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Barbara Philipp und Ulrich Tukur testen gern Handkäs’: Auf der Suche nach der Musik

Hier posieren die Tatort-Schauspieler Barbara Philipp und Ulrich Tukur vor einem Bild des Frankfurter Malers Ferry Ahrlé. Frankfurter Abende nach Drehschluss verbringen sie mit Handkäs’-Tests. Foto: Bernd Kammerer (.) Hier posieren die Tatort-Schauspieler Barbara Philipp und Ulrich Tukur vor einem Bild des Frankfurter Malers Ferry Ahrlé. Frankfurter Abende nach Drehschluss verbringen sie mit Handkäs’-Tests.
Frankfurt. 

Vergangenen Sonntag strahlte die ARD den 1 000. „Tatort“ aus. Der war nicht wirklich gut. Doch märchenhaft verspricht der nächste zu werden. Schließlich kommt Folge 1 001 vom Hessischen Rundfunk. „Es lebe der Tod“ heißt sie und Ulrich Tukur jagt als Felix Murot einen Serienkiller.

An seiner Seite: Magda Wächter, die von Barbara Philipp gespielt wird. Jener Mimin, die für diese Rolle beinahe den Hessischen Filmpreis als beste Schauspielerin bekommen hätte. Leider ging sie auf der Gala in der Alten Oper doch leer aus. Philipp nimmt’s gelassen. „Ich bin da sehr locker hingegangen, weil ich wirklich nicht damit gerechnet habe, ihn zu bekommen“, erinnert sie sich an den langen Abend. „Ich habe mich aber gefreut, dass ich nominiert war.“ Enttäuscht sei sie darüber gewesen, dass ihr niemand dazu gratulierte und sie auch für kein einziges Interview angefragt wurde.

Aber Philipp könnte sich damit trösten, dass sie ja schon einmal wegen einer Rolle in einem „Tatort“ nominiert war – „Das Böse“ aus dem Jahr 2004. Damals war das sogar der Deutsche Filmpreis, der ihr entging. „Ich spielte damals eine Junkie-Nutte“, sagt die 50-Jährige.

Nun, das hat sich geändert. Mittlerweile ist sie quasi „aufgestiegen“ und spielte in schon sieben „Tatorten“ Murots Sekretärin Magda Wächter. Mit bärbeißigem Charme ist sie diejenige, die dem Kommissar den Rücken freihält. Und die nächste Beförderung steht schon an: In „Es lebe der Tod“ wird ihre Rolle dominanter und Barbara Philipp ist froh, „nicht immer nur die Hintergrundmusik zu spielen“. Schon in der letzten Folge – „Wer bin ich?“ – spielte sie eine etwas andere Rolle als zuvor. Das zeigte Wirkung. „Dieser ,Tatort’ holt mich mehr und mehr ein, weil wir uns darin über vieles innerhalb der Branche lustig gemacht haben. Jetzt merke ich, dass es doch so einige Wahrheiten gibt“, sagt Philipp und denkt da beispielsweise an die Diskussion, wie viel Maria Furtwängler für ihre „Tatort“-Rolle verdient. „Da kommt der Neid zwischen den Darstellern zutage.“

Neidisch könnte Furtwängler eventuell auf das gute Team werden, das den hessischen Tatort dreht. Denn zwischen Tukur und Philipp stimmt die Chemie. So sehr, dass sie auch nach getaner Arbeit gemeinsam in Frankfurt auf die Pirsch gehen. „Uli und ich sind nach Drehschluss schwer unterwegs“, sagt Philipp. „Wir machen Handkäs’-Tests. Dabei wird zwar auch ein wenig getrunken, aber es geht vor allem um die Musik“, sagt Philipp. „Mein neuester Lieblingshandkäs’ ist jetzt einer vom Markt auf der Konstablerwache.“ Angesprochen werde sie bei ihren Ausflügen in die hiesige Gastronomie selten. „Ich habe das Gefühl, dass das daran liegt, dass ich immer nur Radio-Interviews gebe. Deshalb erkennen mich die Leute eher an der Stimme“, sagt Barbara Philipp, die mit Rodrigo Monreal , einem italo-chilenischen Maler liiert ist, der in Spanien lebt. „Der liebt auch Handkäs’.“

Momentan sieht sich das Paar allerdings nicht, denn sie steht in Darmstadt vor der Kamera, allerdings nicht für einen „Tatort“. „Wir machen dieses Jahr gar keinen – leider.“ Stattdessen dreht Barbara Philipp „Ursula Meyer gegen den Rest der Welt“, eine 80er-Jahre-Geschichte um eine Land-WG. Außerdem spielt sie in Berlin in einer vierteiligen Serie des Senders NBC mit Stipe Erceg mit. „Culpa – Niemand ist ohne Schuld“ soll ein psychologisches Kammerspiel und ein auf den Kopf gestellter Krimi werden. Zu sehen wohl im nächsten Sommer.

(es)
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