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Terence Hill in Fankfurt: „Bud wollte, dass ich einen guten Film mache“

Großer Andrang: Im Frankfurter Metropolis präsentierte Terrence Hill (79) mit Baseball-Kappe und Jeanshemd seinen neuen Film „Mein Name ist Endosome  – Zwei Fäuste kehren zurück“. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Großer Andrang: Im Frankfurter Metropolis präsentierte Terrence Hill (79) mit Baseball-Kappe und Jeanshemd seinen neuen Film „Mein Name ist Endosome – Zwei Fäuste kehren zurück“.

Er prägte Generationen von Kinobesuchern und Fernsehzuschauern. Seine Filme wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Mein Name ist Nobody“, „Das Krokodil und sein Nilpferd“ oder „Vier Fäuste gegen Rio“ machten ihn weltberühmt. 17 Filme drehte er mit seinem Kollegen und Kumpel Bud Spencer , der eigentlich Carlo Pedersoli hieß. Nun hat Terence Hill einen neuen Streifen gemacht. Und den präsentierte er am Wochenende im Frankfurter Metropolis am Eschenheimer Tor. Zwei Kinosäle waren ausgebucht. Gut 1300 Menschen wollten den Mann mit den immer noch strahlend blauen Augen live und in Farbe erleben. Etliche standen sich schon Stunden zuvor vor dem Lichtspielhaus die Beine in den Bauch. Für einige hat es sich gelohnt. Ihnen gab der 79-Jährige, der als Mario Girotti in der Lagunenstadt Venedig auf die Welt kam, die Möglichkeit, ein Selfie mit ihm zu machen oder er gab ihnen ein Autogramm. Wie etwa dem sechsjährigen Jungen, der, wie das Idol seiner Eltern, Terence genannt wurde. Er hielt dem Weltstar seinen Pass hin, den dieser unterschrieb. „Meine Idole waren Stan Laurel und Oliver Hardy “, sagt der Schauspieler, der in die Mainmetropole gekommen war, um „Mein Name ist Endosome – Zwei Fäuste kehren zurück“ vorzustellen. Und im großen und proppenvollen Kinosaal Nummer fünf erzählt er dann die Geschichte hinter diesem Film. Er berichtet, wie er auf der Suche nach einem passenden Drehort nach Spanien flog. Dort kehrte er an den Ort zurück, wo er 1967 Bud Spencer kennenlernte. Das war, als er mit dem 2016 verstorbenen Mimen für „Gott vergibt. . . Django nie“ („Zwei vom Affen gebissen“) erstmals vor der Kamera stand. Die erste Szene, die die beiden gemeinsam drehten, war eine Schlägerei. Das passt, denn Prügeleien sind eins der Hauptmotive, die sich durch die Filme dieses unvergessenen Komikerduos ziehen. Als Terence Hill also in der Wüste bei Almeria stand, erreichte ihn ein Anruf. Bud Spencers Sohn Giuseppe teilte ihm mit, dass sein Freund Bud gestorben war. „Ich war sehr traurig“, erinnert sich Terence Hill. Doch nur kurze Zeit später ging ihm auf, dass das ein Zeichen sein musste. Dies sollte der Platz sein, an dem sein neuer Film entstehen musste. „Hier schloss sich also der Kreis“, sagt Terence Hill. Hier lernte er seinen Lebensfreund kennen und hier erfuhr er von dessen Tod. „Ich hatte verstanden, dass Bud wollte, dass ich hier einen guten Film mache“, sagt Terence Hill. Nun ist er damit auf Tournee durch Deutschland.

In Dresden, in dessen Nähe er Jahre seiner Kindheit verbrachte, erwarteten ihn ungefähr 5000 Menschen. In Berlin waren es jüngst gut 1600. Hunderte begrüßen ihn in Worms. „Das hätte ich alles nicht erwartet“, sagt der Schauspieler, der seit sechs Tagen durch die Bundesrepublik düst und dem auf dieser Rundreise die Wellen der Begeisterung entgegenschlagen. „Ich kann nur dankbar dafür sein, dass die Menschen mich lieben“, sagt Terence Hill, dem die Anstrengungen der vergangenen Tage anzusehen sind. Besonders das viele Fotografiertwerden mache ihm zu schaffen, gesteht er.

Seine eigenen Filme sieht er sich übrigens nicht mehr an. Neulich aber habe er einen Zusammenschnitt vieler Schlägereien aus seinen Filmen entdeckt. Der habe ihm gut gefallen, erzählt er schmunzelnd.

Und obwohl er momentan müde ist, denkt der 79-jährige Filmstar noch lange nicht ans Aufhören. Im Gegenteil.

Gerade habe er in den Vereinigten Staaten die Rechte an einem Buch gekauft, „das möchte ich verfilmen“, sagt Terence Hill, „aber es ist nicht leicht für einen Europäer heutzutage einen Film zu drehen. Es ist zu wenig Geld da“. Selbst für einen Superstar wie ihn.

(es)

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