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Blockupy Frankfurt: Live-Ticker zur EZB-Eröffnung: Keine weiteren Krawalle

Blockupy-Aktivisten haben am Mittwoch Frankfurt lahm gelegt. Lesen Sie hier die Ereignisse des von vielen Eskalationen geprägten Tages nach.
Am Ende eines langen Tages: Polizisten vor dem Euro-Wahrzeichen in der Frankfurter Innenstadt. Bilder > Foto: Bernd Kammerer Am Ende eines langen Tages: Polizisten vor dem Euro-Wahrzeichen in der Frankfurter Innenstadt.
Frankfurt.  Brennende Polizeiautos, Böller aus der Menge und Straßenschlachten noch vor 7 Uhr morgens. Die Blockupy-Demo begann schlimmer als erwartet. Tausende Menschen wurden am heutigen Mittwoch zur zentralen Protest-Kundgebung zur Eröffnungsfeier des EZB-Neubaus in Frankfurt erwartet. Das banken- und kapitalismuskritische Blockupy-Bündnis rechnete mit mindestens 10.000 Teilnehmern. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Bilderstrecke Blockupy-Proteste: Schwere Krawalle in Frankfurt
Begleitet von beispielloser Gewalt ist am Mittwoch in Frankfurt der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) offiziell eröffnet worden.Der Verkehr rund um das streng abgeriegelte Gelände kam zum Erliegen, viele Geschäfte waren geschlossen. Bürgerkriegsähnliche Szenen spielten sich in der Stadt ab.Während in der EZB bei einer Feier in kleinem Rahmen Reden gehalten wurden, standen sich am Polizeizaun um die beiden EZB-Türme starke Polizeikräfte und Demonstranten der kapitalismuskritischen Blockupy-Bewegung gegenüber.

 


 

+++ 23.16 Uhr +++ letzte Aktualisierung für heute

Es ist ruhig in Frankfurt, sagt die Polizei. Der Sonderzug sei abgefahren. Mittlerweile gab es mindestens 25 Festnahmen. Knapp 50 Brände waren laut Feuerwehr zu verzeichnen. Wir verabschieden uns und wünschen eine ruhige Nacht.

+++ 22.16 Uhr +++ Sonderzug fährt

Um 22.25 Uhr fährt der Sonderzug zurück nach Berlin. Die Polizei mahnt die fehlenden Aktivisten, sich zu beeilen. "Der Zug wird nicht warten", twittern die Beamten.


+++ 21.41 Uhr +++ Große Abreisewelle

Derzeit ist es überwiegend ruhig in der Stadt. Die Polizei registriert große Abreisebewegungen und fährt langsam auch ihre Kräfte zurück. Auch die Großdemo mit 17 000 Teilnehmern sei weitgehend friedlich verlaufen, sagt ein Polizeisprecher. Es habe "nur" ein paar Steinwürfe gegeben. Aktuell gebe es keine Veränderung bei den Verletztenzahlen zu berichten. "Wir können aber weitere Vorfälle nicht ausschließen", verweist der Polizeisprecher auch auf die vergangenen Nacht, als es bereits einige Sachbeschädigungen im Westend gegeben hatte.
 

+++ 21.02 Uhr +++ Kontrollen am Hauptbahnhof

Intensive Polizeikontrollen am Hauptbahnhof meldet das Blockupy-Bündnis. Am Bahnhof selbst sind dennoch einige vom langen Tag müde Aktivisten zu sehen.


+++ 20.31 Uhr +++ Polizei sucht Zeugen

Die Polizei bitte um Hilfe: Für Zeugenhinweise zu den gewalttätigen Protesten hat sie eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Dorthin sollen auch Bild und Videoaufzeichnungen geschickt werden. Die Adresse lautet:

EZB@polizei-hinweise.de
Außerdem gibt es ein Kontaktformular unter:
www.polizei-hinweise.de

+++ 20.03 Uhr +++ Polizei zieht Zwischenbilanz

Die Polizei hat die Zahl der verletzten Beamten während des Einsatzes bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt nach oben korrigiert. 94 Polizisten seien bislang verletzt worden, sagte eine Sprecherin am Mittwochnachmittag. 80 von ihnen hätten Reizgas abbekommen, seien aber nach kurzer Zeit wieder dienstfähig gewesen. 14 weitere Beamte hätten durch Steine oder Tritte unter anderem Platzwunden erlitten. Zudem wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Auf der Seite der Aktivisten seien laut einer Zählung vom Mittag mehr als 130 Menschen verletzt worden, teilte das Blockupy-Bündnis mit. Hauptgrund seien Schlagstock- und Tränengaseinsätze der Polizei gewesen.

