E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 14°C

Stadtgeflüster: Das Geständnis der Preisträgerin

Die Preisträgerin und ihre stolze Familie: Inger-Maria Mahlke neben ihrer Mutter Maria del Carmen, Schwester Candelaria und Vater Christian Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.) Die Preisträgerin und ihre stolze Familie: Inger-Maria Mahlke neben ihrer Mutter Maria del Carmen, Schwester Candelaria und Vater Christian

Wir müssen das erstmal verdauen“, sagt Christian Mahlke. Gerade hat seine Tochter Inger-Maria Mahlke im proppevollen Kaisersaal aus den Händen des Vorstehers des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Heinrich Riethmüller den Deutschen Buchpreis für ihr Werk „Archipel“ erhalten. „Wir können es kaum glauben“, sagt Maria del Carmen , Mutter der Ausgezeichneten.

Dabei müssen die beiden aber auch eingestehen, dass sie „schon ein bisschen preisgewöhnt“ sind. Schließlich hat die 1977 in Hamburg geborene Tochter schon etliche Auszeichnungen erhalten. Unter anderem den Klaus-Michael Kühne-Preis des Harbour Front Literaturfestivals, den Ernst-Willner-Preis sowie den Karl-Arnold-Preis.

Verleger Joachim Unseld und Autorin Nino Haratischwili Bild-Zoom Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.)
Verleger Joachim Unseld und Autorin Nino Haratischwili

„Aber der Deutsche Buchpreis, der ist schon etwas Besonderes“, so Vater Christian, der berichtet, dass Inger-Maria immer schon Schriftstellerin werden wollte. „Wir haben sie immer unterstützt“, so Mahlke. Das hat sich gelohnt, wie man gestern sah. Übrigens schreibt auch Inger-Marias Schwester Candelaria. „Sie ist promovierte Psychologin und veröffentlicht viel“, erzählt der Vater.

Der Preis, der mit 25 000 Euro dotiert ist, bedeute ihr viel, so Inger-Maria Mahlke. Aber einen Trophäen-Schrank, in den sie ihn unterbringen wird, habe sie nicht. Eins gebe ihr die Auszeichnung sicher: mehr Zeit. „Ich werde jetzt jeden Morgen aufstehen und mir mehr Zeit lassen.“ Und sie legt ein Geständnis ab: Das Schreiben an „Archipel“ sei ihr nicht wirklich leicht gefallen. „Ich war ein wenig überfordert.“

Moderatorin Cécile Schortmann und Mime Marc Oliver Schulze Bild-Zoom Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.)
Moderatorin Cécile Schortmann und Mime Marc Oliver Schulze

Aber der Entstehungsprozess habe zur Folge, „dass sich mein Gefühl für Vergänglichkeit veränderte“. In „Archipel“ lässt sie Ereignisse auf Teneriffa bis zurück ins Jahr 1919 Revue passieren. Der Clou: Sie erzählt sie rückwärts, von der Gegenwart in die Vergangenheit. Vor allem die schillernden Details machen den Roman zu einem eindrücklichen Ereignis.

In ihrer Rede dankte sie Barbara Laugwitz , bis vor Kurzem noch Geschäftsführerin des Rowohlt Verlags, „für die harte Arbeit, den Einsatz und die Begeisterung“ und weil ihr die sehr fragilen Prozesse in einem Autorenleben und bei der Produktion von Büchern bewusst seien. Durch die Preisverleihung führte Cécile Schortmann , die unter anderem aus der Sendung „Kulturzeit“ bekannt ist, und der Schauspieler Marc Oliver Schulze las Ausschnitte aus den sechs Büchern vor, die zur Shortlist gehörten. „In diesem Jahr hatte ich keinen Favoriten“, so Schulze, der in Frankfurt lebt, in Berlin Theater spielt und demnächst in Belgien vor der Kamera steht für eine achtteilige Serie mit dem Titel „The Bank Hacker“.

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen