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Sprengung AfE-Turm: Stille, Knall, Staub: Das Ende des Turms

Mit fünf Minuten Verspätung hat sich der Uni-Turm aus der Frankfurter Skyline verabschiedet. Die Sprengung ist planmäßig gelaufen und die Schaulustigen hatten ihren Spaß.
Und da ist er weg: Mit einer Sprengung wurde der AfE-Turm aus der Skyline Frankfurts radiert. Foto: Reuß Und da ist er weg: Mit einer Sprengung wurde der AfE-Turm aus der Skyline Frankfurts radiert. Foto: Reuß
Frankfurt. 

Der AfE-Turm auf dem alten Uni-Gelände ist planmäßig gesprengt worden. Am Sonntag um 10.05 Uhr gab Sprengmeister Eduard Reisch das Signal, um die rund eine Tonne Sprengstoff explodieren zu lassen. Das 116 Meter hohe Gebäude sackte wie geplant zusammen, es gab eine riesige Staubwolke. Es blieb nur ein großer Trümmerhaufen zurück.
 

Bilderstrecke Der Turm fällt
In Scharen pilgerten Frankfurter und Spreng-Touristen in Richtung Senckenberganlage, um bei der Sprengung des AfE-Turms live dabei zu sein. Hautnah konnten sie das Erlebnis aber natürlich nicht erleben, da das Gebiet um den Koloss in einem Radius von 250 Metern abgesperrt war. Die Polizei meldet 30 000 "Sprenglustige". Fotos: Sven Sebastian SajakFür den Turm haben die letzten die Minuten geschlagen: Ein langes Hupsignal ertönt und...die Schaulustigen erstarren - die meisten in Fotografenpose und dem Smartphone in der Hand. Doch...



Wenige Minuten nach der kontrollierten Sprengung um kurz nach 10.00 Uhr gab Reisch wie geplant Entwarnung. «Es hat alles wie am Schnürchen geklappt», bestätigte der Einsatzleiter der Polizei Felix Paschek. Und: «Es hat ganz schön gerumst.» Lediglich in einem nahe gelegenen Hotel seien wohl drei Scheiben gesprungen.

Die Zuschauer in einer Entfernung von rund 250 Metern spürten zwei starke, böllerähnliche Schläge. Polizeipräsident Achim Thiel zeigte sich beeindruckt, wie schnell die Sprengung vorbei war. «Das war ein chirurgischer Feineingriff», sagte der Chef der städtischen ABG Holding, Frank Junker, dem Auftraggeber der Sprengung. «Es war Anspannung bis zum Schluss, aber es hat alles bestens geklappt.»



Eigens errichtete Erdwälle, mitgesprengte Wasserkanister sowie eine Wasserwand der Feuerwehr milderten die Folgen der Sprengung auf die umstehenden Häuser und Straßen ab. Zwei der 38 Stockwerke des Gebäudes waren eigens mit dickem Vlies verkleidet worden, um beim Einsturz keine Schäden zu verursachen. Die Polizei berichtete dennoch, dass einige Glasscherben umliegender Gebäude zerborsten seien. Straßen und Häuser sind von einer dicken Staubschicht überzogen.
 



Es wird noch mehrere Stunden dauern, bis die Sperrungen aufgehoben werden und auch die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Bockenheimer Warte wieder fährt. Zuvor muss der U-Bahn-Tunnel genau untersucht werden.
 
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(Günter Murr, Thomas Ewald)
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