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Stadtgeflüster: Dinner mit Freunden

Intendant Anselm Weber posiert mit Annemarie (links) und Claudia Steigenberger. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Intendant Anselm Weber posiert mit Annemarie (links) und Claudia Steigenberger.

Wir feiern die erste Spielzeit, sagt Anselm Weber . Er ist der Nachfolger von Intendant Oliver Reese am Schauspiel, und gestern ging dort das erste „Dinner with friends – Spendenveranstaltung des Patronatsvereins Sektion Schauspiel und des Schauspiel Frankfurt“ über die Bühne.

„Es ist ein Dankeschön für das, was wir in den vergangenen Monaten an Unterstützung erfahren haben“, sagt Weber weiter. „Das war einfach ein unglaublicher Einstand, das Publikum war einfach überwältigend“, findet Weber. „Es ist der Beginn einer Freundschaft zur Stadt“, meint der 1963 in München Geborene, der aber auch hinzufügt: „Das ist nicht selbstverständlich.“ Er kenne Frankfurt auch „deutlich anders“.

ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel zusammen mit Mark Behrend und Beate Heraeus (von links). Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel zusammen mit Mark Behrend und Beate Heraeus (von links).

An diesem Abend, der früher unter der Reese-Intendanz noch „Blind Date“ hieß und in diesem Jahr nach einer einjährigen Pause erstmals wieder stattfindet, geht es zum einen ums Abendessen mit Freunden, zum anderen aber – natürlich – auch um Spenden. Geld, das das Schauspiel braucht, und das in Projekte fließen soll. Welche, das wisse er noch nicht, so Weber, der mit mehreren tausend Euro rechnet. „Aber wir sind nicht die Oper“, relativiert er auch und spielt darauf an, dass bei der Operngala, einer ähnlichen Veranstaltung zugunsten der Oper, gleich mehrere hunderttausend Euro zusammenkommen.

Zu den Gästen dieses Dinner-Abends, der in der Panorama-Bar seinen Anfang nahm und später mit einem Programm und dem Drei-Gänge-Menü aus dem Hause „Emma Metzler“ fortgeführt wurde, gehörte auch Dressurreit-Legende Ann Kathrin Linsenhoff und ihr Mann Klaus Martin Rath . Sie sei bisher nur einmal im Schauspiel gewesen, um sich ein Stück anzuschauen. Damals wie gestern war es ihre Freundin Claudia Steigenberger , die sie eingeladen hatte. „Sie möchte uns sozusagen infizieren – und ich muss sagen, die Aufführung war ganz toll und heute der Abend auch“, sagt Ann Kathrin Linsenhoff, die Gefallen gefunden hat und sich vorstellen könnte, sich öfter Stücke anzuschauen. „Eben immer dann, wenn es gerade passt, denn wir sind am Wochenende immer viel unterwegs wegen der Reiterei“, so Linsenhoff.

Udo Corts mit seiner Frau Silvia sowie Ann Kathrin Linsenhoff mit ihrem Mann Klaus-Martin Rath (von links). Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Udo Corts mit seiner Frau Silvia sowie Ann Kathrin Linsenhoff mit ihrem Mann Klaus-Martin Rath (von links).

Seit gut sechs Jahren sitzt ihre Freundin Claudia Steigenberger als Vorsitzende im Kuratorium des Schauspiels. „Die Gala veranstalten wir, um das Haus zu unterstützen und die Spenden, die zusammenkommen, sind für die aktuelle Spielzeit gedacht“, sagt Claudia Steigenberger, die sich engagiert, „weil ich das Schauspiel gerne unterstütze und ich hoffe, dass die kommende Spielzeit so gut laufen wird, wie die jetzt gerade war – immerhin hatten wir eine Auslastung von 98 oder 99 Prozent“.

Auch Udo Corts , Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung AG, schaute vorbei. „Ich gehe gerne ins Schauspiel, war mit Oliver Reese befreundet und habe mich mit Anselm Weber angefreundet“, so Corts, der auf die weitere Entwicklung gespannt ist. Schließlich könnte die Sanierung von Frankfurter Oper und Schauspiel in der maroden Theaterdoppelanlage bis zu einer Milliarde Euro kosten. „Ich finde es immer gut, wenn Kunst und Kultur finanziert werden“, meint Fernsehmoderatorin Andrea Kiewel (ZDF-Fernsehgarten). „Allerdings muss ich als Berlinerin bei solchen Summen immer gleich an den Flughafen denken“, scherzt sie. „Aber in Frankfurt ist das anders; da sitzen Leute, die das schaffen würden.“

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