+++ 20.01 Uhr +++ Ruhe am Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof und im Bahnhofsviertel ist von Blockupy nicht viel zu merken. Hier ist alles ruhig. Am Opernplatz dagegen läuft noch Musik. Friedlich ist es aber auch hier.


+++ 19.45 Uhr +++ Polizei am Juridicum

Die Polizei zieht am alten Campus Bockenheim mehrere Polizeibusse zusammen. Präsent ist sie vor allem am Juridicum. Staus gibt es derzeit in diesem Bereich keine, allerdings wird der Verkehr immer noch umgeleitet.


+++ 19.24 Uhr +++ Angespannte Lage

Die Demonstranten wandern jetzt in verschiedene Richtungen ab, die Polizei weist dabei per Lautsprecher auf die Standorte der Busse. Die Freßgass ist allerdings gesperrt und die Lage bleibt angespannt. In der Junghofstraße warten mehrere Hundertschaften - mit Helmen auf dem Kopf bereit für den Einsatz.


+++ 19.07 Uhr +++ Aktivisten auf dem Weg ins Nordwestzentrum

Blockupy auch im Nordwestzentrum: 300 Aktivisten sind mit der U-Bahn unterwegs. Großes Polizeiaufgebot riegelt das Einkaufszentrum ab. Einige Geschäfte haben bereits geschlossen. Nordwestzentrums-Geschäftsführer Georg Lackner fürchtet, dass es im Dunkeln noch zu Sachbeschädigungen kommen könnte.

+++ 18.53 Uhr +++ Kundgebung endet, Scheiben eingeworfen

"Wenn die EZB nicht aufhört, so eine scheiß Politik zu machen, werden wir immer wieder kommen, bis sie damit aufhört", sagt ein Redner auf dem Opernplatz. Kurz danach beendet Versammlungsleiter Ulrich Wilken die Kundgebung offiziell. Am Opernplatz wurden die Scheiben einer Filiale der Commerzbank eingeworfen. Auch Pyrotechnik wurde gezündet. Die ersten Demonstranten werden sich nun auf den Heimweg machen. Die ersten Busse sollen bereits um 19 Uhr abfahren.


+++ 18.34 Uhr +++ Tausende auf dem Opernplatz

Die Abschlusskundgebung auf dem Opernplatz läuft. Hier ist weiterhin alles friedlich. Ein Redner vermutet, dass die große Eröffnung der EZB noch kommen wird. "Denen wird noch etwas einfallen. Aber dann sind wir wieder da", sagt er zu den Tausenden, die auf dem Platz stehen.


+++ 18.23 Uhr +++ Polizei meldet: Es fliegen wieder Steine

Geht es schon wieder los? Die Polizei meldet bei Twitter, dass in der Hochstraße Steine auf Beamte geworfen werden. In der Taubenstraße würden zudem Steine aus dem Pflaster gebrochen. Am Opernplatz dagegen ist alles friedlich. Die Demonstranten feiern sich selbst. Es kommt aber auch keiner mehr weg. Gerade in Richtung Deutsche Bank steht ein massives Polizeiaufgebot.

+++ 18.02 Uhr +++ Mindestens 17.000 Demonstranten

Die Spitze des Demonstrationszugs ist an der Alten Oper angekommen. Während die Polizei von 17.000 Teilnehmerin spricht, schätzen die Veranstalter 20.000 Menschen. Am Ende des Zugs würden Bengalos gezündet, meldet die Polizei. Vereinzelt sind Vermummte zu sehen. Die Polizei hat die Zugänge zur Freßgass und zum Bankenviertel abgeschirmt.

 

 

+++ 17.34 Uhr +++ Massive Polizeibegleitung

 

Unter massiver Seitenbegleitung des schwarzen Blocks - unter ihnen auch Teilnehmer in blauen T-Shirts - begleitet die Polizei den Demonstrationszug.


+++ 17.19 Uhr +++ Braubachstraße und Kurt-Schumacher-Straße dicht

Der Demonstrationszug steuert auf die Konstablerwache zu. Dort macht sich die Polizei augenscheinlich zu einer Seitenbegleitung bereit. Um zu gewährleisten, dass die Demonstranten nicht von ihrer Strecke abweichen, ist alles hermetisch abgeriegelt.

