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Die Knoten im Kopf lösen

Bei Matthias Heitmann (links) und Tim Lauth geht es nicht um Fesselspiele, sondern darum, Knoten im Kopf zu lösen. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Bei Matthias Heitmann (links) und Tim Lauth geht es nicht um Fesselspiele, sondern darum, Knoten im Kopf zu lösen.

Wer immer schon wissen wollte, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel riecht, der sollte morgen in „Die Schmiere“ gehen. Dort stehen ab 20 Uhr die beiden Frankfurter, der Radiomoderator Tim Lauth und der Autor Matthias Heitmann , auf der Bühne. In ihrem Programm „Zeitgeisterstunde“ verraten sie das und noch viel mehr. Lauth, der auch fürs Fernsehen arbeitet, weiß ganz genau, wie Frau Bundeskanzlerin duftet, schließlich begleitete er sie während ihres Wahlkampfes und moderierte zwölf ihrer Auftritte.

Seit gut zwei Jahren machen Lauth und Heitmann die Radiosendung „Zeitgeisterjagd – der Wochenwahnsinn“. Aus ihr und dem Buch „Zeitgeisterjagd“ ist nun ein abendfüllendes Programm entstanden. „Der ,rote Faden’ ist dabei der, dass Tim Lauth Einblicke bekommt, wie die Welt wirklich läuft“, schildert Heitmann die Handlung. „Ich erkläre ihm nicht die Welt, sondern helfe ihm, Knoten in seinem Kopf zu lösen, biete ihm alternative Sichtweisen an“, so Heitmann, der sich als Zeitgeisterjäger sieht und Lauth zum Lautdenker machen möchte.

„Gerade nach der Bundestagswahl, wo wir doch alle wissen, dass es nicht mehr ,weiter so’ geht, stellt sich die Frage: Wie denn sonst?“, sagt Heitmann. „Aber gerade bei dieser Frage hüllen sich alle in Schweigen. Wir müssen aber Dinge neu denken – und wir geben Anstöße dazu, welche Stereotypen und Vorurteile man hinter sich lassen sollte.“

Die zwei lernten sich über ein Interview bei Antenne Frankfurt vor gut zwei Jahren kennen, erzählt Heitmann, der seit 25 Jahren als freier Journalist und Redakteur für Zeitungen, Magazine und Blogs schreibt sowie als Vortragsredner und Buchautor unterwegs ist. Er schrieb auch das Buch „Zeitgeisterjagd – Auf Safari durch das Dickicht des modernen politischen Denkens“, das als Vorlage fürs Programm diente.

Während des Gesprächs damals merkten die beiden, „dass wir auf der gleichen Wellenlänge sind“. Schnell war klar, dass sie wöchentlich miteinander auf Sendung gehen wollen, um über den „Wochenwahnsinn“ herzuziehen. Immer am Ende der Woche gibt es den Rückblick über absurde Themen – und immer gehört die Eintracht dazu.

Der morgige Auftritt ist die gemeinsame Feuertaufe. „Es ist natürlich etwas Besonderes. Denn sonst stehe ich entweder in einem abgetrennten Territorium vor der Kamera oder hinterm Mikro. Und selbst auf der Bühne bei Angela Merkel herrschte Distanz“, erklärt Tim Lauth, der angibt, „25 plus Jahre“ alt zu sein. „Hier in der Schmiere ist sozusagen alles noch ,originalgetreu’ und wir haben auch keine Mikrofone“, so Matthias Heitmann, Jahrgang 1971. „Wir müssen mit unserer Stimme den Saal beschallen, aber es gibt keine Distanz zum Publikum“, sagt Lauth. „Wir sind zwar beide bühnenerprobt“, gibt Heitmann zu bedenken, „aber was für uns wirklich neu ist, ist das Zusammenspiel und zu schauen, wie das funktioniert“. Sonst stehen sie allein auf der Bühne.

„Diese Sache haben wir bisher immer nebenbei gemacht“, sagt Tim Lauth. „Und um sie auf die Bühne zu bringen, dazu gehört schon eine ordentliche Portion Mut“, erklärt der Moderator, warum das Duo zwei Jahre mit Auftritten gewartet hat. „Jetzt sind wir aber soweit.“ Ob auf den einen Auftritt in der Schmiere weitere folgen, „das wird sich zeigen. Wir sind zu allen Schandtaten bereit“.

(es)
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