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Tatort-Schauspieler will neuem Intendanten folgen: Bärs Zukunft liegt am Main

Dietmar Bär bei seinem Kurzbesuch in Frankfurt. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Dietmar Bär bei seinem Kurzbesuch in Frankfurt.

Er hat hier gelebt und gearbeitet. Arbeiten, das bedeutet für Dietmar Bär – in der Mehrzahl der Fälle – Schauspielern. Entweder auf der Bühne oder vor der Kamera. Damals drehte er die Serie „Blank, Meier, Jensen“ mit Joachim Kemmer und Anja Schiller . „Ich hatte mein erstes Theaterengagement verlassen, um hier am Flughafen diese Krimiserie zu drehen“, erinnert sich Bär. „Das war im goldenen Zeitalter der Vorabendserien der ARD Anfang der 1990er Jahre“, berichtet Bär. „Ich habe in dieser Zeit gut anderthalb Jahre lang hier auch gewohnt“, weiß Bär noch. „Mir wurde eine Wohnung in Sachsenhausen bestellt.“ Das liegt bereits lange zurück. Doch Bär könnte in Zukunft wieder öfter, regelmäßiger und länger zu Gast sein in der Mainmetropole. „Wie es ausschaut, gibt es mit dem kommenden Intendanten des Frankfurter Schauspiels, der zurzeit auch mein Intendant am Schauspielhaus Bochum ist, Zukunftspläne, dass ich hier aufschlagen könnte, um zu spielen.“ Es werde sich zeigen, ob, wie oft und wann der neue Intendant, Anselm Weber , der auf Oliver Reese folgt, ihn, also Dietmar Bär, rufen wird.

Nun schaute Dietmar Bär wieder einmal in Frankfurt vorbei und las aus „Benjamin und seine Väter“, dem Roman von Herbert Heckmann , der im Zentrum der Aufmerksamkeit bei der jüngsten Ausgabe von „Frankfurt liest ein Buch“ stand. Bär, der vor allem wegen seiner Rolle als Kommissar Freddy Schenk in der ARD-Kult-Krimiserie „Tatort“ bekannt ist, den er seit 1997 an der Seite von Max Ballauf, gespielt von Klaus J. Behrendt , verkörpert, trat bei der Abschlussveranstaltung im Mousonturm auf. „Ich finde Lesungen toll, weil sie sehr nah an meinem Beruf sind“, sagt Bär. Gelesen habe er, „weil ich irgendwo auch Schauspieler und damit käuflich bin“, scherzt Bär. Zwar fange sein Job beim Theaterschauspielern an und gehe dann über zum Filmemachen, „aber eigentlich beginnt er immer beim Geschichten erzählen“.

Mit dem Zug fuhr er von Bochum, wo er am Abend zuvor in „Der zerbrochene Krug“ als Dorfrichter Adam auf der Bühne stand, nach Frankfurt. Der 56-Jährige hat es eilig. Denn er muss den nächsten Flieger nach Marokko, genauer nach Marrakesch, erwischen. „Das passiert manchmal“, so Bär. „Ich drehe seit zwei Wochen da ein ZDF-Fernsehspiel.“ Es handle sich um eine Flüchtlingsgeschichte, „in der ein Vater seine verlorene Tochter sucht. Das ist noch alles sehr grob dahergesagt, denn es ist tatsächlich ein noch sehr ungeborenes Baby“. Weder die Lesung noch den Theaterauftritt, beides hatte er schon länger zugesagt, wollte Dietmar Bär wegen der Dreharbeiten im heißen Süden sausen lassen. „Wir haben das mit der Filmproduktion alles sehr gut abgesprochen und verquickt. Der einzige ,Leidtragende’ bin ich, denn ich bin jetzt seit 48 Stunden unterwegs.“

Seine Kollegen bei der Filmproduktion hätten, im Gegensatz zu ihm, gerade Wochenende. „Aber es hat sich gelohnt“, findet Dietmar Bär, der in diesem Jahr auch wieder für den „Tatort“ vor der Kamera stehen wird. „Wir drehen in diesem Jahr noch im Sommer, im Herbst sowie im Spätherbst“, zählt er auf. Zu anderen „Tatort“-Kommissaren will Bär sich nicht äußern. „Ich glaube, dass jeder interessierte Kollege, wenn er Zeit hat, ,Tatort’ schaut, denn wir sind doch alle damit aufgewachsen.“ Er guckt auch. „Ich versuche eigentlich alle zu schauen, denn man muss die Liga beobachten“, sagt Bär. „Das geht, wenn ich am Sonntagabend Zeit dafür habe.“ Zeit für einen Spaziergang durch Frankfurt hatte er nicht. „Ich komme ja nur hier hin und bin dann wieder weg.“

(es)
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