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Blockupy: Der Tag danach: Am Tag nach Blockupy: Eine Stadt räumt auf

Auch am Tag danach sind die Geschehnisse rund um die Einweihung der neuen EZB das zentrale Thema in der Stadt. Wir haben die Einzelheiten gesammelt. Hier zum Nachlesen.
Die Aufräumarbeiten in Frankfurt gehen weiter. An der Ostendstraße werden die letzten Scherben zusammengekehrt. Foto: Chris Christes Die Aufräumarbeiten in Frankfurt gehen weiter. An der Ostendstraße werden die letzten Scherben zusammengekehrt.
Brennende Polizeiautos, Böller aus der Menge und Straßenschlachten noch vor 7 Uhr morgens. Die Blockupy-Demos am 18. März trafen die Stadt schlimmer als erwartet. Neben den friedlichen Großdemos durch die Stadt haben randalierende Aktivisten mancherorts ein Bild der Zerstörung hinterlassen. Auch am Tag danach sind die Geschehnisse rund um die Einweihung der neuen EZB das zentrale Thema in der Stadt.


Bilderstrecke Aufräumarbeiten am Tag danach: Die Spuren des Protests
Die Aufräumarbeiten in Frankfurt gehen weiter. An der Ostendstraße werden die letzten Scherben zusammengekehrt.Immer noch sind zahlreiche Polizisten in der Stadt unterwegs...... und vielerorts dabei die Sperrungen durch Stacheldraht aufzuheben.
Bilderstrecke Blockupy-Proteste: Schwere Krawalle in Frankfurt
Begleitet von beispielloser Gewalt ist am Mittwoch in Frankfurt der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) offiziell eröffnet worden.Der Verkehr rund um das streng abgeriegelte Gelände kam zum Erliegen, viele Geschäfte waren geschlossen. Bürgerkriegsähnliche Szenen spielten sich in der Stadt ab.Während in der EZB bei einer Feier in kleinem Rahmen Reden gehalten wurden, standen sich am Polizeizaun um die beiden EZB-Türme starke Polizeikräfte und Demonstranten der kapitalismuskritischen Blockupy-Bewegung gegenüber.


Mit unserem Liveticker informieren wir Sie weiterhin zu den Geschehnissen am Tag danach.


+++ 16.45 Uhr +++ Millionenschaden durch Ausschreitungen

 Am Tag danach wurde auf allen Seiten Bilanz gezogen, Zahlen präzisiert.  Polizeipräsident Gerhard Bereswill hat die Zahlen der Verletzten noch einmal nach oben korrigiert - auf insgesamt mehr als 350. Bereswill sprach von etwa 4000 Straftätern, die "hemmungslos agiert" hätten - wie seit Jahrzehnten nicht mehr in Frankfurt erlebt. Rund 150 Polizisten wurden verletzt, davon etwa 80 von einer unbekannten Flüssigkeit.

+++ 16.39 Uhr +++ Sparkasse war heute wieder geöffnet

Die Tür an der Frankfurter Sparkasse, Hanauer Landstraße 25, waren heute wieder geöffnet. Sämtliche Scheiben waren eingeschlagen worden. Am Morgen haben Handwerker provisorische Scheiben auf das beschädigte Sicherheitsglas geklebt, die Mitarbeiter sich vergewissert, dass in der Filiale alles in Ordnung ist, ehe sie die ersten Kunden hereinlassen.
 

+++ 16.26 Uhr +++ Verkehrsgesellschaft repariert Schäden

An der Straßenbahnstation Ostendstraße ersetzt Marc Röhrborn, Servicetechniker der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, an einem Fahrkartenautomaten ein Display. „Das alleine kostet bestimmt mehrere hundert Euro. Wie hoch die Schäden insgesamt sind, kann momentan noch niemand sagen.“


