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Fotograf Daniel Woeller: Bildsüchtig in der Galerie

Fotograf Daniel Woeller stellt Fotos von Mode, Musikern und Autos aus.
Hat bei so schönen Fotos gut lachen: Daniel Woeller. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Hat bei so schönen Fotos gut lachen: Daniel Woeller.
Frankfurt. 

Haus- und Hoffotograf. Das ist ein Begriff, den Daniel Woeller gar nicht gerne hört. Und das, obwohl man ihn so bezeichnen könnte, wenn mal wollte, denn seit gut einem Jahrzehnt hält der Frankfurter alles mit der Kamera fest, was mit dem Kult-DJ Sven Väth zu tun hat. Allerdings macht Woeller keine Pressebilder, sondern es handelt sich um die Bilder, die die Kampagnen des erfolgreichen Plattenauflegers begleiten.

Zur Zusammenarbeit mit dem 52-Jährigen kam es, weil: „Sven Väth mich für einen sehr fähigen Fotografen hält. Deshalb bittet er mich, seine Fotos zu machen. Ich habe aber auch schon für ihn gedreht.“

Trotzdem sieht sich Daniel Woeller nicht als Musikfotograf. Er habe auch mit der Musikszene nicht wirklich viel zu tun gehabt. Denn: Daniel Woeller stammt eigentlich aus einem ganz anderen Metier. Er ist studierter Architekt. Kam, wie das Leben manchmal so spielt, über einige Umwege zur Kamera sowie zur Fotografie und ist nun seit Jahrzehnten professioneller Fotograf.

Einen Namen machte er sich übrigens durch seine Bilder von Mode und Autos. In einem Interview sagte er mal: „Dabei interessieren mich Autos nicht mal besonders.“ Gut fotografieren kann er sie trotzdem. Oder vielleicht gerade deshalb.

Vor Kurzem präsentierte er in der Galerie Morgen am Osthafen seine zweite Ausstellung. Es ist seine erste große. „Ich bin immer wieder angesprochen, dass ich doch mal ausstellen sollte, aber ich habe einen sehr hohen Anspruch an Kunst“, schildert er seine Bedenken. „Ich wollte einfach keine reine Werkschau präsentieren, sondern eine Ausstellung mit Konzept“, schildert er die Intention, die hinter dieser Schau steckt.

Daniel Woeller, Jahrgang 1966, zeigt 38 Bilder, die alle zwischen 2013 und diesem Jahr entstanden sind. Die Entscheidung, nun eine größere Ausstellung auf die Beine zu stellen, hat mit einer Auszeichnung zu tun, die im vergangenen Jahr in Berlin bei „Update“, einer Schau unter anderem für Fotografen, erhalten hat. Bei „Update“ versuchen Agenten ihre Fotografen potenziellen Kunden vorzustellen. „Ich habe einen Merit-Award für Fine-Art-Fotografie bekommen.“ Danach gab es keine Ausreden mehr. Er musste seine Bilder ausstellen. Zumal „mich auch Thomas Tritsch von der Galerie Morgen daraufhin ansprach.“ Tritsch wollte wissen, ob Woeller nicht Lust hätte, auszustellen. Woeller wollte.

Und es hat sich gelohnt. Für alle: Gäste, Aussteller und Galeristen. Die Vernissage geriet zu einem tollen Abend, mit mehr als 250 Besuchern.

Und noch einen positiven Nebeneffekt hatte das Ganze: Daniel Woeller hat „Blut geleckt“. „Ja, auf jeden Fall“, sagt Woeller, der sich selbst als einen „Bildersüchtigen“ nennt. Er erklärt auch gleich, warum er sich so bezeichnet: „Ich kann nicht nicht Bilder machen.“ Mit Blick aufs Ausstellen zitiert er Kulttrainer Sepp Herberger, sagt, dass nach dem Spiel vor dem Spiel sei. Deshalb kann sich, wer es nicht schafft, die Bilder bis Ende Januar in der Galerie Morgen zu sehen, schon auf die nächste Ausstellung freuen.

(es)
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