 

+++ 17.16 Uhr +++ Mehr als 10.000 Teilnehmer bei Demo

Durch die Frankfurter Innenstadt zieht sich der Demonstrationszug mit mehr als 10.000 Teilnehmern. Unser Reporter vor Ort berichtet von mindestens einem schwarzen Block, die sich vor einem Lautsprecherwagen mit Transparenten abschirmen. Teilweise sind die Aktivisten vermummt.


+++ 16.54 Uhr +++ Blockupy-Großdemo beginnt

Die ersten Reihen der Großdemonstration durch die Innenstadt formieren sich auf der Berliner Straße. Die Bundespolizei spricht von mehr als 10.000 Teilnehmern. Ein großes Polizeiaufgebot begleitet die Demonstranten.


+++ 16.46 Uhr +++ Auf dem Römerberg bleibt es friedlich

Rund 10.000 Menschen versammelten sich am Nachmittag zu einer Großkundgebung auf dem Römerberg. Auch ein Vertreter der griechichen Regierungspartei Syriza war unter den Rednern.

+++ 16.03 Uhr +++ Goethestraße komplett dicht

Indessen geht auf der Goethestraße in der Frankfurter Innenstadt nichts mehr. Bis auf einige wenige Geschäfte haben alle Shops inzwischen geschlossen. Teils aus Angst vor Plünderung, teils aus Angst vor Sachbeschädigung.

Bilderstrecke Tausende EZB-Gegner: Große Demo auf dem Römer
Tausende Menschen haben sich am Mittwochnachmittag in der Frankfurter Innenstadt zur Hauptkundgebung der Blockupy-Bewegung gegen die Europäische Zentralbank (EZB) versammelt.Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 8000, der Zulauf auf den Römerberg vor dem Rathaus der Stadt sei aber auch nach dem Beginn noch sehr stark, sagte eine Sprecherin.Eine italienische Gewerkschafterin forderte «ein Europa der Bürger und nicht der Banken», auf der Bühne wurde griechische Musik gespielt.
 

 

+++ 15.45 Uhr +++ Bilanz der Feuerwehr

Während der Ausschreitungen bei den Blockupy-Protesten hat die Feuerwehr bis zum späten Vormittag 47 Brände gelöscht.
 

Die Frankfurter Feuerwehr im Dauereinsatz. Bild-Zoom Foto: Haupt
Die Frankfurter Feuerwehr im Dauereinsatz.
 

 

Rund um das abgesperrte Gelände der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten Barrikaden aus Reifen, Müllcontainer sowie zivile und Polizeifahrzeuge gebrannt, sagte ein Sprecher. Zwei Feuerwehrleute seien durch Reizgas verletzt worden, hätten aber nach ambulanter Behandlung weiterarbeiten können.


Demonstranten hätten die Feuerwehrleute beim Löschen behindert, sagte der Sprecher. Zwei Fahrzeuge seien durch Steinwürfe beschädigt worden. Am frühen Nachmittag beruhigte sich die Lage in der Stadt im Vergleich zum gewalttätigen Morgen.

Der Deutsche Feuerwehrverband verurteilte Angriffe auf Feuerwehrleute bei den Krawallen. «Es ist absolut unverständlich, dass Einsatzkräfte angegriffen und Fahrzeuge beschädigt und zerstört worden sind, die Hilfe für Menschen leisten. Das ist inakzeptabel und löst große Betroffenheit aus», sagte der Vizepräsident des Verbandes, Ralf Ackermann, am Mittwoch in Fulda bei einer Pressekonferenz für eine Rettungsmesse im Mai.

+++ 15.27 +++ Syriza-Politiker Chondros auf dem Römer

Der griechische Syriza-Politiker sagte bei seiner Rede auf dem Frankfurter Römer: "Es ist kein nationaler Kampf zwischen Griechenland und Deutschland. Es ist ein Kampf zwischen Arm und Reich."

Blockupy-Vertreter Thomas Occupy äußerte sich im Gespräch mit der Deutschen Pressenagentur: "Bin enttäuscht von der mangelnden Selbstbeherrschung einiger."

+++ 15:14 Uhr +++ 16 Festnahmen

Bei den Straßenkämpfen im Ostend und in der Innenstadt wurden nach ersten Informationen 16 Personen festgenommen, 11 von ihnen aus der Gruppe der 350 zuvor festgesetzten Protestler.

