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Stadtgeflüster: Der Mann vom Mond

87 Jahre alt, aber noch voller Träume vom Weltall: Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) 87 Jahre alt, aber noch voller Träume vom Weltall: Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond.

In eine Raumfahrtausstellung würde er besser passen. Doch Buzz Aldrin , der im Jahr 1969 kurz nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betrat, fühlt sich auch auf der IAA wohl. Dort schaut er zum Beispiel bei Mercedes Benz vorbei, er ist eben ein Mann mit Faible für Sterne und den Waltraum. Sein Mondmitfahrer Armstrong verstarb 2012, Aldrin macht trotz seiner 87 Jahre noch einen rüstigen, ja unternehmungslustigen Eindruck. Er steckt noch voller Träume, die ihn – natürlich – ins All führen. Aldrin verrät zum Beispiel, dass er sich Fahrradwege zum Mars wünscht.

„Opa Buzz“, der mit vollständigem Namen Edwin Eugene Aldrin Jr. heißt, wirkt in seinem legeren Outfit fast ein bisschen schrullig: Zu einer eigens entworfenen Jacke mit seinem Namen von der Apollo 11-Mission trug er außerdem Jeans, ein T-Shirt mit Hosenträgern und blaue Socken mit großen Sternen, wie sie auf der US-amerikanischen Flagge prangen. Das größte Aufsehen erregte allerdings die Aufschrift auf dem hellblauen T-Shirt: „Get your ass to Mars“, also „Bewegt euren Hintern zum Mars“ steht darauf.

Buzz Aldrin sieht die Erforschung des Weltalls als wichtigen Schritt für das Überleben der Menschheit an. Seine Maxime: „Die Menschen müssen verstehen, wie wichtig die Zukunft für die jungen Leute ist. Diese großartige Zukunft, für die wir so hart arbeiten“, sagt er. „Sie müssen weiter forschen, oder wir werden aussterben.“

Aldrin betont, dass wichtig sei, den Mars zu kolonisieren: „Die meisten Planungen befassen sich mit dem Transport hin und zurück“, kritisiert der frühere Astronaut und Raumfahrtexperte. Besser wäre es aus seiner Sicht, Menschen, die dort hinfliegen, permanent dort anzusiedeln. „Wir müssen den Mars dafür vorbereiten.“

Auf der IAA war Aldrin ein Gast neben Sheryl Sandberg , Chefin des sozialen Netzwerkes Facebook, und Mercedes-Benz-Boss Dieter Zetsche , deren Höhenflüge eher visionärer als raumfahrerischer Natur sind. Der kühle, technologische Sachverstand der beiden traf auf einen Aldrin, der von einem esoterisch anmutenden Erlebnis im südenglischen Stonehenge erzählte. Beim Besuch des berühmten steinernen Monuments, so sagte Aldrin, habe er eine Botschaft aus dem All empfangen. Diese habe gelautet, die Menschheit solle alte Raumfahrzeuge nicht verschrotten, sondern für den Verkehr zwischen Erde, Mond und Mars aufbewahren. Hat er das ernst gemeint? Oder war’s die Spinnerei eines Mondsüchtigen? Egal, zu einer Mobilitätsmesse passte die Botschaft.

(es)
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