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Stadtgeflüster: Dieter Wedel in Frankfurt

Vorgänger, Nachfolger: Dieter Wedel (l.) und Joern Hinkel. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Vorgänger, Nachfolger: Dieter Wedel (l.) und Joern Hinkel.

zehn Kilogramm Kartoffelsalat hat Herta Berthold gemacht. Grund: Ihr Sohn, Bernd Reisig , feiert. Und zwar das Sommerfest seiner Stiftung „helfen helfen“. Festzustellen ist es zwar nicht, aber vielleicht war es diese kulinarische Köstlichkeit, die die vielen Gäste wie hr-Wettermann Thomas Ranft, Sängerin und Schauspielerin Dunja Rajter , Oberbürgermeister Peter Feldmann , Bürgermeister Uwe Becker sowie Pop-Tenor Silvio D’Anza und einen Mann in das Bier- und Apfelweinlokal in der Friedberger Warte lockte, der sich in den vergangenen Wochen und Monaten in der Öffentlichkeit extrem rar gemacht hat: Regisseur Dieter Wedel .

Wir erinnern uns: Im Zuge der „#MeToo“-Debatte warfen in einem Artikel des „Zeitmagazins“ mehrere Schauspielerinnen sowie ehemalige Mitarbeiter Wedel gewalttätige und sexuelle Übergriffe vor, die er in den 1990er-Jahren begangen haben soll, und gaben dazu eidesstattliche Versicherungen ab.

Er widersprach den Aussagen der Frauen und gab laut Angaben seines Anwalts seinerseits „eine umfassende eidesstattliche Erklärung“ zu den Anschuldigungen ab. Außerdem erklärte Wedel unter Bezug auf die mediale Berichterstattung seinen Rücktritt als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Gestern nun kam er mit seinem Nachfolger Joern Hinkel und der Lottofee Franziska Reichenbacher an die Friedberger Warte. „Wir kennen uns und sind befreundet“, beschrieb Hinkel sein Verhältnis zu Dieter Wedel, der in Hersfeld einige Vorstellungen verfolgte.

In Bad Hersfeld gebe es „immer noch einiges zu tun“, so Wedel, der aber nicht darauf eingehen wollte, was zu machen sei. Die Frage, ob ein Comeback bei den Festspielen in Aussicht stünde, beantwortete er mit „Ich war nie weg.“ Ihm gehe es gut, „aber wir werden uns noch über einiges unterhalten in den Medien und über die Medien – doch das dauert noch ein bisschen“. Er fühle sich ungerecht behandelt, sagte Wedel. Große Lust, Interviews zu geben, habe er immer noch nicht, so Wedel. „Ich wünsche allen, die mir Fragen stellen, dass ihnen auch mal plötzlich Vorwürfe gemacht werden über Dinge, die vor 30 Jahren waren“, sagt Wedel.

Nach den Reden von Bernd Reisig, der über Sinn und Wirken seiner Stiftung informierte, und Peter Feldmann ging es ans Buffet, wo der Kartoffelsalat der Renner des Abends war.

(es)

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