+++ 15.09 Uhr +++ Verletzungen auf Seite der Polizei

Insgesamt vermeldet die Polizei nach den Ausschreitungen am Morgen 94 leicht verletzte Beamten. Die meisten von ihnen haben Schaden durch eine Reizgas-Substanz davon getragen. Einige der Polizisten seien etwa durch Steinwürfe schwerer verletzt worden.
 

+++ 14.57 Uhr +++ Tausende demonstrieren friedlich

Es geht auch anders: Friedliche Demo auf dem Römerberg. Bild-Zoom
Es geht auch anders: Friedliche Demo auf dem Römerberg.
 

 

Tausende Menschen haben sich am Nachmittag in der Innenstadt zur Blockupy-Hauptkundgebung versammelt. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 8000, der Zulauf auf den Römerberg sei aber auch nach Beginn noch sehr stark. Veranstalter und Polizei rechnen mit rund 10 000 Demonstranten.

Zur Kundgebung wurden unter anderem Sahra Wagenknecht von den Linken, der Mitbegründer der linken spanischen Protestpartei Podemos, Miguel Urban, sowie der Kabarettist Urban Priol und die kanadische Globalisierungskritikerin Naomi Klein erwartet.

+++ 14.45 Uhr +++ 128 Verletzte Demonstranten

Rund 6000 Menschen haben am Morgen an den Protesten rund um die EZB teilgenommen. 1000 von ihnen seien Aktivisten aus dem Ausland gewesen. Für eine Gesamtbilanz sei es wegen der Vielzahl der Nebenschauplätze jedoch noch zu frü.

Die Organisatoren gehen von mindestens 128 verletzten Demonstranten aus. 107 seien durch Pfefferspray und Tränengas verletzt worden, 21 weitere durch Schlagstöcke.


+++ 14.31 Uhr +++ Feuerwehrverband verurteilt Angriffe

Der Deutsche Feuerwehrverband hat Angriffe auf Feuerwehrleute bei den Krawallen von Kapitalismus-Kritikern in Frankfurt scharf verurteilt. «Es ist absolut unverständlich, dass Einsatzkräfte angegriffen und Fahrzeuge beschädigt und zerstört worden sind, die Hilfe für Menschen leisten. Das ist inakzeptabel und löst große Betroffenheit aus», sagte der Vizepräsident des Verbandes, Ralf Ackermann, am Mittwoch in Fulda bei einer Pressekonferenz für eine Rettungsmesse im Mai.


+++ 13.32 Uhr +++ Schüler filmen eifrig mit

Diese Schüler haben sich ihren Nachhauseweg sicher auch anders vorgestellt. Dafür haben sie zu Hause was zum vorzeigen.

+++ 13.21 Uhr +++ Eingeschlagene Scheiben bei Von-Poll-Immobilien

Gerade erhalten wir eine Pressemitteilung von Von-Poll-Immobilien: In der Nacht wurden Steine auf den Hauptsitz des Unternehmens geworfen. Dabei flogen auch Rauchbomben und Säureampullen in den Hauptsitz. Das Unternehmen setzt eine Belohnung auf Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen: 50 000 Euro.


+++ 13.14 Uhr +++ Polizeivideo zeigt Angriff auf Revier

Auch die Polizei hat ein Video auf ihrer Facebook-Seite gepostet, das den Übergriff auf das Polizeirevier 1 zeigt.

 

Post by Polizei Frankfurt am Main.

 

+++ 13.08 Uhr +++ Blockupy äußert sich zu den Vorfällen am Vormittag

"Das haben wir nicht geplant", sagt Blockupy-Sprecher Ulrich Wilken bei der Pressekonferenz im Gewerkschaftshaus. 6000 Aktivisten seien an den Blockadeaktionen am Vormittag beteiligt gewesen, sagt Christoph Kleine von Blockupy. Er spricht nach wie vor von "massiver Polizeikriminalität".


+++ 13.04 Uhr +++ Video von den Straßenschlachten

Auf seiner Facebook-Seite hat das hr-Magazin "maintower" ein Video der Straßenschlachten gepostet:

 

Post by maintower.
 

+++ 13.00 Uhr +++ Demonstranten wieder in Bewegung

Der Polizeikessel an der Uhlandstraße scheint aufgelöst worden zu sein. Der Zug setzt sich nun wieder in Bewegung, berichtet unser Reporter vor Ort.

