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200 Jahre Querdenken

Sänger Johannes Oerding im „Le Panther“ Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Sänger Johannes Oerding im „Le Panther“
Frankfurt. 

Die Städelschule feierte gestern ihr 200-jähriges Bestehen den lieben langen Tag. Den Auftakt bildete ein Festakt im Kaisersaal im Römer, Redner waren Boris Rhein , Chef des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (CDU), die Kunsthistorikerin Corina Meyer , Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Philippe Pirotte , Rektor der Städelschule.

Letzterer nahm Bezug auf Tobias Rehbergers viel beachtete Ansprache, als ihm die Goetheplakette überreicht wurde. „Wir feiern 200 Jahre des Querdenkens“, sagte Pirotte. Die Städelschule sei ein „Mikrokosmos der Vielfalt“, der „Diversität schaffe“ ohne die Freiheit des Einzelnen einzuschränken und „einer der wenigen öffentlichen Orte, der noch unbestimmt und frei ist“. Pirotte weiter: „Es ist ein Privileg für mich, an dieser Schule zu arbeiten.“ Außerdem dankte der amtierende Rektor einigen seiner Vorgänger – unter ihnen Nikolaus Hirsch und Kasper König .

Unter den Gästen weilten auch viele Museumsdirektoren wie Philipp Demandt, der das Städel, die Schirn und das Liebieghaus leitet; die scheidende Direktorin des Museums für Moderne Kunst Susanne Gaensheimer und Bernd Kracke , Chef der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, die Mäzenin Anne-Marie Steigenberger und Franziska Nori , Chefin des Frankfurter Kunstvereins.

„Die Städelschule ist deutlich mehr als nur eine Kunsthochschule“, betonte Oberbürgermeister Feldmann. Diese Institution habe das Leben in der Stadt „nachhaltig geprägt“, so Feldmann, der auch die Städelschülerin Anne Imhof erwähnte, die erst vor Kurzem bei der aktuellen Biennale in Venedig den Goldenen Löwen für ihre Gestaltung des deutschen Pavillons erhielt.

Die Städelschule sei eben „ein renommierter Anziehungspunkt für internationales Kunstpublikum“, so Feldmann. Und betonte: „Frankfurt wäre nicht Frankfurt ohne die Städelschule“.

Auch Rhein lobt, was das Zeug hält. „Hier leben sie wirklich, die Kunst und die Freiheit der Kunst“, sagte der Wissenschaftsminister und ließ es sich nicht nehmen, die Städelschule als „Urzelle der Hochschulautonomie“ und „große Zierde der Geschichte der Stadt Frankfurt“ zu bezeichnen.

Klar, dass Philippe Pirotte sich da besonders freut, wenn die Städelschule 2019 unter die Trägerschaft des Landes Hessen fallen wird. „Danke für den Mut, eine so freiheitsliebende Institution zu übernehmen“, erklärte er. Und dann, nach einer Performance von „Le Bal“, gings ab zum Feiern hinaus in den idyllischen Garten der Städel-Schule.

(es)
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