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Thomas Ranft hat ein Buch über sein Metier geschrieben: Der wetterfeste Wettermann

Gelb oder grün gewandet sind Hessens Wetterfrösche: hr-Moderator Thomas Ranft zeigt sein erstes Buch. Wovon handelt es? Selbstverständlich von Wetterphänomenen, denn diese kann er famos erklären. Foto: Bernd Kammerer (.) Gelb oder grün gewandet sind Hessens Wetterfrösche: hr-Moderator Thomas Ranft zeigt sein erstes Buch. Wovon handelt es? Selbstverständlich von Wetterphänomenen, denn diese kann er famos erklären.
Frankfurt. 

Fast jeder hat es schon getan – nun zog der Frankfurter Wettermann Thomas Ranft nach und schrieb auch ein Buch. Über – oh Wunder – das Wetter. Vor Kurzem ist das Erstlingswerk des Moderators des Hessischen Rundfunks mit dem Titel „Alle Wetter! – Warum wir Klima nicht fühlen können und Wolken so viel wiegen wie eine Herde Elefanten“ erschienen. Er schrieb er nicht allein, wurde vom Meteorologen Tim Staeger unterstützt.

Es erstaunt ihn selbst. „Ich habe immer gesagt, dass ich kein Buch schreiben möchte, weil ich auch sonst schon genug zu tun habe“, so der 50-Jährige. „Ich wollte erst damit anfangen wenn ich in Rente bin – oder arbeitslos.“ Beides liegt in weiter Ferne, das Schreiben „ist trotzdem passiert.“ Grund: Die Chefin der hr-Wetterredaktion Silke Hansen hat ein Faible für Bücher. „Und wir stellen in der hr-Sendung nun mal Bücher vor“, sagt Ranft.

Im vergangenen Frühjahr kam Hansen auf ihn zu, verriet, dass sie einen Verlag an der Hand habe und sagte: „Ihr könnt jetzt ein Buch machen.“

Ranft war schnell überzeugt. „Eines ist doch Tatsache: Die Geschichten, die wir in unserer Sendung ,Alle Wetter!’ erzählen, sind alle buchtauglich. Denn es gibt keinen Bereich im Leben, der nicht mit dem Wetter zu tun hat.“ Deshalb war Ranft klar: „Ich wusste vorher schon, dass so etwas funktioniert. Aber es macht eben wahnsinnig viel Arbeit.“

Doch Hansens Anregung war nicht der alleinige Impulsgeber für Ranft. „Ich habe etliche Wetterbücher zuhause. Und mal ehrlich: Die Welt hat nicht auf ein weiteres Wetterbuch gewartet.“

Jetzt kommt das große Aber: „Ich habe die wenigsten wirklich gelesen“, gibt der Wetterfrosch offen zu. Deshalb musste ein lesbares Werk her, befand er. Ranft kam per Zufall zum Wetter und sagt über sich, dass er nicht derjenige sei, der schon als Kind Wetterphänomene erforscht habe. „Bei mir war es so, dass das Wetter mich gefunden und eingesogen hat.“ Und weil er zu jener Gattung Mensch gehört, die gerne etwas erklärt, sei dies der richtige Beruf für ihn.

Im Februar 1997 kam Ranft zum hr: „Ich bin das Gesicht der Wissenschaft dort – und wahrscheinlich der einzige, der nichts studiert hat.“ Seither ist er Moderator und Redakteur der Wetterredaktion für zahlreiche Sendungen im Ersten, bei Eins Extra, im Südwestfernsehen und im hr-fernsehen. Seit Januar 2001 moderiert er die werktägliche 15-minütige Sendung „Alle Wetter!“ des hr, für die er 2008 den Medienpreis Meteorologie für die beste Wettersendung im deutschsprachigen TV erhielt. Seit 2006 moderiert er das wöchentliche hr-Wissensmagazin „Alles Wissen“. Zurück zu den Wetterbüchern: Dass er sie nicht vollständig liest, liegt daran, „dass sie entweder zu einfach oder einfach zu schwer zu lesen sind. Da habe ich mir gesagt: Das können wir anders, weil ich gern komplexe Sachverhalte so einfach wie möglich erkläre.“ Sein Buch sei aber „auf keinen Fall das Buch zur Sendung“, vielmehr ein Buch „wie die Sendung“.

Den Erscheinungstermin wählte er bewusst, „weil das Frühjahr eine ideale Zeit ist“. Vor Ostern sei die vitalste Jahreszeit überhaupt, wenn beim Wechsel von kalt auf warm die Menschen das Wetter so bewusst wahrnähmen wie sonst selten. „Auch habe ich gehört, dass viele Menschen in der Zeit vor Ostern ein passendes Geschenk suchen“, scherzt er.

Das Wetter in Frankfurt am Main nennt Ranft „sensationell“: „Es ist eines der besseren der Republik. Wir sind nicht ganz so nass und bekommen mehr Sonne ab als andere Orte“.

(es)
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