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Bei der Verleihung noch fix ein Foto

Preisträger Robert Menasse macht während der Verleihung auf der Bühne ein Foto vom Publikum. Bilder > Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.) Preisträger Robert Menasse macht während der Verleihung auf der Bühne ein Foto vom Publikum.

Da überkommt es selbst einen gestandenen Literaten und Schriftsteller: Robert Menasse hat gerade den Deutschen Buchpreis gewonnen, steht im Kaisersaal auf der Bühne während Heinrich Riethmüller , Vorsteher des Vorstandes des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der den Preis vergibt, neben ihm zur Laudatio ausholt. Da zückt Menasse sein Handy und macht ein Foto vom Publikum. „Ich bin sehr gerührt und habe natürlich keine Rede vorbereitet“, sagt Menasse, der den mit 25 000 Euro dotierten Preis für sein Werk „Die Hauptstadt“ erhielt. „Sinnvollerweise gilt es auch nichts anderen zu sagen als Danke“, erklärt der 1954 in Wien geborene Preisträger, der dann, kaum, dass er von der Bühne gestiegen war, der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth in die Arme fällt.

Nicht primär, weil sie in ihrer Amtszeit mit dafür sorgte, dass der Deutsche Buchpreis aus der Taufe gehoben wurde, sondern weil die zwei sich schon lange kennen. „Ich habe ihn zu einer Zeit getroffen, als die Buchmesse noch in Halle fünf eröffnet wurde“, erinnert sich Petra Roth. „Damals war ich noch nicht Oberbürgermeisterin und Robert Menasse ein junger, aufstrebender Schriftsteller“, erzählt sie. „Immer wenn wir uns sehen, erinnert er mich an dieses Treffen“, berichtet Roth, die alle seine Bücher hat. „Ich freue mich so sehr für ihn.“

Für die Mäzenin Renate von Metzler gehörte Menasses „Die Hauptstadt“ zu den Favoriten. „Ich fand das Buch einfach toll“, so die Frau, die 25 Jahre lang als Buchhändlerin gearbeitet hat, also weiß, wovon sie spricht und am liebsten Romane liest.

Auch Barbara von Stechow , im „wahren“ Leben Galeristin, hat ein Faible für Bücher. „Ich habe Kunstgeschichte und Germanistik studiert und wusste lange nicht, in welchem Bereich ich wirklich arbeiten wollte“, so die Frau, die auch Präsidentin des Union International Clubs ist. „Aber die Welt der Bücher ist eine wunderbare.“

Das findet auch Schauspieler Marc Oliver Schulze , der wie der Preisträger in Österreich das Licht der Welt erblickte. Schulze las während des Festaktes die ersten Sätze der Bücher und sagte danach beim Stelldichein in den Römerhallen, dass ihm neben dem Buch „Das Floß der Medusa“ von Franzobel – übrigens ebenfalls Österreicher – auch „Die Hauptstadt“ sehr gefesselt habe.

„Das war auch mein Tipp“, so der 44-Jährige, der zurzeit in Köln mit der Frankfurter Regisseurin Annette Ernst zusammenarbeitet. „Wir drehen dort die Serie ,Lifeline‘“, berichtet Schulze, der darin den Koch Richard Kirchhoff spielt. Die Preisverleihung moderierte Cécile Schortmann. „Vor einem Jahr saß ich mit Kehlkopfentzündung vor dem Laptop und habe die Veranstaltung verfolgt“, so die Moderatorin, für die damals der Journalist, Fernsehmoderator, Autor und Philosoph Gert Scobel eingesprungen war, der gestern ebenfalls vorbeischaute.

Kulturdezernentin Ina Hartwig , bis vor etwa einem Jahr selbst noch Literaturkritikerin, brach in ihrer Rede eine Lanze für die Kritiker und forderte, dass es nicht nur Preise für Schriftsteller, sondern auch für Kritiker geben sollte. „In diesen Tagen ist Frankfurt das Epizentrum des Buches“, betont Ina Hartwig, deren Mann Ulf Erdmann-Ziegler vor einigen Jahren auch für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Kultur Seite 22

( es)
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