Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Opernsängerin organisiert Benefizkonzert: Alexandra Gravas: Eine starke Stimme für Griechenland

Will bedürftigen Landsleuten helfen: Sängerin Alexandra Gavras. Bilder > Foto: Antonis Kyrou Will bedürftigen Landsleuten helfen: Sängerin Alexandra Gavras.
Frankfurt. 

Es ist leiser geworden um Griechenland. Das bedeutet aber nicht, dass es den Menschen dort wirklich besser geht. Um den Bedürftigsten der Bedürftigen zu helfen, stellte die Frankfurter Opernsängerin Alexandra Gravas bereits zweimal einen Benefizabend zu deren Gunsten auf die Beine. Und zwar in der Alten Oper und dort im Mozartsaal.

„Die letzten zwei Griechenland-Benefizkonzerte, die 2012 und 2014 stattfanden, sind in jeder Hinsicht gut gelaufen und haben trotz des enormen Arbeitsaufwandes viel Spaß gemacht“, erinnert sich die 38-Jährige. Dieses Mal steht das Konzert unter dem Motto „Traum Hellas – die große Rembetiko-Nacht des Jahres “ und geht am Freitag, 2. Dezember, ab 20 Uhr über die Bühne. „Es ist einfach toll, wenn man Menschen zusammenbringen kann und an einem Konzertabend Musik, finanzielle Unterstützung und menschliche Solidarität verbinden kann.“

Am Ende allerdings ist das Resultat entscheidend. Und das kann sich durchaus sehen lassen. „Wir haben bis heute insgesamt 57 000 Euro an griechische Hilfsorganisationen wie die SOS Kinderdörfer und ,Ärzte ohne Grenzen’ spenden können“, rechnet Gravas vor.

„Wir arbeiten schon seit sechs Monaten an diesem Abend und unser größter Wunsch ist es, so viel Geld wie möglich zusammenzubekommen, um mit unserer finanziellen Hilfe etwas bewirken zu können. Also bitte fleißig Konzertkarten kaufen und wer nicht zum Konzert kommen kann, kann auch spenden“, betont Gravas. „Für mich als Griechin, Kosmopolitin und Sängerin ist diese Initiative sehr wichtig. Es ist wichtig, im Leben auch großzügig geben zu können“, schildert die Mutter eines Sohnes ihre Motivation und sagt auch gleich, wem der diesjährige Erlös zukommt: „Wir haben uns entschieden, das Geld dem in Nordgriechenland ansässigen Elternverein für Kinder mit Krebserkrankungen ,Lampsi/Glanz’ zu spenden. Die Zeiten sind in Griechenland immer noch sehr hart. Die enormen finanziellen Schwierigkeiten haben das griechische Gesundheitssystem an die Grenze seiner Existenz gebracht.“

Um eine ordentliche Summe zusammenzubekommen, hat Gravas ihre Kontakte spielen lassen und ein ansehnliches Programm für diesen Abend auf die Beine gestellt. „Dieses Jahr konnte ich das legendäre griechische Rembetiko Ensemble ,Café Aman’ unter der musikalischen Leitung der zypriotischen Komponistin Thesia Panayiotou gewinnen“, sagt Alexandra Gravas und freut sich sichtlich. „Gemeinsam mit ihrem Mann, dem griechischen Starregisseur Costas Ferris , der für seinen Film ,Rembetiko’ in Venedig bei den Filmfestspielen den Silbernen Löwen erhielt, haben sie dieses erfolgreiche Ensemble gegründet und das authentische Rembetiko europaweit bekannt gemacht.“

Rembetiko, das ist der „griechische Blues“, und weil die Hellenen seit Jahren schon den Blues haben, passt diese Kombination an diesem Abend sehr gut. „Vor ungefähr drei Jahren habe ich Costas Ferris und seine Frau beim griechischen staatlichen Radiosender Ert in Athen kennengelernt. Darauf folgten viele inspirierende Gespräche über Musik, Kino, Theater, Griechenland und natürlich den Rembetiko“, erinnert sich Alexandra Gravas. „Ich habe sehr vieles von ihm über diese ganz spezielle Musikgattung gelernt, und so kam es zu unseren gemeinsamen ,Rembetiko’-Auftritten vergangenes Jahr in Brüssel und dieses Jahr im Herodes Atticus Amphitheater in Athen“, so Gravas weiter, die selbst viel unterwegs ist und überall auf der Welt singt. Ende der Woche tritt sie beispielsweise in Beirut auf – im „Casino de Liban“. „Das ist das größte Konzerthaus des Landes, und ich stelle dort mein Programm ,Greek Inspirations’ vor“, sagt Alexandra Gravas zu ihrer nächsten Aktion. „Mit jedem neuen Konzertprojekt stelle ich mich auch einer neuen künstlerischen Herausforderung. Und mit diesem Abend in der Alten Oper in Frankfurt möchte ich musikalisch in eine ganz andere Richtung gehen“, so die Sängerin.

Allein wäre die Mammutaufgabe, eine Veranstaltung wie „Traum Hellas“ zu organisieren, allerdings für die vielbeschäftigte Mezzosopranistin mit griechischen Wurzeln nicht zu meistern. „Ja, Hilfe brauche ich.“ Schon 2012 gelang es ihr, die Griechische Gemeinde in Frankfurt für ihre Idee zu begeistern. „2014 und dieses Jahr ist der Verein griechischer Akademiker mit dabei. Der Vorsitzende des Vereins, der griechische Kardiologe Dr. Kiriakos Giokoglu , und ich haben auch dieses Mal ganz spontan gesagt: ,Ja, wir machen es.’“ Na, dann kann es auch nur gut werden.

(es)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse