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Dalai Lama kommt ins Tibethaus

Den Kindern gefiel der freundliche Mann im roten Gewand: Bei seinem bis dato letzten Besuch in Frankfurt war der Dalai Lama auch im Museum für Angewandte Kunst zu Gast. Bilder > Foto: Boris Roessler (dpa) Den Kindern gefiel der freundliche Mann im roten Gewand: Bei seinem bis dato letzten Besuch in Frankfurt war der Dalai Lama auch im Museum für Angewandte Kunst zu Gast.

Noch ist es eine Baustelle, das neue Tibethaus, das auf dem Kulturcampus in Bockenheim entsteht. Doch schon im September soll es fertig sein. Und dann schneit höchster Besuch in die Mainmetropole: Der 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho . Vom 12. bis zum 14. September wird er in Frankfurt gastieren, zum dritten Mal der Einladung des Tibethauses folgen.

Den dann 82-jährigen buddhistischen Mönch erwartet ein volles Programm. Als Schirmherr eröffnet er das Tibethaus und es warten noch mehrere Veranstaltungen zum Thema „Offenheit, Dialog, Verantwortung“ auf ihn. Darunter ist ein Treffen mit Schülern aus ganz Hessen in der Jahrhunderthalle. Dort findet auch ein Symposium mit ihm statt, das von Gert Scobel moderiert wird und bei dem auch der Neurophysiologe Wolf Singer dabei sein wird.

Der 74-Jährige freut sich besonders auf den Austausch mit den Dalai Lama. „Er ist eine sehr eindrucksvolle, aufrichtige und integre Persönlichkeit“, sagt Wolf, der für seine Forschungen und Überlegungen zu den physiologischen Grundlagen von Aufmerksamkeits- und Identifizierungsvorgängen bekannt geworden ist.

„Er ist ein scharfer Denker und wenn er einen Arm um einen legt, macht das was mit einem, das tut einfach gut“, so Wolf, der den Dalai Lama seit etwa zwei Jahrzehnten kennt und bereits ein gutes Dutzend Mal getroffen hat. „Ich kenne auch drei Päpste.“ Aber die Distanz zu den Oberhäuptern der katholischen Kirche sei viel größer als die zum Dalai Lama. „Wenn er mich bei einer Veranstaltung irgendwo im Auditorium entdeckt, dann pickt er mich auch raus“, erzählt Wolf. Dieses Mal sitzt er aber neben dem Dalai Lama auf dem Podium.

Bis dahin ist gar nicht mehr so lang hin. Und die Arbeiten, um das Gebäude für das neue Tibethaus in Schuss zu bringen, sind im vollen Gange. Insgesamt kostet das gut drei Millionen Euro. „Das Geld kam von deutschen Bürgern und auch von Menschen aus Tibet“, berichtet Puntsok Tsering , Geschäftsführender Vorstand des Tibethauses. „Die Stadt hat kein Geld dazugegeben. Sie hat sich aber dafür eingesetzt, dass ihre Tochter, die ABG Holding eine kluge Verkaufsentscheidung getroffen hat, die dann dazu geführt hat, dass das Tibethaus eine neue Heimat findet.“

Abschluss des Dalai-Lama-Besuchs ist übrigens ein Benefizkonzert mit dem Titel „Sound of Wisdom and Compassion“ (Klang von Weisheit und Mitgefühl). „Es dient zum einen dazu, die Finanzierung der Veranstaltungen mit zu unterstützen“, sagt Puntsok Tsering, „zum anderen, um Projekte des Tibethauses wie die Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs umsetzen zu können.“ Konkret wird er aber nicht. Tsering sagt zwar, dass bekannte Künstler auf der Bühne stehen, verrät aber nicht, wer das sein wird.

(es)
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