+++ 16.16 Uhr +++ Anwohner sind entsetzt über den Schaden

Ali Ensingen steht vor seinen roten Pflanzkübeln. Der Inhaber von Döner Fresh in der Hanauer Landstraße 72 hat sie noch am Mittwoch wieder eingesammelt, nachdem die Blockupy-Aktivisten sie für eine Barrikade auf der Straße verteilt hatten. „Die ganzen Pflanzen sind kaputt, und die Möbel, die ich außen aufgestellt hatte, auch. Der Schaden beträgt mindestens 1500 Euro.“
 

+++ 15.30 Uhr +++ Händler schimpfen über Demonstranten

Kristopher Kappel, Filialleiter bei Nahkauf in der Hanauer Landstraße 60, schimpft: „Das sind alles Verbrecher.“ Mehrere Scheiben waren bei ihm in der kleinen Filiale zu Bruch gegangen. Die Schäden hat er noch gestern an die Versicherung gemeldet. Seine Kunden schütteln noch immer den Kopf über die Geschehnisse des Vortages.
 

+++ 13.50 Uhr +++ Gemischte Bilanz der SPD-Fraktion

Die Frankfurter Sozialdemokraten haben eine gemischte Bilanz der Blockupy-Demonstrationen am vergangenen Mittwoch gezogen. „Die ganz überwiegende Zahl der Demonstranten hat in eindrucksvoller Weise auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht“, so der Unterbezirksvorsitzende der Frankfurter SPD, Mike Josef, und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer, Klaus Oesterling, in einer gemeinsamen Erklärung. „Das Demonstrationsrecht gehört zu den grundlegenden Rechten unserer Demokratie. Wir begrüßen, dass die große Mehrheit aller Demonstrationsteilnehmer in friedlicher Weise von diesem Recht Gebrauch und auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht haben“.

Kritisch äußert sich die Fraktion hingegen zu den randalierenden Aktivisten: „Die Gewalttäter haben der Bewegung mit ihrem Verhalten einen Bärendienst erwiesen“, so der Unterbezirksvorsitzende Mike Josef. „Jedem muss jetzt klar sein, dass es dieser Gruppe nicht um Argumente oder Politik gehe, sondern nur um Gewalt an sich. Besonders verwerflich ist, dass an diesem Morgen auch eine Flüchtlingsunterkunft angegriffen wurde. Während nach außen vorgegeben wird, die Interessen der Flüchtlinge seien ein Kernbestandteil des Protestes, geht man mit Steinwürfen gegen eine Flüchtlingsunterkunft vor“.



+++ 13.42 Uhr +++ Frankfurter Grüne: Demonstration ja, Gewalt nein

Die Vertreter der Grünen in Frankfurt haben sich in einer Pressemeldung zu den gestrigen Vorkommnissen geäußert. Die Partei zeigt sich schockiert über die Geschehnisse am gestrigen Tag und verurteilt die Gewalt, die am Morgen der Demonstration zu Tage getreten ist. In ihrer Meldung dankten die Grünen auch ausdrücklich den Polizisten, die den ganzen Tag im Einsatz waren:

"In der Vergangenheit haben wir die Polizei bei aus unserer Sicht unverhältnismäßigem Verhalten kritisiert. Im Vorfeld der EZB-Eröffnung haben wir uns auf allen politischen Ebenen dafür eingesetzt, dass die Polizei eine Deeskalationsstrategie entwickelt und umsetzt. Wir möchten den Einsatzkräften für ihren schwierigen Einsatz danken, sie haben professionell und umsichtig gehandelt. Sie haben einen großen Beitrag dazu geleistet, dass friedlich demonstriert werden konnte. Genauso danken wir der Feuerwehr und den Rettungsdiensten, die ebenfalls unter schwierigen Bedingungen im Einsatz waren, sowie den ehrenamtlichen Demonstrationsbeobachter."

+++ 13.18 Uhr +++ OB Feldmann: Danke an die friedlichen Demonstranten

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat die gewalttätigen Ausschreitungen bei der Blockupy-Demonstration in Frankfurt verurteilt. «Das passt nicht zu der Stadt. Ich war sehr wütend auf diese angereisten Chaoten, die Gewalt-Touristen die in unsere Stadt eingefallen sind, Autos angezündet und die Bevölkerung verschreckt haben», sagte Feldmann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist ein Imageschaden für die Stadt, aber auch für das Anliegen der friedlichen Kritiker der Finanzwirtschaft.»