+++ 12.39 Uhr +++ Friedlicher Demozug startet am Gewerkschaftshaus

Vom Gewerkschaftshaus in der Wilhelm-Leuschner Straße bewegt sich gerade ein friedlicher Demonstrationszug in Richtung der Innenstadt. 1300 Teilnehmer laufen zur Musik. Polizeisperren gibt es für sie bislang keine.


+++ 12.30 Uhr +++ Mordprozess verschoben

Die Ausschreitungen bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt haben auch den Auftakt der Verhandlung in einem Mordprozess verhindert. Die 61 Jahre alte Angeklagte konnte aus Sicherheitsgründen nicht vom Frauengefängnis in Frankfurt-Preungesheim zum Landgericht transportiert werden. Zugleich sei allerdings ein männlicher Angeklagter in einem anderen Prozess ohne Probleme zum Gericht in der Frankfurter Innenstadt gebracht worden.


+++ 12.24 Uhr +++ Situation um den Kessel ist unverändert

Die Situation um den Polizeikessel an der Uhlandstraße ist unverändert, teilt unser Reporter vor Ort gerade mit. Etwa hundert Demonstranten, hauptsächlich italienischer Herkunft seien noch eingekesselt. Etwa tausend andere fordern die Freilassung der Aktivisten. Die Polizei bleibt bei ihrer Aussage, dass nur Personalien festgestellt werden sollen.


+++ 11.54 Uhr +++ Mittagspausenstimmung auf der Zeil

Auf der Zeil herrscht eine Art Mittagspausenstimmung, sagt unser Reporter vor Ort. An verschiedenen Stellen machen Polizisten und Demonstranten Pause und genießen offensichtlich die Sonne.


+++ 11.52 Uhr +++ "Eine neue Dimension der Gewalt"

Die Deutsche Polizeigewerkschaft sieht in den Ausschreitungen in Frankfurt eine neue Dimension der Gewalt. «Hier hat sich ein gewaltbereiter Mob aus ganz Europa versammelt, um unter dem Deckmantel der Kapitalismuskritik den Staat als solchen anzugreifen», sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt. Demonstranten hätten gezielt Polizisten attackiert. «Das Ausmaß der Gewalt hat in seiner Geballtheit eine neue Qualität erreicht.» Am Protesttag, zu dem unter anderem das kapitalismuskritische Bündnis Blockupy aufgerufen hatte, waren nach Polizeiangaben bis zum Vormittag mindestens 88 Polizisten verletzt worden. Ein Blockupy-Sprecher sagte, auch Demonstranten seien verletzt worden.


+++ 11.43 Uhr +++ Verkehrsprobleme rund um Frankfurt

Die Krawalle während der Blockupy-Proteste zur EZB-Eröffnung am Mittwoch haben den Verkehr in weiten Teilen Frankfurts lahmgelegt. Rund um das hermetisch abgeriegelte Gelände der Europäischen Zentralbank im Osten der Stadt waren zahlreiche Straßen gesperrt. Auch die Autobahn 661 im Osten der Stadt war zwischen dem Offenbacher Kreuz und dem Preungesheimer Dreieck gesperrt.

Der Straßenbahnbetrieb, eine U-Bahnlinie und mehrere Buslinien in der Innenstadt wurden eingestellt. Der S-Bahnverkehr war zunächst nicht betroffen, allerdings konnte vorübergehend die Haltestelle Ostendstraße in der Nähe der EZB nicht angefahren werden, wie ein Bahnsprecher mitteilte.

Der Bahnverkehr lief nach Angaben der Bundespolizei ohne Störungen durch die Sicherheitszone. Eine versuchte Gleisblockade am Morgen sei verhindert worden, sagte ein Sprecher. Die Bundespolizei sicherte mit einem großen Aufgebot die Strecke, auf der täglich rund 280 Züge des Fern-, Regional- und Güterverkehrs unterwegs sind

+++ 11.38 Uhr +++ Friedliche Mahnwache in Sachsenhausen

Am Walther-von-Cronberg-Platz läuft gerade eine friedliche Mahnwache, berichtet einer unserer Reporter.

+++ 11.36 Uhr +++ Polizisten werden nur Personalien feststellen

Die Polizei hat durchgesagt, dass von den eingekesselten Aktivisten lediglich die Personalien festgestellt werden. Die Situation an der Uhlandstraße beruhigt das ein wenig.

