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Nina Podolzak hat jetzt einen Modelvertrag: Diese Miss besticht mit ihren Kurven

Versteckt ihre Kurven nicht: Nina Podolzak. Foto: Bernd Kammerer (.) Versteckt ihre Kurven nicht: Nina Podolzak.
Frankfurt. 

Die Frankfurterin Nina Podolzak hat erfolgreich bei der Misswahl „Fräulein Kurvig“ teilgenommen: Die Drittplatzierte bei der Wahl zur Miss „Fräulein Kurvig 2016“ ist streng genommen kein Fräulein, denn die Goldsteinerin trägt seit einem Jahr einen Ehering. Beim Wettbewerb um die schönsten Kurven Deutschlands vor gut zwei Wochen in Mönchengladbach konnte sich die 30-Jährige im Finale der letzten zwölf Bewerberinnen durchsetzen – versüßt wurde ihr Sieg mit einem einjährigen Plus-Size-Modelvertrag. Insgesamt 1400 Rubensfrauen, in der Modebranche Curvys genannt, hatten ihre Fotos einer Fachjury eingereicht. Diese wählte die attraktive Frankfurterin mit Kleidergröße 50/52 zunächst zum Monats-Fräulein „Juni“, was sie automatisch für die Misswahl qualifizierte.

„Im Finale mit der Kurvenbotschafterin Hella von Sinnen waren wir nur Anfängerinnen zwischen 21 bis 46 Jahren, und mussten dennoch wie Profis an zwei Show-Tagen zwölf Choreographien präsentieren, eine sensationelle Erfahrung, auch wenn mir die Füße durch die High Heels schmerzten“, schildert Nina Podolzak ihre frischen Erinnerungen. Noch immer habe sie Kontakt mit den Finalistinnen, „einen Zickenkrieg gab es trotz unserer großen Anspannung nicht, wir wuchsen ohne Konkurrenzdruck zusammen“, entkräftet die Laufsteg-Newcomerin das Klischee. Jetzt stehen für sie eine Reihe professioneller Sedcard-Fotos an, und dann wird die nahe Zukunft zeigen, ob an eine Model-Karriere zu denken ist. Eine Alternative zu ihrem Job als Junior-Projektleiterin im Management suche sie jedenfalls nicht, „ich liebe meine Arbeit“, sagt die Frankfurterin und freut sich, dass der Auftritt im Rampenlicht auch bei ihrer Chefin und den Kollegen gut ankam.

Hänseleien und abwertende Blicke kennt die selbstbewusste 1,76-Meter-Frau kaum, auch nicht aus der Schulzeit. „Schwieriger ist es, schöne Mode zu finden, wenn man nicht dem 90-60-90-Ideal entspricht. Daher kam auch mein Interesse für den Miss-Wettbewerb, da dort Designer für große Größen vertreten sind“, so Nina Podolzak. Die Szene der internationalen Plus-Size-Models verfolgt sie schon länger mit Interesse, und weiß genau, für welche Labels so die bekannte Curvy-Schönheiten wie Ashley Graham und Angelina Kirsch laufen. Letztere trägt übrigens Kleidergröße 42/44 und damit – statistisch gesehen – deutsche Durchschnittgröße.

Nina Podolzak will Mut machen: „Ich rate den Frauen: zeigt Kurven. Und akzeptiert euch und andere.“ Gleichzeitig plädiert sie für eine gesunde Lebensführung, sie selbst macht gezielt und bis zu viermal in der Woche Sport. „Es ist ein Vorurteil, dass Übergewichtige faul oder krank sind. Meine Blutwerte sind bestens, das lasse ich regelmäßig kontrollieren. Mode trägt dazu bei, ein gutes Körpergefühl zum Ausdruck zu bringen.“ Nina Podolzaks größter Fan ist Ehemann Christian, der sie, so ulkt dieser, „aus dem Rodgau, wo sie aufwuchs, nach Frankfurt evakuierte“.

Heute lebt das Paar in einem Viergenerationen-Haus, „ein bisschen ist das in meiner Familie wie bei den ,Waltons’ in der alten TV-Serie. Geborgen und turbulent“, so der Ehemann. Als er die junge Frau vor elf Jahren das erste Mal sah, war es um ihn geschehen: „Ich wusste sofort, Nina heirate ich einmal.“ Für die weitere Zukunft planen sie Kinder, und wenn es neben dem Job mit dem Modeln klappt, umso besser. Fräulein Kurvig freut sich auf alles, was kommt.

(fai)
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