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Selbst die größten Fans quälen nicht nur Fußball-Sorgen: Der Glücksbringer hat versagt

Coole Mütze, coole Geste, aber dem Bundestagsabgeordneten Omid Nouripur war gestern nicht nach Lachen zumute. Sein Glücksbembel ist zerbrochen und seine Eintracht hat wieder verloren. . . Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Coole Mütze, coole Geste, aber dem Bundestagsabgeordneten Omid Nouripur war gestern nicht nach Lachen zumute. Sein Glücksbembel ist zerbrochen und seine Eintracht hat wieder verloren. . .
Frankfurt. 

Es ist zum Haareraufen – nach dem Höhenflug im vergangenen Jahr hat die Eintracht das Glück verlassen. Hätte Omid Nouripur , Grüner, Bundestagsabgeordneter aus Frankfurt, nicht diese tolle neue Mütze, er sähe vor lauter Verzweiflung und Ärger über Schieds- und Linienrichter wohl schon völlig zerzaust aus. Aber das Bembelmuster sitzt – und ist für die übrigen Gäste in der Eintracht-Loge ein echter Hingucker. „Die Mütze habe ich vor zwei Wochen geschenkt bekommen. Die ziehe ich seitdem nicht mehr aus“, lacht Nouripur, den nicht nur Fußballsorgen plagen. Denn sein eigentlicher Glücksbringer ist ein gerademal daumenlanger Minibembel, den er immer in der Tasche trägt. Gestern ist er entzweigebrochen. „Und ich muss morgen nach Berlin und von dort nach Saudi-Arabien. . .“, klagt der Politiker. Er habe jetzt Freunde beauftragt, um irgendwie noch schnell Ersatz zu beschaffen. Der Eintracht hilft das dann aber auch nicht mehr. . .

Dass es an diesem Sonntag noch mal so schlecht laufen würde, darauf war auch bei den Gästen, die die Stadt Frankfurt in ihre Stadion-Loge eingeladen hat, niemand gefasst. Um die zwanzig waren es und alle hatten getippt, wie das Spiel wohl ausgehen werde – zwei Tore hat den Freiburgern keiner zugetraut. Stattdessen hatte sich Wolfgang Kirsch , Vorstandsvorsitzender der DZ-Bank, noch so gefreut, dass er diesmal näher am Tor sitzt. Normalerweise schaut er die Spiele als Gastgeber in den bankeigenen VIP-Räumen, die Richtung Mittellinie liegen. Diesmal beehrte er die Stadt und die hat ihre Loge gleich neben der Osttribüne – hätten die Adler-Träger in der zweiten Hälfte eines geschossen, Kirsch hätte einen exklusiven Blick aufs Tor gehabt. Und Ursula Busch , Chefin der SPD-Fraktion im Römer, erstmals dabei und bislang kein großer Fußball-Fan, hätte sich vielleicht bekehren lassen. Seufz.

Mathias Müller , Präsident der Industrie- und Handelskammer, kennt beinahe jede Perspektive im Stadion. Er ist immer anderswo zu Gast: „Etliche unserer Mitgliedsunternehmen sind ja hier vertreten.“ Eines sei bei allen gleich: „Während des Spiels wird Fußball geguckt.“ Davor und danach bleibe noch genug Zeit, um geschäftliche oder sonstige Bande zu knüpfen. . .

Nur Hunger geht vor Fußball, zumindest für den kleinen Louk , Enkel von Konzert-Veranstalter Ossy Hoppe . Der Vierjährige gönnte sich eine ordentliche Currywurst. „Mit zweieinhalb war er zum ersten Mal dabei“, erzählt Vater Oliver Hoppe , der vor ein paar Jahren mit in die Geschäftsführung der Konzert-Agentur „Wizard Promotions“ von „Opa Ossy“ eingestiegen ist. Die Stadion-Erfahrung ist sozusagen die frühkindliche Förderung in der ja eigentlich musikbesessenen Familie, die die großen Rock- und Popstars nach Deutschland holt. „Zu Konzerten kann ich ihn ja nicht mitnehmen, die fangen selten schon um 15.30 Uhr an“, lacht Oliver Hoppe.

(ing)
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