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Die roten Socken der Eintracht

Hatten richtig Spaß am Spiel der Eintracht (v.l.): Axel Hellmann, Hans-Jürgen und Jörg Müller sowie Peter Fischer. Bilder > Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Hatten richtig Spaß am Spiel der Eintracht (v.l.): Axel Hellmann, Hans-Jürgen und Jörg Müller sowie Peter Fischer.
Frankfurt. 

Es sind wohl wirklich die roten Socken des Ballmachers Jörg Müller , die der Eintracht Glück bringen. „Immer, wenn ich im Stadion war und diese Socken trug, hat die Eintracht nicht verloren“, freut sich Müller, der den Sportpresseball auf die Beine stellt.

Und dieses Mal taten die roten Socken sogar mehr, sie brachten der Mannschaft um Trainer Niko Kovac drei Punkte gegen einen schweren Gegner: Nach einem grandiosen Spiel schlugen die Adlerträger den BVB aus Dortmund verdient mit 2:1. Des einen Freud ist des anderen Leid.

Denn Erfolgsschriftstellerin Nele Neuhaus ist Dortmund-Fan durch und durch. Immer wieder fährt sich auch zu Spielen ihrer Mannschaft ins Signal-Iduna-Stadion. An diesem Wochenende war sie Gast der Eintracht. Die 49-Jährige kam zwar primär in die Commerzbank-Arena, um das Match von der Vorstandsloge der Eintracht aus zu verfolgen, doch: „Ich bin immer im Dienst“, scherzt sie, „und ich nutze die Gelegenheit natürlich auch, um ein wenig zu recherchieren“. Wer weiß, vielleicht spielt ihr nächster Krimi im Fußballmilieu.

Ihren aktuellen mit dem Titel „Im Wald“ hat sie jedenfalls mit im Gepäck und schenkt ihn Fredi Bobic , Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. Und nicht nur das, sie hat auch „Elena – ihr größter Sieg“, ein Buch aus der Reihe „Elena – ein Leben für Pferde“ dabei.

Und zwar aus gutem Grund, schließlich beweist sie seherische Fähigkeiten, denn darin kommt ein junger Fußballer vor, der in seinem ersten Spiel sein erstes Tor schießt – und das ausgerechnet gegen Werder Bremen, wie vergangene Woche Aymen Barkok .

„Und das, obwohl ich das Buch vor einem Jahr geschrieben habe“, so Neuhaus, die bei ihrem Tipp zugunsten des BVB diesmal allerdings zum Glück daneben lag. „Ich habe tatsächlich nicht wirklich viel Zeit zum Lesen“, sagt Fredi Bobic nachdem er die beiden Bücher geschenkt bekommen hat. „Aber ich nehme sie mir schon. Etwa im Flugzeug oder im Hotel.“ Seine Frau sei sehr belesen und Familie Bobic besitzt so viele Bücher, dass sie in Berlin eine Bibliothek haben.

Er selbst mag die Bücher des Taschen-Verlags sehr. Und: „Ich lese gern Biografien“, sagt Bobic, der zuletzt „Leading“ von Alex Ferguson, des Trainers von Manchester United verschlungen hat. Auch zu Gast in der Eintracht-Loge: Krasimir Balakov, der einst mit Bobic und Giovane Elber das magische Dreieck beim VfB Stuttgart bildete.

Gemeinsam mit den beiden Stürmern Elber und Bobic verzauberte Balakov Mitte der 90er zwei Jahre lang nicht nur die VfB Fans, sondern ganz Fußball Deutschland. Insgesamt gingen auf das Konto der drei Vollblutfußballer 164 Bundesliga-Treffer für den VfB Stuttgart. „Krasimir und ich sind Freunde fürs Leben und er wollte sich das Spiel anschauen, da habe ich ihn eingeladen.“

Auch eingeladen war Profi-Bergsteiger und Extrem-Kletterer Stefan Glowacz . „Ich habe durch Philip Holzer vom Aufsichtsrat, einen sehr starken Bezug zu Eintracht Frankfurt“, so der 51-Jährige, der Markenbotschafter für das Senckenbergmuseum ist und vor kurzem dessen Fassade hochkletterte. „Allerdings bin ich eher Leipzig-Fan“, so Glowacz.

Und das aus einem ganz bestimmten Grund: „Ich bin selbst seit zwei Jahrzehnten Red-Bull-Sportler“, erklärt Stefan Glowacz, der am Abend in den Smoking schlüpfte und mit seiner Frau Tanja Varérien-Glowacz in die Oper ging, wo die Operngala anstand.

Und bekanntlich ist der Energy-Drink-Hersteller Gründer des Leipziger Teams. „Ich habe auch selbst lange und gern Fußball gespielt“, erinnert sich Glowacz. „Ich habe sogar tatsächlich mal ein Tor geschossen – es hätte aber eine Flanke sein sollen“, so der Extremsportler, der für 2018 seine nächste Expedition plant, die ihn nach Grönland führen wird. Ebenfalls das Spiel verfolgt haben Jens Weidmann und der Präsident der Niederländischen Notenbank Klaas Knot . Allerdings von keiner Loge aus, sondern auf einem „normalen“ Sitzplatz auf der Haupttribüne.

Jörg Müller kann seine Socken waschen und das nächste Mal, wenn er ins Stadion kommt, diese wieder anziehen. Er und sein Vater Hans-Jürgen Müller haben aber noch einen weiteren Grund, in die Commerzbank-Arena zu kommen: Beide wurden vor der Partie gegen Dortmunder Mitgliedern auf Lebenszeit.

(es)
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