leben auf dem Land rechts und links der Straße, in den Dörfern sei mit am beeindruckendsten gewesen auf dieser Reise. „Und wir hatten das große Glück, zwei Hochzeiten miterleben zu dürfen.“

Rund 500 Fotos

Rund 500 Fotografien hat der in Berkersheim geborene Weltenbummler Diehl aus Indien mitgebracht. Am Freitag, 20. Oktober, zeigt er einige davon im Bürgerhaus Harheim und erzählt, was er unterwegs erlebt hat.

Vor allem aber habe er vieles gelernt über Kultur und Sitten des Subkontinents. „Etwa dass die Inder oft noch mit den Fingern essen. Dabei benutzen sie nur die rechte Hand.“ Oft essen sie traditionell nicht am Tisch, sondern auf dem Boden kniend. „Bei einer Hochzeit in einem Dorf saßen die Männer auf einfachen Palmenmatten. Die Füße verstecken sie dabei unter dem Körper. Denn es gilt als unhöflich, seinem Gegenüber die Füße entgegen zu strecken.“ Ein wenig habe ihn das an seine Reisen nach Zentralasien, etwa Usbekistan, erinnert. „Dort sitzen die Menschen beim Essen oft auf Bettgestellen, auf die sie einen kleinen Tisch stellen. So verbringen sie ganze Abende.“

Mit dem Auto quer durch Indien zu fahren, sei spannend gewesen. „In vielen anderen Ländern haben wir uns einfach einen Mietwagen genommen, nicht aber in Indien. Dort hatten wir – gebucht über ein Reisebüro in Frankfurt – einen Fahrer.“ Denn die Straßen in Indien seien schlecht, selbst zu fahren sei zu gefährlich. „Wir haben viele schwere Unfälle gesehen, während wir unterwegs waren.“

„Überall war es schön“

Diehl hat in den vergangenen Jahren viele Länder bereist, war in Afrika, Südostasien und Lateinamerika, besuchte per Schiff die Antarktis und fuhr mit Hundeschlitten durch die Arktis. „Schön war es überall, und vor allem: Die Menschen waren stets sehr freundlich.“ So sei es auch in Indien gewesen. „Und das, obwohl ich ja immer mit meiner Kamera herumlaufe und sofort als Tourist erkennbar bin.“

Auch landschaftlich habe ihn Indien fasziniert, sagt Diehl. „Dieses große Land mit seinen vielen unterschiedlichen Regionen ist spektakulär.“ Die Vielfalt reiche von subtropischen Gebieten über große Wüsten bis hin zu den Ausläufern des Himalaya. „Das Himalaya-Gebirge, an dessen Hängen der feine Darjeeling-Tee geerntet wird, wächst ja immer noch weiter. Von seinen 14 Achttausendern befindet sich der dritthöchste, der 8590 Meter hohe Kanchenjunga, in Indien.“ Faszinierend seien auch die 5000 kilometerlangen Lagunen im Süden des Subkontinents, die man mit Hausbooten tagelang durchfahren könne. „Bezaubernd ist auch das bunte Rajasthan mit seiner Jahrtausende alten Kultur.“

“Faszination Indien“

heißt der Vortrag von Karl-Heinz Diehl. Er beginnt am Freitag, 20. Oktober, um 20 Uhr im Bürgerhaus Harheim, In den Schafgärten 21. Der Eintritt kostet 8 Euro.

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