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Achim Winter hat Angst vor Spinnen

Achim Winter versteckt sich hinter seiner mutigen Tochter. Foto: Bernd Kammerer (.) Achim Winter versteckt sich hinter seiner mutigen Tochter.
Frankfurt. 

Die fasse ich nicht an!“, zittert ZDF-Moderator Achim Winter („Hallo Deutschland“) bei seinem Rendezvous mit einer jungen Lateinamerikanerin im Senckenbergmuseum. Kulleraugen, lange Beine und eine ultraschlanke Taille – „Aphonopelma stoicum“, so ihr wohlklingender Name, weiß zwar nicht um ihre Modelqualitäten, aber sie verharrt anmutig im Blitzlicht der Kamera. Die sechsjährige Vogelspinne aus Mexiko gehört zu rund 40 lebenden Achtbeinern der Sonderschau „Spinnen“, die noch bis zum 8. Januar im Naturkundemuseum zu sehen ist.

Der Moderator, der in Bockenheim mit Frau und vier Kindern lebt, gab zu, ein „sensationeller Angsthase“ zu sein, und dass alle Spinnentiere, die über die Größe eines Weberknechts hinausgehen, ihn beunruhigten. „Vogelspinnen sind so archaisch, da habe ich zu viel Dinosaurier-Angst in mir“, warf er vor dem Terrarium das Handtuch. Denn eigentlich war er gekommen, um die haarige Lady auf die Hand zu nehmen. Stattdessen stellte sich seine 15-jährige Tochter Melitta der Mutprobe, die sie mit Bravour bestand. Pfleger Dominik Jasinski , der die Spinnen betreut und sie immer donnerstags um 15 Uhr vor Publikum mit lebenden Grillen und Heimchen füttert, holte mit geschicktem Griff das Tier aus dem Glaskasten und erklärte: „Spinnen sehen nur hell und dunkel, und das, obwohl sie acht Augen haben.“ Das Tier streckte sich kurz und blieb ansonsten stoisch – wie sein Name sagt – auf der Hand sitzen. Die neue Spinnenflüsterin war begeistert: „Die Spinne ist viel weicher und angenehmer, als ich dachte.“ Anders sei das daheim, da werde die Mutter laut um Hilfe gerufen, sobald sich eine harmlose Spinne zeige. „Meine Frau macht dann Tabula rasa, während ich das Tier lieber nach draußen bringe“, erzählte Winter. Erst neulich im Urlaub auf Mallorca habe es in der Finca vor Spinnen gewimmelt, „jeden Tag eine“, erinnern sich Vater und Tochter. Lust, eine solche glutäuige „Mexikanerin“ als Haustier zu haben, wenn die Tochter es wünscht? Der Moderator resigniert: „Es würde ausgehen wie immer, es gäbe von mir einen kurzen verbalen Widerstand ohne Wirkung. Ich wollte nie einen Hund. Jetzt haben wir einen. Und wer füttert am Ende die Spinne? Natürlich ich.“ fai

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