Friedliche Internationalität zeichne Frankfurt aus. Die Stadt sei mit der Europäischen Zentralbank nach Brüssel und Straßburg dritte europäische Hauptstadt geworden. Feldmann bedankte sich bei den Polizisten und den friedlichen Demonstranten, «die am Abend endlich gezeigt haben, wie es eigentlich in dieser Stadt zugeht».


+++ 12.26 Uhr +++ 15 Werbeschilder allein heute

Einer unserer Reporter hat gerade mit Arbeitern gesprochen, die im Frankfurter Osten dabei sind, defekte Werbeschilder auszutauschen. Die Männer haben noch einiges an Arbeit vor sich. Allein heute müssen sie sich noch um 15 Schilder kümmern. Und nächste Woche geht es sicher ähnlich beschäftigt weiter.


+++ 12.12 Uhr +++ Anonymes Fax an Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach

Bild-Zoom
Auch die Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach verurteilt die Ausschreitungen, die es am Mittwoch in Frankfurt gegeben hat, aufs schärfste. Zusätzlich zu ihrer Pressemeldung schickte sie uns auch ein anonymes Fax, das ihr heute Morgen zugestellt wurde.
 

+++ 12.08 Uhr +++ CDU Kreisvorsitzender Becker: "Blockupy soll sich in Scham auflösen"

CDU Kreisvorsitzender und Kämmerer der Stadt Frankfurt, Uwe Becker, hat die Ausschreitungen bei den Blockupy-Demonstrationen heftig kritisiert:

"Man muss festhalten, dass schon die Botschaft von „Blockupy“, nämlich das Blockieren des öffentlichen Lebens und damit der Eingriff in die Freiheit anderer nach den Erfahrungen des gestrigen Tages zutiefst undemokratisch ist und damit Unrecht ausdrückt. Wer nicht nur zum Demonstrieren, sondern zum Blockieren aufruft, der lädt eben auch jene ein, die dies mit Gewalt, Aggression und blinder Zerstörungswut tun und macht sich mit schuldig an den Verwüstungen und an den Angriffen auf die Gesundheit und das Leben von Menschen. Wer Blockaden fordert, muss sich auch für brennende Blockaden verantworten. Wenn dazu noch von vornherein die immer alte Schallplatte von der angeblichen Provokation durch die Polizei gespielt wird, dann liefert man auch noch die vermeintliche Rechtfertigung für die völlig inakzeptablen Ausschreitungen linksextremistischer Straftäter. Wenn schon in den Tagen vor den  linksextremen Exzessen die reine Präsenz der Polizei öffentlich als „Bürgerkriegsszenario“ verunglimpft wird, dann bereitet man damit den Boden für die Gewalt von links".

+++ 11.58 Uhr +++ Blockupy-Pressekonferenz ist beendet

Die Pressekonferenz auf dem Naxosgelände ist zu Ende. Die Botschaft ist klar: Blockupy will weitermachen. Das Fazit von Blockupy-Sprecherin Hannah Eberle: "Ich gehe davon aus, dass wir auch weiterhin erfolgreich auf die Straße gehen werden."

Wie bereits die Twitter-Posts der Organisatoren vermuten ließen, wurde sich auch von den Blockupy-Vertretern auf dem Podium nicht von den Ausschreitungen distanziert. Dennoch betonten alle, dass es Aktionen gegeben habe, die nicht dem Aktionskonsens entsprochen haben. Eberle dazu: Man müsse aber auch verstehen warum die Wut über die EU-Finanzpolitik so groß ist.

 

+++ 11.55 Uhr +++ Die Feuerwehr zieht Bilanz

47 Brände hat die Feuerwehr am gesamten Mittwoch in Frankfurt gelöscht. Die ersten Einsätze gab es bereits gegen 5.50 Uhr am Morgen. Nur eine Stunde später waren die Einsatzkräfte nahezu im Dauereinsatz. Feuerwehrleute löschten Fahrzeuge, Autoreifen und weiteren Straßenblockaden im Bereich des Danziger Platzes, des Ernst-Achilles-Platzes und der Ostbahnhofstraße. Viele Brände wurden auch durch die Wasserwerfer der Polizei gelöscht.

