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Markt aller Möglichkeiten: Zeigen, was möglich ist: Fachoberschule geht neue Wege

Die Philipp-Holzmann-Schule wagte erstmalig an ihrem Informationstag ein neues Konzept. In Form eines ,,Marktes der Möglichkeiten“ wurden die zwei Fachrichtungen der Fachoberschule vorgestellt.
<span></span> Foto: Rainer Rueffer
Nordend. 

Die Aula der Philipp-Holzmann-Schule sieht an diesem Vormittag anders aus als gewöhnlich. So hat sich ein Teil des Raumes etwa in ein Labor verwandelt. An den Tischen bereitet Agrarwirtschaftslehrerin Carola Busemann mit einigen Schülern die Mikroskope vor, die Bestandteil des Informationstages der Fachoberschule sind.

Dieser wird regelmäßig für die beiden Fachrichtungen Agrarwirtschaft und Bautechnik angeboten. In diesem Jahr wagen Busemann und ihr Kollege Jens Koch, der Abteilungsleiter der Fachoberschule und zugleich Bautechniklehrer ist, ein neues Konzept. ,,Wir haben erstmalig einen Markt der Möglichkeiten als Informationsveranstaltung organisiert“, erklären sie. Unter einem Markt der Möglichkeiten versteht man eine Projektarbeit, deren Ergebnisse nach Abschluss in einem Raum ausgestellt werden. ,,Unsere Schüler haben im Rahmen des Faches Projektplanung Plakate und Infostände über unsere Arbeit an der Schule und die verschiedenen Unterrichtsthemen erstellt“, sagt Busemann.

Eindruck gewinnen

Einen Informationstag habe es zwar die Jahre davor in Form von Vorträgen schon gegeben – ein Aspekt bewegte Busemann und Koch allerdings zum Umdenken. ,,Vor allem von Agrarwirtschaft haben viele Interessenten einen falsches Bild“, sagen sie. Die meisten hätten bei diesem Fach lediglich die Landwirtschaft im Kopf. ,,Dabei ist das tatsächlich nur eines von vielen Themen, die behandelt werden.“ Die Schwerpunkte im Bereich Agrarwirtschaft seien Ökologie und Umweltschutz. ,,Sogar das Thema Weinanbau haben wir uns im Unterricht schon angesehen“, sagt Busemann. Um das breitgefächerte Fach in seinem Wesen darzustellen sei der Markt der Möglichkeiten eine gute Methode.

Das Problem, dass ein Fach nicht richtig verstanden wird, hat Jens Koch bei der Bautechnik nicht. ,,Deswegen liegt der Schwerpunkt des Infotages tatsächlich auf der Agrarwirtschaft“, sagt er. Ihm gehe es vielmehr darum, die Vorzüge einer Fachoberschule sowie die verschiedenen Formen der Lehrgänge vorzustellen. ,,Für jede Fachrichtung gibt es die Form A und die Form B.“

Die Form A, die die meisten der insgesamt 300 Schüler belegten, umfasse eine zweijährige Ausbildung. ,,Diese beiden Jahre stellen im Grunde die 11. und 12. Klasse dar“, sagt Koch. Die Form B hingegen richte sich an junge Menschen, die bereits eine Berufsausbildung absolviert hätten. In diesem Fall dauere die Ausbildung nur ein Jahr. Die Besonderheit dabei ist, dass in der 12. Klasse die Schüler beider Formen zusammen lernen.

Ihr gemeinsames Ziel ist der Abschluss in Form der Fachhochschulreife, die zum Studium an Fachhochschulen sowie an vielen Universitäten in ganz Deutschland berechtigt. ,,Da gilt es die Interessenten genau zu beraten, was sie mit ihrer Ausbildung bei uns im späteren Leben anfangen können“, sind Busemann und Koch sich einig. Auch deshalb, weil nicht wenige Schüler am Gymnasium statt des Abiturs die Fachhochschulreife anstrebten.

Erfahrungsaustausch

Um dies zu gewährleisten, finden sich in der Aula der Schule neben den Informationsständen oder dem Labor auch eine Praktikumsbörse und eine Sitzecke, in der Schüler ihre Erfahrungen austauschen.

Dieses Angebot kommt sehr gut an. Eine halbe Stunde nach der Eröffnung ist die Aula gut gefüllt. Überall schauen sich Schüler neugierig um. Unter ihnen ist auch Gregor (17), der sich besonders für das Thema Bautechnik interessiert. ,,Mich reizt dabei besonders das Mathematische. Später möchte ich definitiv etwas in dieser Richtung studieren.“

Busemann und Koch ziehen derweil eine positive Bilanz des Infotages. ,,Wenn wir es schaffen bei so vielen Menschen Interesse zu wecken, ist schon viel gewonnen.“

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