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Andrej kann kicken und singen

Der zwölfjährige Andrej kann nicht nur Gitarre spielen, sondern auch sehr gut singen. So gut, dass er bei der Sendung „The Voice Kids“ zu sehen und zu hören ein wird. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Der zwölfjährige Andrej kann nicht nur Gitarre spielen, sondern auch sehr gut singen. So gut, dass er bei der Sendung „The Voice Kids“ zu sehen und zu hören ein wird.
Frankfurt. 

Fußball, das war bisher sein Leben. Doch seit vergangenem April geht der zwölfjährige Andrej Miskovic , der für den Nachwuchs des Zweitligisten SV Sachsenhausen kickt, noch einer anderen Leidenschaft nach, ohne die schönste Nebensache der Welt dabei zu vernachlässigen: Andrej singt. Und das tut er so gut, dass er bei „The Voice Kids“ auftreten wird. Dabei handelt es sich um eine Musik-Castingshow für Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 14 Jahren, die auf dem Konzept der Show „The Voice of Germany“ basiert. Bei der Ausgabe für Kinder gibt es allerdings, nicht wie bei den Erwachsenen Juroren, sondern sogenannte Coaches, also Trainer. Aber auch die können sich sehen lassen, denn es sind die Sänger Mark Forster und Sascha sowie Nena und ihre Tochter Larissa Kerner .

Vor ihnen hat Andrej bereits im Oktober gesungen, als die Sendungen, die Sat 1 seit vergangenem Sonntag ausstrahlt, aufgenommen wurden. „Ich bin so ein Typ, der 30 Minuten vor dem Auftritt überhaupt nicht aufgeregt ist“, erzählt der junge Mann, der auch Gitarre spielt. „Das Lampenfieber beginnt erst etwa eine Minute vorher so richtig heftig zu werden.“ Doch dann muss er es gar nicht mehr bekämpfen, denn es ist rasch vergessen – nämlich sobald die ersten Takte erklingen.

„Dass ich so richtig gut singen kann“, das entdeckte Andrej vor gut zwei Jahren als er und sein Zwillingsbruder Aleksander Geburtstag feierten. „Damals waren zwei Gitarristen dabei, die spielten und als ich fertig war mit meinem Lied, haben sie geklatscht.“

Andrej trug damals für sich, seine Eltern Jugoslav und Aleksandra Miskovic , den Song „Let It Go“ des britischen Singer-Songwirters Passenger vor. Von da an war klar, dass sein Traum nun Wirklichkeit werden könnte. „Ich habe ,The Voice Kids‘ immer schon verfolgt, seitdem es die Sendung gibt, und wollte unbedingt mitmachen“, berichtet Andrej, der die i sechste Klasse Carl-Schurz-Schule in Sachsenhausen besucht. Doch seine Mutter hatte eine Bedingung gestellt, die er erst erfüllen musste, bevor sie ihn anmeldete: „Er musste dreimal hintereinander Zweien schreiben.“ Das gelang Andrej, dessen Lieblingsfächer Sport und Deutsch sind. „Und danach haben wir online viele Formulare ausgefüllt“, erinnert er sich.

Die Mühe zahlte sich aber aus, denn Andrej wurde zunächst zum Vorsingen nach Frankfurt eingeladen und später, wenige Tage vor seinem Geburtstag, sang er in Berlin und überzeugte das Produktionsteam, das ihn dann zu den Aufnahmen für die sogenannten „Blind Auditions“ einlud. Dort gilt es für die Teilnehmer vor Livepublikum einzeln vorzusingen. Die Coaches sehen die Kandidaten zunächst nicht, weil sie in einem Drehstuhl mit dem Rücken zur Bühne sitzen. Sie können für einen Kandidaten stimmen, indem sie für ihn drücken und sich während seines Vortrages zu ihm umdrehen.

Ob Andrej weiterkommt, das wird natürlich noch nicht verraten und auch ein genauer Sendetermin für seinen Auftritt steht noch nicht fest. Was allerdings klar ist, ist, woher der Teenager sein Talent hat. In der Familie, die aus Serbien stammt, sind alle musikalisch. So musikalisch sogar, dass Andrejs Tante Victoria in den 80ern in ihrer Heimat ein gefeierter Star war. „Sie nahm 1982 sogar am ,Eurovison Song Contest‘ teil, bei dem Nicole gewann“, berichtet Andrej über seine Tante, die damals Teil der Yugoslawischen Popgruppe Aska war.

(es)
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