Hier wurden auf ein Löschfahrzeug sowie auf ein Führungsfahrzeug, welches zur Erkundung eingesetzt war, Steine geworfen und dadurch die Scheiben beschädigt. Zwei Einsatzkräfte wurden dabei durch Reizgas leicht verletzt. Nach ambulanter Behandlung konnten beide ihren Dienst wieder aufnehmen.

Neben den Feuerwehreinsätzen hat es auch rund 280 Einsätze des Rettungsdienstes gegeben.
 


+++ 11.43 Uhr +++ Keine Distanzierung bei der Pressekonferenz

Noch immer distanzieren sich die Blockupy-Organisatoren nicht von den gewalttätigen Ausschreitungen. Hier nochmal explizit auf Twitter:


 

+++ 11.40 Uhr +++ Polizei bittet um Mithilfe

Noch immer sucht die Polizei fieberhaft nach Hinweisen zu den Straftätern von gestern und ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf.


 

+++ 11. 25 Uhr +++ VGF meldet erhebliche Schäden

Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft meldet heute erhebliche Schäden in der Stadt. Etliche Wartehäuschen und Fahrscheinautomaten seien beschädigt worden, sagte Bernd Conrads, Sprecher der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) am Donnerstag. Wie hoch der Schaden insgesamt ist, werde noch ermittelt.


Seit Donnerstagmorgen fahren wieder alle Straßenbahnen und Busse. Während der Proteste am Mittwoch war der Betrieb eingestellt worden.
 

+++ 11.18 Uhr +++ M18 zeigt sich zufrieden mit Demo-Ablauf

Das antiautoritäre und antikapitalistische M18-Netzwerk aus ganz Europa ist zufrieden mit dem Verlauf des gestrigen Demo-Tages.  M18-Sprecherin Lea Solmstroem sagt: „Wir haben Menschen aus ganze Europa eingeladen, um ihren Frust und ihre Wut nach Frankfurt zu tragen.“ Für diese Wut sei die EZB die richtige Adresse. Mit Mitteln zivilen Ungehorsams, Blockaden, aber auch „militanten Aktionen gegen staatliche Einrichtungen, Banken, Polizei und andere Orte des kapitalistischen Alltags“ sei ein unmissverständliches Signal gesetzt  worden. Dass dabei auch Wohnhäuser und eine Unterkunft von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen beschädigt wurde, bedauerte Solmstroem. „Wenn jetzt aber versucht wird, Blockupy und die Mobilisierung gegen die EZB wegen den Aktionen am Morgen zu diskreditieren, geht das daneben.“


+++ 11.12 Uhr +++ Blockupy-Pressekonferenz läuft

In diesen Minuten läuft die Abschluss-Pressekonferenz des Blockupy-Bündnisses. Unser Reporter Christian Scheh ist vor Ort und meldet sich schnellstmöglich mit Ergebnissen.


+++ 11.07 Uhr +++ Dominike Pauli ist "traurig und wütend"

Dominike Pauli, Fraktionsvorsitzende der Linken im Römer äußert sich zu den Vorfällen von gestern via Facebook:

"Ich bin traurig und wütend. Die Inhalte der Blockupy Bewegung sind so wichtig, und fast 20 000 Menschen aus Kirchen, Gewerkschaften und Parteien fanden das gestern auch und demonstrierten friedlich. Und Krawallmacher überlagern das in der Öffentlichkeit mit ihrer erschreckenden Gewalt, mit der sie am frühen Morgen gegen kleine Geschäfte und gegen Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei vorgegangen sind. Mit denen habe ich nichts gemein. Auch die Demonstration des DGB, an der tausende GewerkschafterInnen teilgenommen haben, hat darunter gelitten und konnte ihre Demo nicht wie geplant durchführen.
Es weiterhin wichtig, gegen die Politik der EZB zu demonstrieren. Aber bitte gewaltfrei und friedlich."


