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Chico greift weiter in die Saiten

Chico Bouchikhi (Mitte) und Kollegen: Paul, Canut und Patchai Reyes Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Chico Bouchikhi (Mitte) und Kollegen: Paul, Canut und Patchai Reyes
Frankfurt. 

Jallou Bouchikhi sitzt entspannt im Garten des Hotels Bristol an der Ludwigstraße. Er hat die Kopfhörer seines Handys im Ohr und telefoniert. Chico, wie ihn alle nennen, ist nicht irgendwer. Er gehört zu den Gründern einer der erfolgreichsten Musikgruppen der vergangenen Jahrzehnte. Hits wie „Bamboleo“ oder „Djobi, djoba“ haben sich ins kollektive Musikgedächtnis eingebrannt und machten die Band „Gipsy Kings“ unvergesslich. Allerdings kam es wegen des Geldes zu Streitereien und Chico ist nun mit „The original Gypsies“ auf Achse.

Mit den anderen, ehemaligen Mitgliedern der Gypsie Kings habe er nur noch über die Anwälte Kontakt. „Ich mag diese Situation nicht.“

Aber das Wichtige sei für ihn sowieso, was auf der Bühne passiert. Und das sei bei „The original Gypsies“ viel. Eine Mischung aus alten Hits und neuen Songs. „Das werden zwei spektakuläre Stunden. Mit 15 Musikern auf der Bühne - davon allein zehn Gitarristen.“ Spielen werden sie – natürlich – die Lieder, die ihnen in ihrer Karriere Glück gebracht haben. „Was durch unsere Show rüberkommt, das sind pure Emotionen – und das funktioniert immer und überall auf der Welt. Es ist eine positive Energie, die wir mit dem Publikum teilen“, sagt der erfahrene Musiker. Ihm sei es ein Anliegen, durch seine Musik klarzumachen, wie wichtig gerade heutzutage Werte wie Brüderlichkeit und Toleranz seien.

Zu Frankfurt hat der 64-Jährige eine besondere Beziehung. „Und eine sehr lange“, sagt er. „Eine 40-jährige um genau zu sein. Wir sind hier schon als ,Los Reyes’ aufgetreten“, berichtet er. „Hier in Frankfurt haben wir eines unserer ersten Deutschlandkonzerte überhaupt gespielt“, erinnert es sich. Damals trat die Band im Volksbildungsheim am Eschenheimer Tor auf. Frankfurt habe ihnen Glück gebracht. „Von eurer Stadt aus ging es für uns dann mehrmals rund um die Welt. Das war der Anfang unseres Abenteuers, unserer Geschichte.“

Deshalb freue er sich, mit den Originial Gypsies am 6. Oktober in der Jahrhunderthalle aufzutreten. Damit schließe sich so etwas wie ein Kreis, findet Chico.

Doch es gibt noch eine weitere Verbindung, die die Mainmetropole für Chico und Kollegen unvergesslich macht. „Wir hatten hier einen Freund, der eine Kneipe hatte“, erinnert sich der Musiker. „Die Betreiber sind völlig auf unsere Musik abgefahren.“ Für die Gruppe war das Lokal, das den Namen „Camargue“ trug, wie eine zweite Heimat, wenn sie in Frankfurt zu Gast waren. „Sein Restaurant war so dekoriert wie bei uns Zuhause.“ Wie sich der Lokalchef nannte, weiß er nicht mehr. Und es ist 20 Jahre her, dass er ihn das letzte Mal gesehen hat. Gerne würde er ihn wieder einmal treffen.

„Einmal im Jahr taten sich die Betreiber mit Gästen zusammen und pilgerten zu uns nach Frankreich“, erinnert sich Chico. Das war anlässlich des Festes der heiligen Sarah, die sie als ihre Schutzheilige erkoren haben.

Doch zurück zur Musik. Denn „The original Gypsies“ haben auch eine neue Platte im Gepäck. „Ich bin sehr froh, dass ich ein neues Album geschrieben habe, das Ende des Jahres erscheinen wird“, sagt Chico.

Den Titel will er noch nicht verraten. „Das soll eine Überraschung bleiben.“

(es)

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