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Stadtgeflüster: DSDS-Sternchen Severino Seeger muss Managerin nichts zahlen

Hat wieder Grund zum Lachen: Severino Seeger. Foto: Ingo Wagner (dpa) Hat wieder Grund zum Lachen: Severino Seeger.
Frankfurt. 

Seine Managerin wollte Geld von ihm. Doch Severino Seeger , Gewinner der zwölften Staffel der RTL-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ von Poptitan Dieter Bohlen , muss nicht zahlen. Im Prozess um die Zahlungsforderung der Künstlermanagerin hat das Oberlandesgericht (OLG) Ansprüche der Managerin zurückgewiesen.

Die Klägerin, die an der Gewinnprämie und den Einkünften aus einem Konzertvertrag in Höhe von knapp 100 000 Euro beteiligt werden wollte, habe beim Zustandekommen der Verträge zwischen dem „Superstar“ und dem Konzertveranstalter keinerlei Tätigkeiten entfaltet, die einen Zahlungsanspruch rechtfertigen würde.

Nach dem Sieg in der Fernsehshow und der Auszahlung eines „mittleren sechsstelligen Betrages“ an den „Superstar“ stockte Severino Seegers weitere Karriere – vor allem nach der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe vor dem Landgericht hier in Frankfurt. Zur Erinnerung: Severino Seeger war wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs angeklagt.

Richter Klaus Eckhardt verurteilte den damals 28-jährigen Wächtersbacher „Superstar“, zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung – wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs.

Seeger hatte mitgeholfen, mehrere alte Damen um ihr Erspartes zu bringen. Staatsanwältin Katharina Schubert hatte deshalb zwei Jahre auf Bewährung gefordert, 100 Sozialstunden im Altenheim und 30 000 Euro Geldauflage.

Nach der ersten Festnahme im Dezember 2013 hatte er bereits knapp drei Wochen in Untersuchungshaft verbracht. Severino Seeger sollte auch Wiedergutmachung des durch ihn verursachten Schadens in Höhe von 25 000 Euro leisten. Zusätzlich zu diesem Geld zahlte er freiwillig die restliche Schadenssumme in Höhe von 76 000 Euro an die Opfer zurück. Diese Schäden waren durch die anderen Bandenmitglieder ohne Severinos Zutun entstanden.

Die Vorstrafe hatte das Ende des Konzertvertrages und auch der Geschäftsverbindung mit der Managerin zur Folge. Weil Severino Seeger, der in Frankfurt zur Welt kam, aber vier Fünftel des an ihn ausgezahlten Geldes behalten durfte, verlangte die Managerin eine Beteiligung.

Dem OLG-Urteil zufolge lasse sich dem Konzertvertrag der Grundsatz entnehmen, dass eine Vergütung nur „für erbrachte Leistungen“ geschuldet werde. Die Managerin aber habe nichts für das Zustandekommen des Konzertvertrages getan.

In erster Instanz hatte das Landgericht Hanau der Zahlungsklage noch zum überwiegenden Teil stattgegeben. Das OLG gab nun der Berufung Severino Seegers statt und hob die Entscheidung vom Februar 2017 auf.

(es)

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