+++ 10.59 Uhr +++ Zutritt zum Bürgeramt nur am Seiteneingang

Bild-Zoom Foto: Julia Lorenz

Unsere Redakteurin Julia Lorenz ist gerade in der Innenstadt unterwegs:

"Am Bürgeramt auf der Ziel sind die Scheiben der Eingangstür zerborsten. Schilder weisen darauf hin, dass man vorübergehend den Eingang rechts benutzen soll. Außerdem stehen auf dem Willy-Brandt-Platz noch immer rund zehn Polizeibusse und zahlreiche Polizisten."


+++ 10.44 Uhr +++ Bilder von den Aufräumarbeiten

Und auch die Straßenschäden müssen in der ein oder anderen Baumaßnahme behoben werden. Bild-Zoom Foto: Chris Christes
Und auch die Straßenschäden müssen in der ein oder anderen Baumaßnahme behoben werden.

Unser Reporter-Team ist gerade auf der Hanauer Landstraße unterwegs und hat die ersten Bilder geschickt. Das sieht immer noch ganz schön wüst aus vor Ort. Bis die Straßen und Fensterscheiben im Ostend nicht mehr an Blockupy erinnern, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen.


+++ 09.54 Uhr +++ DGB Hessen: "Gewalt nicht zu rechtfertigen"

In einer Pressemitteilung hat sich die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, zu den Vorfällen gestern geäußert:

„Die Gewalt ist nicht zu rechtfertigen und hat dem politischen Anliegen von mehreren tausend friedlichen Demonstranten geschadet. Nun sind es nicht ihre Botschaften, über die diskutiert wird, sondern die sinnlosen Übergriffe von offensichtlich einzig auf Zerstörung Orientierter gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Kritik an der herrschenden Krisenpolitik ist legitim, weil diese Politik Teil des Problems und nicht der Lösung ist. Die krisengeschüttelten Länder gerade im Süden Europas brauchen eine Stärkung ihrer Wirtschaft durch Investitionen. Mehr Gerechtigkeit und eine ernsthafte Auseinandersetzung um Alternativen für Europa und die Menschen werden durch Szenen wie gestern in Frankfurt konterkariert.“

+++ 09.19 Uhr +++ Freie Wähler fordern Aufarbeitung

Die Fraktion der "Freien Wähler - Bürger für Frankfurt" pocht darauf, dass die Ausschreitungen rund um die Blockupy-Demo umfassend analysiert und aufgearbeitet werden. Welches Ausmaß die Krawalle annehemen würden, sei bereits lange vor der Demo am Mittwoch bekannt gewesen. 

+++ 07.00 Uhr +++ 26 Festnahmen

Weiter berichtet die Polizei, dass es am Tag der Proteste insgesamt 26 Festnahmen gegeben hat. Am späten Mittwochabend wurde von der Bundespolizei ein weiterer mutmaßlicher Randalierer festgenommen:
 



"Es wurden Verfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruch und Körperverletzung eingeleitet. Ein italienischer Staatsangehöriger, gegen den unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung nach Steinwurf zum Nachteil eines Polizisten ermittelt wird, wurde auf richterliche Anordnung wegen Fluchtgefahr in Haft genommen. Er soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Alle anderen Personen wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Mittlerweile hat sich die Zahl der bei dem Einsatz verletzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten auf 150 erhöht."

Um 14 Uhr gibt es eine Pressekonferenz der Polizei. Unser Reporter ist vor Ort.

 


+++ 06.40 Uhr +++ Einzelne Vorfälle in der Nacht

In einer Pressemitteilung informiert die Polizei Frankfurt darüber, dass die Nacht nach den Blockupy-Demos vergleichsweise friedlich gelaufen ist. Vereinzelt kam es noch zu Übergriffen von Randalierern. Neben Mülltonnenbränden und eingeworfenen Fensterscheiben in Bockenheim wurde im Stadtteil auch wieder ein Auto in Brand gesetzt.

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