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Förderprogramm: Zehn Millionen Euro für ein schöneres Höchst

Von Wer durch Höchst läuft, soll zukünftig nicht vor leeren Schaufenstern stehen. Mit insgesamt zehn Millionen Euro will die Stadt deshalb Geschäftsinhaber unterstützen, die sich zum Ortsteil bekennen, indem sie ihre Läden sanieren und ausbauen.
Leerstand in der Höchster Innenstadt, etwa hier in der Königsteiner Straße, soll verhindert werden. Leerstand in der Höchster Innenstadt, etwa hier in der Königsteiner Straße, soll verhindert werden.
Frankfurt. 

Die Geschäfte in der Innenstadt von Höchst sollen attraktiver werden. Das ist das Ziel eines überarbeiteten Förderprogramms, welches das Planungsamt gestern im Bauausschuss auf den Weg gebracht hat. Bis 2022 hat die Behörde insgesamt zehn Millionen Euro für Einzelhändler bereitgestellt, die ihre Läden modernisieren oder sanieren wollen. Die Stadt hofft so, Leerstand zu verhindern und das Image des Stadtteils zu verbessern.

Bereits seit 2006 bezuschusst Frankfurt Projekte, die den Bereich zwischen Leunastraße, Ludwig-Scriba-Straße, Bolongarostraße und Main als Wohnstandort aufwerten. Dieses „Förderprogramm Innenstadt Höchst“ sei sehr erfolgreich gewesen, wie das Planungsamt den Stadtverordneten berichtete. Insgesamt 252 Modernisierungen seien demnach bis Ende 2016 vorgenommen worden. Das Programm soll zwar fortdauern, sich aber nun auf Geschäftsflächen konzentrieren. Die exklusive Wohnraumförderung für die Höchster Innenstadt wäre damit vorerst beendet.

Fassaden sanieren

Stattdessen dürften sich bald Ladeninhaber und Immobilienbesitzer über das Geld der Stadt freuen. Je nach Qualität und Umfang der Umbaumaßnahmen an ihren Geschäften bekämen sie zukünftig bis zu 30 Prozent der Kosten aus den Fördertöpfen erstattet. Denkbar sei laut Planungsamt ein breites Spektrum an Maßnahmen.

Die Gewerbetreibenden müssen jedoch mindestes 5000 Euro investiere und ihre Geschäfte müssen im Erdgeschoss liegen. Die Stadt will Anreiz schaffen, das Stadtbild zu verschönern, beispielsweise durch die Sanierung der Fassaden.

Zusätzliches Geld gibt es, wenn an den Läden barrierefreie Eingänge gebaut werden oder die sanierten Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Nicht gefördert werden Umbauten an Lagerräumen, die Umwandlung von Wohnraum zu Gewerbefläche oder Investitionen in Spielhallen oder Sexshops. Das Programm fördert außerdem das Engagement im öffentlichen Raum – etwa, wenn Blumenkübel oder Bänke aufgestellt werden.

Auch gemeinschaftliche Aktivitäten, die das Geschäftsumfeld attraktiver machen, beispielsweise Straßenfeste, würden unterstützt. Alle Fördermittel sind bereits im Haushaltsplan veranschlagt. Nun sollen die Stadtverordneten abstimmen.

Ausschuss ist angetan

Das Planungsamt darf sich für die Beschlussvorlage gute Chancen ausrechnen. Über alle Parteien hinweg fand die Initiative im Bauausschuss weitgehend Anklang. Sieghard Pawlik (SPD) sprach von einer nachhaltigen Chance für den Stadtteil, wenn man Geschäftsinhaber, Hauseigentümer und Vertreter der Stadt zusammenbringe.

Bei den Grünen hieß es, die Altstadt erführe endlich die nötige Wertschätzung. Christiane Loizides (CDU) merkte an, Maßnahmen zum Denkmalschutz könnten auch den touristischen Wert Höchsts aufbessern. Nur aus Reihen der Linek kam der Hinweis, die Modernisierung dürfe nicht dazu führen, dass alteingesessene Mieter verdrängt würden.

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