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"One night for Children": Amir singt für notleidende Kinder

Der israelisch-französische Künstler Amir singt am Abend der Wizo-Gala für die rund 200 Gäste im Frankfurter Hilton Hotel. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Der israelisch-französische Künstler Amir singt am Abend der Wizo-Gala für die rund 200 Gäste im Frankfurter Hilton Hotel.

Es ist mal wieder ein gelungenes, ein erfolgreiches Fest, das da im Hilton Hotel unter dem Motto „One night for Children“ (Eine Nacht für Kinder) über die Bühne geht. Bei der Patenschaftsgala der Women International Zionist Organisation, kurz Wizo, geht es darum, Spenden zugunsten notleidender Kinder in Israel zu sammeln.

Dabei besteht jede Spende aus einer Patenschaft, die jeweils 500 Euro kostet. Gut 200 Gäste sind in die Nobelherberge gekommen, um zu essen, zu feiern, zu trinken und zu lauschen. Und zwar der Stimme des Stargasts des Abends, des israelisch-französischen Sängers Amir . Dem gelang vergangenes Jahr beim Eurovision Song Contest etwas, was der Grande Nation seit 15 Jahren nicht mehr gelang: Er erreichte den sechsten Platz. Amir erzählt, dass er gerade dabei war, seine Ausbildung zum Zahnarzt zu beenden, „als Gott es mit erlaubte, mein Hobby zum Beruf zu machen“, so der Sänger, der selten außerhalb von Frankreich auftritt.

Die Moderatoren Andrea Kiewel und Cherno Jobatey. Bild-Zoom Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Die Moderatoren Andrea Kiewel und Cherno Jobatey.

Mit seiner Show gelingt es ihm, einen Großteil der Gäste von ihren Sitzen zu reißen. Sie tanzen ausgelassen. Manche bilden eine Polonaise. Dieser Abend ist ein Auf und Ab der Gefühle. Denn vor Amirs mitreißendem Konzert hatte der Journalist, Theaterregisseur, Autor und Leiter des ARD-Studios in Rom und ehemalige Leiter des ARD-Studios in Tel Aviv, Richard C. Schneider , die Situation, in der sich Israel zurzeit befindet, geschildert. Es ist ein deprimierendes Bild, das er mit seinen Worten zeichnet.

Unter anderem fände dort momentan die größte Militärübung der vergangenen 20 Jahre statt. „Der nächste Krieg wird kommen, und es wird der grausamste sein, den Israel geführt haben muss“, warnte Schneider. Die Hisbollah verfüge über 150 000 Raketen, die jeden Ort in Israel erreichen könnten. „Israel wird versuchen, diese Bedrohung so schnell wie möglich zu beenden“, erklärte Schneider. „Israel weiß, dass man einen solchen Krieg mit tausenden ziviler Toten nicht lange führen kann, und deshalb wird man diesen Krieg mit noch größerer Härte führen“, mahnte er.

Dieter Graumann und seine Frau Simone bei der Wizo-Gala. Bild-Zoom Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Dieter Graumann und seine Frau Simone bei der Wizo-Gala.

Was das für Israel und den gesamten Nahen Osten bedeute, wolle er sich gar nicht vorstellen. Schneider fügte hinzu: Das Leben in Israel sei nicht zuletzt wegen der hohen Kosten für die Sicherheit sehr teuer. Die soziale Schere ginge immer weiter auseinander. Deshalb „flehte“ er die Anwesenden an, „heute hier so viele Patenschaften wie möglich zu übernehmen“. Grund: „Jedes dritte Kind in Israel lebt unter der Armutsgrenze.“ Religiöse Parteien versuchten, Mädchen und Jungen sozial benachteiligter Familien „zu kapern“.

 

Saskia Valencia und Richard C. Schneider gehören zu den Gästen. Bild-Zoom Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Saskia Valencia und Richard C. Schneider gehören zu den Gästen.

„Wizo kann viel tun, Kindern aus solchen Familien zu helfen und ihnen eine Chance geben“, sagte der Nahost-Experte. Bei der Benefiz-Gala, durch die wie schon seit vielen Jahren die Moderatoren Andrea Kiewel und Cherno Jobatey führten, kamen mehr als 550 Patenschaften zusammen. Unter den Gästen war auch Schauspielerin Saskia Valencia , die unter anderem durch ihre Rolle als Journalistin Saskia Rother in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten bekannt wurde. Wenn sie als Journalistin über die Veranstaltung berichten würde, „würde ich schreiben, dass das ein sehr schöner Rahmen ist, um engagierte Menschen zusammenzubringen, welche die Möglichkeit haben, Kindern in Israel zu helfen.“

Den Abschluss des Abends bildete das Akrobaten-Duo Laos, Pablo und Mercedes und die Kontorsionistin Maria Sarach , Star des Cirque du Soleil. Sie sind demnächst im Tigerpalast zu sehen. Tigerpalast-Boss Johnny Klinke brachte sie noch vor der Premiere ins Hilton-Hotel mit.

(es)
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