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Zoo Frankfurt: Benedict Freitag gastiert im Fritz-Rémond-Theater

Am 20. Oktober steht Benedict Freitag im Fritz-Rémond-Theater im Zoo auf der Bühne, wo er 1979 sein Schauspieldebüt gab.
Benedict Freitag spielt in dem Psycho-Thriller „Ein Inspektor kommt“ im Fritz-Rémond-Theater am Zoo. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Benedict Freitag spielt in dem Psycho-Thriller „Ein Inspektor kommt“ im Fritz-Rémond-Theater am Zoo.
Frankfurt. 

Daisy, I’m half crazy all for the love of you. Ich bin schon halb verrückt aus Liebe zu dir“ – Schauspieler Benedict Freitag lacht, als er bei einem Zoo-Spaziergang jene Liedzeile hört, die er seiner Partnerin Katja Riemann im TV-Klassiker „Sommer in Lesmona“ vorsang.

Dreißig Jahre sind vergangen, seit er in der unglücklichen Liebesgeschichte einen Engländer darstellte. „Anstrengende Dreharbeiten waren es, manche Einstellungen mussten wir bis zu 60 Mal wiederholen“, erinnert er sich. Der gebürtige Schweizer, der im nächsten Jahr seinen 65. Geburtstag feiert, erlebte Höhen und Tiefen, vor allem durch seine kurze Ehe mit Sängerin Nena und die gemeinsamen Kinder war er oft in der Boulevardpresse.

Jetzt kehrt Benedict Freitag an die Bühne zurück, wo er 1979 sein Schauspieldebüt gab – im Fritz-Rémond-Theater im Zoo spielt er ab 20. Oktober im Psychothriller „Ein Inspektor kommt“ einen Ermittler, der psychologisch ausgefeilt einer heillos versnobten Familie die Maske herunterreißt.

„John F. Priestley schrieb das Stück gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, dennoch ist es hochaktuell, da es die Forderung nach allgemeiner Menschlichkeit gegen brutalen Egoismus aufstellt“, erläutert der Schauspieler das Anliegen des berühmten Dramas.

Theaterspielen habe ihm immer mehr Spaß gemacht als das Filmen, „auf der Bühne zwei Stunden Farbe bekennen, das mochte ich schon in meiner Zeit als Rockmusiker“, sagt er. Die Schauspielerei ist ein Erbe, die Eltern und Großeltern waren bekannte Theater-Mimen, den Bruder zog es zum Musical. Bis zum 27. November kann man Benedict Freitag erleben, wie er in Frankfurt auf der Bühne Vollgas gibt.

Der Zoo weckt Erinnerungen: „Als Kind war ich ein großer Fan von Direktor Bernhard Grzimek, liebte auch das Tier-Magazin, das er herausgab“, sagt er. Tiere und Natur blieben Lebensthemen, mit 16 Jahren stand sein Plan fest, von Indianern zu lernen, wie man ohne Strom lebt. „Seit über 40 Jahren reise ich regelmäßig zu den Lakota nach Kanada und den Cheyenne in Montana. Deren spirituelle Sicht auf die Welt mit all ihren Erscheinungen teile ich. Bei diesen Menschen nehme ich an Ritualen wie Fasten oder der Schwitzhütte teil.“ Im nächsten Frühjahr will er wieder einige Zeit in den Wäldern von Montana verbringen, ein Terrain, das nicht ungefährlich ist, da dort Grizzlybären immer wieder Wanderer und Radfahrer tödlich verletzten. Benedict Freitag kennt den „alten Trapper-Trick“, damit Meister Petz seine Krallen nicht ausfährt: „Wenn der Bär noch weit weg ist, spricht man leise mit ihm, von Herz zu Herz. So erlebte ich eindrucksvolle Kontakte auf wenigen Metern Abstand.“

Kein böses Wort fällt über seine beiden Ex-Frauen. Harmonie ist dem Waage-Menschen wichtig, er sei „glücklich allein, nicht auf der Suche“. Krisen achtet er als Teil des Daseins, und Tücken sind ihm bekannt: „Projektionen nachzuhetzen bringt nur Unglück.“ Kürzlich ist er nach Hamburg gezogen, um den Kindern und Enkeln näher zu sein. Ins Schwärmen kommt er, wenn es um Nena geht: „Bei Konzerten erlebe ich eine richtige Rocklady, diese enorme Kraft, wie sie auch die Rolling Stones verkörpern. Toll.“

(fai)
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