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Stadtgeflüster: Auf die nächsten 20 Jahre

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Ein durch und durch hessisches Komiker-Duo: Lars Niedereichholz (rechts) und Ande Werner sind Mundstuhl. Foto: Bernd Kammerer Foto: Bernd Kammerer (.) Ein durch und durch hessisches Komiker-Duo: Lars Niedereichholz (rechts) und Ande Werner sind Mundstuhl. Foto: Bernd Kammerer

Sie haben den Echo gewonnen, Millionen von Zuschauern zum Lachen gebracht, Filme gedreht, unzählige Auftritte gegeben und etliche Alben veröffentlicht und Tourneen gespielt. Die Geschichte des Frankfurter Comedy-Duos Mundstuhl ist eine bewegte. So sehr, dass es ihnen vorkommt, als wären sie seit 50 Jahren verheiratet. Das zumindest suggeriert das Plakat zur aktuellen Rundreise durch die Republik mit dem Titel „Mundstuhl! Mütze – Glatze! Simply the pest!“ auf dem Ande Werner als Bräutigam und Lars Niedereichholz als Braut zu sehen ist.

Aber alles hat ein Ende. So auch diese Tournee. Ihr Finale geht in der Fraport-Arena über die Bühne. „Wir haben schon länger kein Abschlusskonzert mehr gegeben“, sagt Lars Niedereichholz bei einem Rippchen bei Apfelwein Wagner. „Aber das Programm ist so gut – es ist doch auch das beste aus 20 Jahren –, dass wir uns dazu entschlossen haben“, so Niedereichholz. „Wir haben auch Respekt vor so einer so großen Halle“, wirft Ande Werner ein, der eine Linsensuppe isst. Sonst sind die Hallen, in denen die beiden Spaßmacher auftreten, nicht so groß. „Ich empfinde noch keine Aufregung, aber wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir das machen sollten. Aber als der Vorschlag auf dem Tisch lag, haben wir nur kurz darüber nachgedacht und zugesagt“, so Lars Niedereichholz. „Es wird ein ganz besonderer Abend mit einer tollen After-Show-Party für alle, denn wir sind doch ein Volks-Comedy-Act“, betont Ande Werner. „Wir werden ein ganz spezielles Programm zusammenstellen, damit für die Besucher, die uns schon ein paarmal gesehen haben, auch etwas Neues dabei ist“, kündigen beide an.

Doch die letzte Show der Tour ist auf keinen Fall die letzte Show von Mundstuhl. „Wir machen weiter – noch mal 20 Jahre“, sagt Ande Werner. „Wir machen die 50 voll, so steht es doch auch auf dem Plakat“, sagt er und trinkt einen Schluck Sprudel. „Der Job macht einfach viel zu viel Spaß und wird nie zur Routine“, stellt Niedereichholz klar. „Und wir haben einen unheimlich hohen Freizeitwert, so dass die Work-Life-Balance stimmt“, erzählt er weiter. „Außerdem sitzen wir schon am neuen Programm, das wir ab Herbst spielen und ,Flamongos’ heißt.“

Die beiden empfinden ihre Arbeit auch nicht als Knochenjob. „Es gibt mal ein paar härtere Wochen mit vielen Terminen, aber insgesamt wäre das Jammern auf höchstem Niveau.“ In zwei Jahrzehnten auf der Bühne haben die beiden enorm viel erlebt. „Es gibt unendlich viele schöne Momente“, sagen sie. So viele, dass es ihnen schwerfällt, einen herauszuheben. Dann kommt aber doch noch was: Die Hauptbühne bei Rock am Ring oder die Dreharbeiten zum Film „African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda“, wo sie ihre Figuren Drangan und Alder verkörpern. „Man kann denken, was man will, aber für uns waren das phänomenale drei Wochen in Südafrika“, so Lars Niedereichholz. Aber vielleicht kommt das Schönste noch. Zum Beispiel freuen sie sich auf die Metal Cruise, ein Heavy-Metal-Festival auf einem Kreuzfahrtschiff. Es gab aber auch peinliche Momente in der Karriere. Ande Werner denkt dabei an die Echoverleihung 2000 für die beste Comedyproduktion. „Bei der Preisentgegennahme war ich ziemlich uncool“, erinnert sich Werner. So sehr, dass es rausgeschnitten wurde. Peinlich wird’s in der Fraport-Arena dagegen nicht. Nur lustig.

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