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Eltern sehen Kinder von Verkehr gefährdet: Zur Sicherheit weit vorbeugen

Von Die Straße vor der Kita „Eddy’s Burg“ ist ein verkehrsberuhigter Bereich, Autos dürfen hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Doch viele halten sich daran ebenso wenig wie ans Parkverbot, weswegen es für Kinder immer wieder gefährlich wird. Eltern und Kita fordern: Die Stadt müsse endlich reagieren.
Parken darf man im Malvenweg nicht, und schneller als Schritttempo fahren auch nicht. Da beides immer wieder missachtet wird, müssen Marla (links) und Tara besonders aufmerksam sein. Bilder > Foto: Salome Roessler Parken darf man im Malvenweg nicht, und schneller als Schritttempo fahren auch nicht. Da beides immer wieder missachtet wird, müssen Marla (links) und Tara besonders aufmerksam sein.
Frankfurter Berg. 

Vor allem wenn vor dem Eingangstor Autos parken, kann es für die Kinder gefährlich werden, wenn sie aus der Kita „Eddy’s Burg“ auf den Malvenweg hinaus treten. Denn dann ist der Blick auf den vorbeifahrenden Verkehr eingeschränkt: Die Kinder müssen sich konzentrieren, dürfen nicht abgelenkt sein und müssen sich weit vorbeugen, um etwas sehen zu können. Nicht allzu lange ist es her, dass eine Dreijährige beim Verlassen der Kita fast überfahren worden wäre, erzählt Kita-Leiter Peter Krah. Kita und die Eltern fordern die Stadt auf, endlich einzugreifen.

Zwar ist der Malvenweg auf diesem Abschnitt ein verkehrsberuhigter Bereich, darf hier nur Schrittgeschwindigkeit gefahren und nicht geparkt werden. Doch beides werde immer wieder missachtet. Oft werde auf dem kurzen Abschnitt vor der Kita geparkt, manchmal sogar direkt vor dem Eingangstor, sagt Krah. „Wenn dann hier jemand vorbeirast, wird es eng und gefährlich.“ Vor allem wenn sich im Berufsverkehr die Autos an der Kreuzung zur Homburger Landstraße im Berkersheim Weg stauen, nutzten einige Autofahrer den Malvenweg als Abkürzung.

Brief an den OB

„Auf dem kurzen Stück direkt vor der Kita geben einige Autofahrer noch mal richtig Gas“, erklärt Krah. In einem Brief an diverse städtische Ämter, den Ortsbeirat und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) machen er und die Elternbeiräte mehrere Vorschläge, wie die Stadt die Verkehrssituation entschärfen könnte. Etwa indem der Malvenweg zur Einbahnstraße wird. So könnte er nicht mehr als Abkürzung genutzt werden. Die Zahl der Fahrzeuge würde sinken. „Der finanzielle Aufwand erscheint sehr gering, da lediglich eine zusätzliche Beschilderung notwendig wäre“, heißt es in dem Brief.

Eine zweite Möglichkeit sei eine Aufpflasterung der Straße vor dem Eingang zu „Eddy’s Burg“. Dies könnte „Fahrzeugführer davon abhalten, die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit zumindest im direkten Bereich vor der Kindertagesstätte zu überschreiten“. Hierbei wäre der Malvenweg weiterhin in beiden Richtungen befahrbar – was für die Anwohner, deren Parkplatzzufahrt direkt gegenüber des Kita-Eingangs liegt, ein Vorteil wäre. „Optimal wäre es, wenn beide Maßnahmen kombiniert würden.“

Auch Eltern parken falsch

Leider seien unter den Falschparkern vor der Kita auch Eltern der eigenen Kinder, sagt Krah. „Dabei wohnen die meisten Kinder im Umkreis von 200, 250 Metern.“ Die Kita bemühe sich bereits, die Eltern zu sensibilisieren und auf die Gefahren für die Kinder hinzuweisen – etwa durch ein großes Plakat auf der Kita-Tür mit dem Hinweis, dass das Parken hier nicht erlaubt ist.

Dadurch, dass immer mehr Eltern den Hinweis beachten, habe sich die Situation bereits verbessert, sagt Krah. Aber im Malvenweg parken auch Anwohner, die auf ihrem Grundstück zu wenig Platz für ihre Autos haben. Deshalb müsse die Stadt sich eine Lösung einfallen lassen. Um verstärkte Kontrollen habe er die Stadt bereits gebeten, aber ohne Erfolg: Die wenigen Mitarbeiter würden anderswo gebraucht, so der Hinweis der Stadtpolizei, sagt Krah. Ob und wie die Stadt den Malvenweg für die Kinder sicherer mache, wollte Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamts, nicht sagen: Ihren Brief habe die Kita ja auch an den Oberbürgermeister geschickt – und dessen Reaktion wolle er nicht vorgreifen.

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