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Bei diesem Anzug springt der Funke über

Macht im Anzug eine gute Figur: Der Karosseriebauer und Lackierer Ralph Sallwey. Bilder > Foto: photography I nikita kulikov Macht im Anzug eine gute Figur: Der Karosseriebauer und Lackierer Ralph Sallwey.
Frankfurt. 

Nur noch einmal schlafen, dann ist es soweit. Dann steigt im Kempinski-Hotel in Gravenbruch die zweite Gala zur Aktion „Kleider machen Leute“. Im vergangenen Jahr kamen bei der Initiative, die PR-Mann Sven Müller und Modemann Stephan Görner auf die Beine gestellt haben, 20 000 Euro für die Leberecht-Stiftung unserer Zeitung zusammen. Und darum geht’s: Görner und Müller möchten mit den Fotos von Nikita Kulikov Berufsgruppen und die Menschen dahinter würdigen. „Das Empfinden ist ein ganz anderes, wenn ein Mann im Nadelstreifenanzug oder im Blaumann einem gegenübersteht. Dabei handelt es sich um ein und dieselbe Person. Deshalb sollten auch der Respekt und die Würdigung seiner Leistung am Arbeitsplatz die gleiche sein – egal ob im feinen Zwirn oder im Monteuranzug“, so Görner. Am Ende des Jahres entsteht ein Kalender, auf dem alle zwölf Berufsgruppen abgebildet sind. Ausgegeben wird dieser bei dem „Leuchtturmprojekt“ von Görner und Müller, eben der morgigen Benefiz-Gala unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier und moderiert von Evren Gezer . Stargast ist der Telekom-Tenor Paul Potts . Hr-Wetterfrosch Thomas Ranft , Starkoch Juan Amador , Sänger Markus Mörl („Ich will Spaß“), Ex-Nationaltorwart Uli Stein und Moderatorin Rabea Shif präsentieren an diesem Abend die Görner-Mode. Auch die zwölf „Kalender-Motive“ sind an diesem Abend mit von der Partie. Die Männer und Frauen, die übers Jahr verteilt vor Kulikovs Kamera posierten. Einer von ihnen ist Ralph Sallwey . Der 50-Jährige trägt sonst beim Arbeiten Blaumann, Schutzbrille und Gehörschutz. Das ist von Vorteil bei seinem Job. Denn Sallwey ist Karosseriebauer und Lackierer. Doch nun ergibt sich ein ganz anderes Bild: Der hellgraue Maßanzug mit schwarzen Ärmelpatches sitzt wie angegossen, die Initialen im Innenfutter des Sakkos und dazu ein schwarzes Polohemd auf Maß. Dass er darin nicht Achsen vermisst, Reifen wechselt, Dellen entfernt, lackiert und poliert oder das komplette Programm der Wagenaufbereitung abspielt, ist klar.

Doch nicht nur flotte Fahrzeuge bearbeitet Sallway. Auch das letzte Möbel kam ihm schon unter: Der ungewöhnlichste Job war das Lackieren eines Sarges erinnert sich Sallwey. „Dies musste über Nacht geschehen, in Perlmutt weiß wollten die Angehörigen die letzte Ruhestätte für den Verstorbenen“.

Aber auch die diversen Motive, die er auf Kühlerhauben oder Helme lackiert hat, können sich sehen lassen: Schlangen, Whisky-Flaschen oder dezent angezogene Frauen. Der Karosseriebauer und Lackierer ist das Oktobermotiv der Kampagne „Die Gala kam im vergangenen Jahr toll an“, freut sich Eventexperte Sven Müller. „In diesem Jahr konnten wir noch einmal 20 Prozent mehr Karten verkaufen“ rechnet Müller vor.

(es)
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