+++ 11.22 Uhr +++ DRK-Aufruf: "Greift unsere Einsatzkräfte nicht an"

Nun ruft auch das Deutsche Rote Kreuz über Facebook dazu auf, seine Einsatzkräfte nicht anzugreifen.

 

Post by Deutsches Rotes Kreuz - Bezirksverband Frankfurt am Main e. v.

+++ 11.17 Uhr +++ Aktivisten fordern Freilassung der Eingekesselten

Unser Reporter steht derzeit an der Uhlandstraße Ecke Hanauer Landstraße, wo noch immer etliche Demonstranten eingekesselt sind. Nach einigen Rempeleien zwischen Aktivisten und Polizei haben sich die Polizisten hier inzwischen ein wenig zurückgezogen. Der Kessel allerdings bleibt bestehen. Die Blockupy-Organisatoren rufen nun alle Gruppen der Stadt dazu auf an diese Stelle zu kommen, um die Eingekesselten zu befreien.


+++ 11.02 Uhr +++ Leser-Link zu interaktiver Google-Karte

Ein Leser hat uns per Facebook einen Link zu einer interaktiven Google-Karte geschickt, wo Sie Bilder und Markierungen einfügen können. Auf die Karte könnt ihr hier zugreifen: https://www.google.com/maps/d/edit?mid=zBcHLH7SfLGo.klavsqvowRA4
 

+++ 10.56 Uhr +++ Aktivisten fordern Freilassungen

Das Lautsprecherfahrzeug der Aktivisten hat vor einem der Polizeikessel an der Uhlandstraße gehalten und fordert die Polizisten dazu auf, die eingekesselten Aktivisten freizulassen.

+++ 10.46 Uhr +++ Polizei riegelt den Weg zur Innenstadt ab

Der Zug der abrückenden Demonstranten ist an der Friedberger Anlage angekommen. Dort riegeln mehrere Hunderdschaften der Polizei den Weg in Richtung Innenstadt ab. Am Allerheiligentor wurden Wasserwerfer positioniert. Die Aktivisten haben die Polizei in einer Durchsage gerade dazu aufgerufen, den Weg freizumachen, sagt unser Reporter.

+++ 10.41 Uhr +++ Schüler wurden nach Hause geschickt

Wegen der Ausschreitungen gewalttätiger Demonstranten bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt ist am Mittwochmorgen an mindestens vier Schulen im Frankfurter Osten der Unterricht ausgefallen. Zwei Schulen hatten ohnehin nicht öffnen sollen, bei zwei weiteren wurden die Schüler am Vormittag wieder nach Hause geschickt, wie das Frankfurter Schulamt mitteilte. Die Behörde stand außerdem nach eigenen Angaben in Kontakt mit den Leitern weiterer Schulen.

Die Entscheidung, ob die Kinder auf den Nachhauseweg geschickt werden, träfen die Schulleiter, sagte ein Sprecher des Amtes. Diese müssten vor einer solchen Entscheidung sicherstellen, dass die Kinder auf ihrem Nachhauseweg nicht gefährdet seien.

+++ 10.38 Uhr +++ Kämpfe an der Ostendstraße

An der Ostendstraße ist es zu mehreren Kämpfen gekommen, meldet unser Reporter vor Ort. Im Hintergrund dröhnen Sirenen. Zwei Wasserwerfer der Polizei sind im Einsatz und mehrere Menschen wurden festgenommen.

+++ 10.27 Uhr +++ 550 Aktivisten im Kessel

Unser Reporter hat wieder mit einem Polizeisprecher gesprochen. Das Fazit: Acht Polizisten wurden bislang verletzt, 80 Einsatzkräfte haben Reizgas abbekommen. Inzwischen haben die Einsatzkräfte an zwei Stellen insgesamt 550 Aktivisten eingekesselt, die nun überprüft werden.

Auch Organisator "Thomas Occupy" hat er zur Lage befragt. Seine Aussage: Böse Szenen habe es bislang nur auf Seiten der Polizei gegeben.


+++ 10.25 Uhr +++ Zug zum Römer

Die Demonstranten sammeln sich nun und ziehen nun spontan zum Römer, nachdem an der EZB nichts weitergeht, berichtet unser Reporter.

+++ 10.20 Uhr +++ Löschen der Barrikaden

Nach und nach werden die brennenden Barrikaden im Ostend gelöscht, berichtet unser Reporter vor Ort.


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