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Zwei Kitas, ein Konzept

Gestern wurde das neue Kinder- und Familienzentrum Preungesheim offiziell eingeweiht. Es ist das elfte in Frankfurt und soll Anlaufstelle nicht nur für Kinder, sondern für den ganzen Stadtteil sein.
Zur Einweihung des neuen Kinder- und Familienzentrums bringen die Kinder der beiden Kitas ihren Gästen ein Ständchen. 
Foto: Roessler Zur Einweihung des neuen Kinder- und Familienzentrums bringen die Kinder der beiden Kitas ihren Gästen ein Ständchen. Foto: Roessler
Preungesheim. 

Seit einigen Jahren arbeiten die Mitarbeiter des Alfred-Marchand-Hauses der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und des benachbarten städtischen Kinderzentrums Jaspertstraße bereits zusammen, nun wurde die Kooperation unter dem Dach des neuen Kinder- und Familienzentrums (Kifaz) Preungesheim auch offiziell. Gestern weihten Vertreter der Stadt, der Awo, von Vereinen und Initiativen des Stadtteils das neue Kifaz offiziell ein.

Zwei Kitas von zwei unterschiedlichen Trägern, die gemeinsam im neuen Kifaz arbeiten – kein alltägliches Unterfangen. „Für uns ist das auch ein bisschen ein Pilotprojekt. Und bisher sind die Erfahrungen sehr gut“, sagte Doris Santifaller, die pädagogische Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Kita Frankfurt.

Da passte es ja ganz gut, dass Jan Schneider (CDU) für die Stadt auf der Rednerliste bei der feierlichen Einweihung stand. Der wurde zwar als Vertreter des Schuldezernats vorgestellt, ist aber natürlich Reformdezernent der Stadt. „Frau Sorge würde es mir wohl übel nehmen, wenn ich das nicht richtigstellen würde. Aber da gibt es ja auch einige Schnittmengen“, sagte Schneider mit einem Augenzwinkern.

Kraftakt für die Stadt

Die Stadt habe in den vergangenen Jahren unter Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) und ihrer Amtsvorgängerin Jutta Ebeling (Grüne) viel geleistet beim Ausbau der Kinderbetreuung. „Das ist ein Kraftakt, auch für eine Stadt wie Frankfurt“, sagte Schneider. Manchmal reichten die Angebote der klassischen Kinderbetreuung allerdings einfach nicht aus. „Dann braucht man etwas mehr und muss neue Angebote schaffen.“ Die Stadt investiere im Jahr 2014 deshalb 1,35 Millionen Euro in die Arbeit der Kinder- und Familienzentren. „Gut angelegtes Geld“, befindet Schneider und ist sich mit Jürgen Richter, dem Geschäftsführer der Awo in Frankfurt, einig. „Wir haben in den vergangenen Jahren eine vorbildliche Entwicklung beim Thema Kinderbetreuung in der Stadt Frankfurt sehen können. Die Stadt setzt da einen besonderen Schwerpunkt und zwar nicht nur ideell, sondern auch finanziell.“

Mit einem Grundsatzbeschluss legte die Stadt bereits 1996 den Grundstein für den Aufbau eines inzwischen elf Häuser umfassenden Netzes von Kinder- und Familienzentren. „Das Ziel ist, auch Kindern, die vielleicht nicht die optimalen Startbedingungen haben, bestmögliche Bildungs- und Erziehungschancen zu ermöglichen und die Familien dabei einzubinden“, erklärt Schneider das Konzept der Häuser.

Häuser wachsen zusammen

So verstehen auch Stephanie Lopata-Ziegler und Iris Honikel ihre Arbeit. Lopata-Ziegler leitet die Kita an der Jaspertstraße, Honikel ist für die Arbeit im Alfred-Marchand-Haus zuständig. Und gemeinsam bilden sie das Führungsduo des neuen Kifaz. „Beide Häuser behalten ihre Identität, wachsen aber trotzdem immer enger zusammen“, erklärt Stephanie Lopata-Ziegler. Regelmäßig werde etwa ein gemeinsamer Konzeptionstag abgehalten. „Wir gucken, was bei den Kindern bereits entwickelt ist, und nutzen die Stärken als Ansatzpunkte“, erklärt Lopata-Ziegler das Konzept. Partner der Arbeit in der Einrichtung sind der Verein Internationales Familienzentrum und die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Preungesheim.

(göc)
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