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Rocklegenden: Auf einen Kaffee mit Deep Purple

Bassist Roger Glover und Schlagzeuger Ian Paice erzählen bei HR1 ihre Geschichte(n) und plaudern über Gesundheit.
Die Musiker Roger Glover (links) und Ian Paice, Bassist und Schlagzeuger der Band „Deep Purple“, unterhielten sich gut gelaunt bei einer Tasse Kaffee über das Dasein als Rocklegenden. „Das erste Bild seit 50 Jahren, auf dem ich keine Bierflasche in der Hand halte“, scherzte Paice. Foto: Bernd Kammerer (.) Die Musiker Roger Glover (links) und Ian Paice, Bassist und Schlagzeuger der Band „Deep Purple“, unterhielten sich gut gelaunt bei einer Tasse Kaffee über das Dasein als Rocklegenden. „Das erste Bild seit 50 Jahren, auf dem ich keine Bierflasche in der Hand halte“, scherzte Paice.
Frankfurt. 

Sie können doch nicht erwarten, dass ich mir selbst Kaffee einschenke, ich bin doch ein Rock’n’Roll-Star“, sagt einer, der das auch wirklich ist: Ian Paice , Schlagzeuger der Band „Deep Purple“. Doch weder er noch Bassist Roger Glover haben Rockstarattitüden. Im Gegenteil. Bestens gelaunt und in Plauderlaune waren die beiden Rockveteranen bei HR1. Bei den Gesprächen ging es ums Geschäft. Und es ging um die Gesundheit. Schließlich hatte Paice im vergangenen Jahr einen Schlaganfall.

Das Leben on the Road erinnere ein wenig an Disneyland. „Es ist einfach fantastisch“, sagt er. „Aber wenn du nach Hause kommst, den Müll raus bringst, merkst du, dass das andere das falsche Leben ist und du musst den Weg zurückfinden in die Wirklichkeit“, weiß der Musiker aus Erfahrung. „Wenn du glaubst, dass das Tourleben die Realität ist, wirst du verrückt.“ Es sei ein großes Geschenk, zwei Leben zu haben. „Ein bisschen berühmt sein ist gut. Zu berühmt sein, ist nicht gut“, so Glover, der in der Schweiz lebt.

Die Band „Deep Purple“ sei viel berühmter als die Namen ihrer Mitglieder. „Das ist ein großer Vorteil“, finden beide, die eine besondere Beziehung zu Frankfurt haben und oft hier waren. „Damals war das eine ganz andere Stadt mit den vielen US-Soldaten, die viel Geld zum Ausgeben hatten und das Nachtleben spannend machten“, erinnert sich Paice. „Das Herz der Stadt hat sich verändert. Es ist eine Stadt der Geschäftsleute geworden.“

In Frankfurt wurde Glover übrigens zum Profimusiker. „Das war im Tanzhaus Arcadia an der Großen Friedberger Straße“, sagt der 71-Jährige, dessen damalige Band dort ein einmonatiges Engagement hatte. „In der dritten Woche bekam ich eine Blinddarmentzündung, musste ins Krankenhaus und wir verloren unseren Sänger, der Lkw-Fahrer werden wollte“, berichtet Glover. Zurück in England fanden sie Ian Gillan , den späteren „Deep Purple“-Sänger. Wie lange es die Band noch gibt, wissen sie nicht. „Wir sind flexibel.“ Die Tour heiße absichtlich nicht „the last Tour“, sondern „The long Goodbye Tour“.

(es)
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